vergrößernverkleinern
Ford ist mit seinem Mustang derzeit einer von drei Herstellern in der NASCAR
Ford ist mit seinem Mustang derzeit einer von drei Herstellern in der NASCAR © LAT
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Ford-Motorsportchef Mark Rushbrook hat für die zukünftige Motorentechnologie in der NASCAR eine klare Vorstellung und skizziert mögliches Einsatzszenario ab 2022

©

Dass es seit Monaten auch in der technologisch häufig als veraltet geltenden NASCAR-Szene ernsthafte Überlegungen zum Thema Hybridmotoren gibt, ist nicht neu. Penske-Pilot Brad Keselowski, dessen Teamchef Roger Penske und nicht zuletzt NASCAR-Präsident Steve Phelps haben diesbezüglich bereits klargestellt, dass über kurz oder lang kein Weg an Hybridtechnologie vorbei führen wird.

Nun unterstreicht man derartige Gedankenspiele auch im Hause Ford mit Nachdruck. Das Team Penske ist neben Stewart/Haas Racing eine von zwei aktuellen Speerspitzen in Fords NASCAR-Programm. Auch Roush Fenway Racing sowie Front Row Motorsports, Go Fas Racing und (teilweise) Rick Ware Racing vertrauen auf das weltbekannte blaue Oval. Hinzu kommt Wood Brothers Racing, wobei sich dabei ohnehin um ein dem Team Penske extrem nahestehendes Team handelt.

Anzeige

Für die NASCAR-Saison 2021 ist die Einführung der siebten Autogeneration (Gen7) fest eingeplant. Allerdings soll es in diesem ersten Schritt zunächst um Neuerungen am Chassis gehen, wovon erste bereits 2020 debütieren könnten. Für die Motoren plant man, in einem daran anschließenden zweiten Schritt neue Wege zu beschreiten.

"Es gibt in der NASCAR viele offene Gespräche zum Thema Hybrid", betont Ford-Motorsportchef Mark Rushbrook gegenüber 'Motorsport-Total.com' und unterstreicht mit Nachdruck: "Es ist nur eine Frage der Zeit. Von der Zeitschiene her reden wir wahrscheinlich von 2022 oder 2023."

Rushbrook ist sich bewusst, dass ein Hybridantrieb auf den Superspeedways in Daytona oder Talladega nichts bringen würde: "Das muss gar nicht auf jeder einzelnen Strecke passieren, denn wenn man beim Daytona 500, wo ohnehin die gesamte Runde mit Vollgas gefahren wird, einen Hybrid einsetzen würde, wäre das sinnlos."

"Auf einem Short-Track wie Martinsville oder einem Rundkurs wie Watkins Glen ergibt ein Hybrid hingegen Sinn", bemerkt der Ford-Motorsportchef und geht daher davon aus, dass ab dem Zeitpunkt der Einführung "gewisse Rennen mit Verbrennungsmotor und gewisse andere mit Hybridmotor bestritten werden".

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image