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Das zweite Rennen des Porsche Carrera Cups auf dem Norisring bietet Dramatisches. Die drei Führenden eines Teams scheiden nach einem Crash aus.

Das zweite Rennen des Porsche Carrera Cups auf dem Norisring ist für das erfolgsverwöhnte Team Overdrive Racing by Huber mit einem Debakel zu Ende gegangen. (Das Porsche GT Magazin - So. ab 22.30 Uhr im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

21 Runden dominierten die drei Fahrer Henric Skoog, Larry ten Voorde und Igor Waliko das Geschehen und lagen auf den Plätzen eins bis drei. Dann ereignete sich Dramatisches.

Bei der Anfahrt auf die enge Haarnadelkurve fuhr der auf dem dritten Platz liegende Waliko auf ten Voorde auf und schob diesen von hinten an.

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Spitzenreiter Skoog konnte in der Kurve nicht mehr ausweichen und es kam zu einer Dreier-Karambolage. Für alle Fahrer war das Rennen danach vorzeitig beendet.

"Richtig einen in die Fresse bekommen"

Crash-Opfer ten Voorde, der nach dem Rempler den Einschlag nicht mehr verhindern konnte, zeigte sich im SPORT1-Interview angefressen.

"Das darf natürlich nicht passieren. Das hätte man sich nicht ausdenken können. Wir hatten alles selbst in den Händen", erklärte er.

Der Overdrive-Pilot gab sich trotdem kämpferisch. "Das ist wie ein Boxkampf. Man hat jetzt richtig einen in die Fresse bekommen und liegt am Boden. Aber ich vertraue darauf, dass wir gemeinsam als Team wieder nach oben kommen. Es ist wie in einem Buch, eine Lovestory: Du hast gute Zeiten und du hast schlechte Zeiten. Und das waren heute schlechte Zeiten."

Teamchef Huber nach Dreifach-Aus bedient

Auch Teamchef Christoph Huber war bedient. "Gestern hatten wir mit Platz eins bis drei im Qualifying das größte Hoch, heute die größte Niederlage. Die Enttäuschung ist natürlich riesig", sagte er unmittelbar nach dem Crash am SPORT1-Mikrofon.

Großer Profiteur des Unfalls war Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing). Der Bayer feierte seinen zweiten Saisonsieg vor Leon Köhler und Vortagessieger Julien Andlauer (ebenfalls BWT Lechner Racing).

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"Das war natürlich so geplant. Ich habe Abstand gelassen und gewartet, dass die Drei sich rausschieben", sagte Ammermüller schmunzelnd bei SPORT1. "Das habe ich noch nie gesehen. Für mich war es natürlich gut, auch dass ich genug Abstand hatte und vorbeifahren konnte", beschrieb er den Unfall der drei Führenden aus seiner Sicht.

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Für ten Voorde bedeutet der zweite Ausfall des Wochenendes ein großer Rückschritt im Kampf um den Titel. Der dreifache Saisonsieger reiste mit einem Vorsprung von 45,5 Punkten nach Nürnberg. Jetzt liegt er bei Saisonhalbzeit nur noch wenige Zähler vor Andlauer.

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