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Julien Andlauer war auf dem Nürburgring nicht zu schlagen
Julien Andlauer war auf dem Nürburgring nicht zu schlagen © Porsche AG
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Julien Andlauer gewinnt auch das zweite Rennen des Porsche-Carrera-Cup auf dem Nürburgring und setzt sich damit in der Meisterschaftswertung weiter ab

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Im Kampf um den Titel im deutschen Porsche-Carrera-Cup hat Porsche-Junior Julien Andlauer das Wochenende auf dem Nürburgring optimal genutzt: Erst jubelte der Tabellenführer im Rennen am Samstag über Platz eins, dann folgte am Sonntag der vierte Saisonsieg.

"Eigentlich war ich super schnell unterwegs. Leider habe ich zwischendrin einen Fehler gemacht und Michael Ammermüller war dann bis zum Schluss dicht hinter mir. Für die Meisterschaft war es natürlich enorm wichtig, vor ihm ins Ziel gekommen zu sein", sagt Andlauer. Sein deutscher Teamkollege Michael Ammermüller belegte den zweiten Platz vor Dylan Pereira.

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Auf dem Nürburgring rollten am Sonntag insgesamt 29 Porsche 911 GT3 Cup unter bewölktem Himmel in die Startaufstellung. Andlauer nutzte die Leistung seines Fahrzeugs optimal, um die Pole-Position in eine Führung umzumünzen. In der zweiten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke, aber auch beim Restart zeigte sich Andlauer souverän und konnte sich von seinen Verfolgern lösen.

Andlauer wehrt Ammermüllers Angriffe ab

Doch im Laufe des Rennens rückte Ammermüller immer dichter an den 20-Jährigen heran. Die Zuschauer in der Eifel sahen einen packenden Kampf um die Führung. Mehrfach versuchte der Routinier, am Ende der Start-Ziel-Geraden vorbeizuziehen. Aber Andlauer verteidigte sich geschickt und überquerte nach 19 Runden 0,182 Sekunden vor Ammermüller die Ziellinie.

"Der Sieg war definitiv drin für mich. Das Überholen ist hier allerdings nur an wenigen Stellen möglich. Es bringt nichts, unüberlegt in eine Lücke zu fahren und einen Ausfall zu riskieren. In der Meisterschaft ist weiterhin alles offen", sagt Ammermüller.

Eine weitere Podiumsplatzierung gelang Pereira. Der Luxemburger überholte direkt nach dem Start Larry ten Voorde. "Mein Ziel ist es, Dritter in der Meisterschaft zu werden. Dafür konnte ich heute den nächsten Schritt machen. Natürlich gibt es mir auch Selbstvertrauen, dass ich es zum vierten Mal in Folge unter die Top Drei geschafft habe", sagt Pereira. Hinter ten Voorde sahen Henric Skoog und Jaap van Lagen die Zielflagge.

Nächste Station: Hockenheim

Auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgrings fuhr Joey Mawson auf die siebte Position. Rang acht sicherte sich Igor Walilko. Porsche-Junior Jaxon Evans startete von der 14. Position und schaffte es zwischenzeitlich bis auf den zehnten Platz. Der Neuseeländer beendete den Lauf als Elfter.

"Das war ein intensives Rennen mit vielen Zweikämpfen. Leider habe ich ein paar Fehler zu viel gemacht. Es war mein erstes Rennwochenende im Carrera-Cup hier auf dem Nürburgring, aber trotzdem wollte ich natürlich weiter nach vorn fahren", sagt Evans. Ganz oben auf dem Podium in der Amateur-Klasse stand Stefan Rehkopf aus Deutschland. Der Huber-Pilot gewann vor Georgi Donchev und Matthias Jeserich.

Durch seine zwei Siege auf dem Nürburgring konnte sich Andlauer in der Meisterschaft absetzen: Der Franzose steht bei 197,5 Punkten und somit 23,5 Zähler vor Verfolger Ammermüller. Ten Voorde ist mit 154 Punkten Dritter. Für die Läufe 13 und 14 reist der Carrera-Cup vom 13. bis 15. September gemeinsam mit dem ADAC-GT-Masters an den Hockenheimring. Auf dem Kurs im Hardtwald fand bereits der Saisonauftakt des Markenpokals statt. Der Sieger hieß dort zweimal ten Voorde.

© Motorsport-Total.com

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