Red Bull Air Race

Red Bull Air Race

Matthias Dolderer war mit seiner Leistung in Kasan nicht gänzlich unzufrieden
Motorsport / Red Bull Air Race
Pylonentreffer - Dolderer verpasst Top-Platzierung
Gewinner Yoshihide Muroya mit Sieg am Lausitzring
Motorsport / Red Bull Air Race
Red Bull Air Race: Muroya mit Sieg am Lausitzring
Der Japaner Yoshihide Muroya gewinnt das Red Bull Air Race am Lausitzring. Er sichert sich damit in der Gesamtwertung Platz 2. mehr »
Motorsport / Red Bull Air Race
Hier verpatzt Dolderer sein Heimspiel
Matthias Dolderer scheidet beim Red Bull Air Race am Lausitzring unter Heimkulisse früh aus. Er ist enttäuscht über seine Leistung und bedankt sich bei seinen Fans. mehr »
Matthias Dolderer
Motorsport / Red Bull Air Race
Red Bull Air Race: Dolderer am Lausitzring früh raus
Matthias Dolderer scheidet beim Red Bull Air Race am Lausitzring nach einem Fehler früh raus. Ein Japaner gewinnt, der Titelkampf bleibt spannend. mehr »
Red Bull Air Race
Red Bull Air Race Sonntag LIVE im TV
"Unbeschreiblich": Dolderer heiß auf Heimspiel
Am Sonntag steigt auf das Lausitzring das vorletzten Rennen der Saison beim Red Bull Air Race. Weltmeister Matthias Dolderer ist heiß auf sein Heimspiel. mehr »
Matthias Dolderer freut sich auf das Heimrennen am Lausitzring.
Matthias Dolderer freut sich auf das Heimrennen am Lausitzring
Dolderer freut sich auf Heimrennen
In der Red Bull Air Race Master Class freut sich der deutsche Pilot Matthias Dolderer auf das Rennen am Lausitzring vor heimischer Kulisse. mehr »

Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft

Das Red Bull Air Race ist eine Rennserie für Leichtflugzeuge, die von der Red Bull Air Race GmbH organisiert wird. Die Red Bull Air Race GmbH ist ein 100% Tochterunternehmen der Red Bull GmbH. Sie untersteht dem Weltluftsportverband Federation Aeronautique Internationale (FAI) und wird auch als Formel 1 der Lüfte bezeichnet.

Geschichte des Red Bull Air Race

Das Red Bull Air Race wurde 2003 von Red Bull als Rennserie ins Leben gerufen. 2005 erhielt es den offiziellen Status einer Weltmeisterschaft. In der ersten WM-Saison traten zehn Piloten in sieben Rennen gegeneinander an. Die Rennen fanden in den USA und Europa statt. Bis 2010 steigerte sich das Teilnehmerfeld kontinuierlich auf 15 Piloten.

In der Saison 2010 kam es zum ersten Absturz während eines Wettkampfs. Im Training zum Air Race in Perth (Australien) verlor der Brasilianer Adilson Kindlemann die Kontrolle über sein Flugzeug, konnte aber leicht verletzt geborgen werden. Nach der Saison 2010 verkündete Red Bull, dass die Saison 2011 abgesagt wird, um die technologische Entwicklung und die Sicherheitsstandards der Rennen zu erhöhen. Daher wurde die Rennserie erst 2014 weitergeführt.

Seit 2014 findet das Red Bull Air Race wieder jährlich statt. Unterteilt ist das Red Bull Air Race in die Master Class und die Challenger Class. Der Challenger Cup ist die zweite Liga des Red Bull Air Race, in dem Nachwuchspiloten antreten, um sich für die Master Class zu qualifizieren.

Saisonverlauf des Red Bull Air Race

Seit 2014 umfasst eine Saison acht Rennen. Normalerweise finden die Rennen von Februar bis November statt. Die Rennorte variieren von Saison zu Saison. Seit 2014 gab es 17 verschiedene Austragungsorte. Lediglich Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) war bisher jedes Jahr im Veranstaltungskalender vertreten.

Red Bull Air Race: Flugzeuge & Piloten

Die Motoren und Propeller sind seit 2014 für alle Teilnehmer standardisiert. Bei der Entwicklung der Hülle und Tragflächen und in puncto Aerodynamik haben die Teams die Freiheit, eigene Ideen umzusetzen. Grundsätzlich gilt für die Flugzeuge, dass sie so leicht und wendig wie möglich konzipiert sein sollten, um den Parcours erfolgreich zu meistern. Dabei müssen die Flugzeuge eine hohe Stabilität aufweisen, da während der Rennen Fliehkräfte über 10g auftreten können.

Nachdem zu Beginn der Serie noch mehrere Flugzeugtypen vertreten waren, ist heute die Edge 540 (Zivko Aeronautics) das dominierende Modell. Lediglich die MXS-R (MX Aircraft) verhindert aktuell, dass die Rennserie nur ein Flugzeugmodell hat.

Um an der Master Class der Red Bull Air Race-Rennserie teilzunehmen, muss ein Pilot eine uneingeschränkte Superlizenz vorweisen. Für diese Superlizenz muss ein Nachwuchspilot Erfolge in von der FIA organisierten internationalen Wettkämpfen erringen und aktiver Kunstflugpilot sein. Piloten, die dem Red Bull Air Race Komitee diese Voraussetzungen vorlegen können, dürfen beim Red Bull Air Race Qualification Camp mit einer eingeschränkten Superlizenz teilnehmen. Hier können sie sich für den Challenger Cup qualifizieren. Über den Challenger Cup erfolgt die endgültige Qualifikation für die Master Class.

Ablauf eines Air-Race-Events

Ein Event findet in der Regel an einem Wochenende statt.

Bereits vor den eigentlichen Renntagen finden Trainingseinheiten auf dem Parcours statt.  Am ersten Renntag (Samstag) steht das Qualifying auf dem Programm. Dieses ist verpflichtend und legt die Startreihe für die Round of 14 fest. Am Sonntag sind die eigentlichen Rennläufe terminiert. In der Round of 14 treten immer zwei Piloten gegeneinander an, wobei der Schnellste des Qualifyings auf den Langsamsten trifft, der Zweitplatzierte des Qualifyings auf den Vorletzten und so weiter.

Die sieben Gewinner der Round of 14 und der zeitschnellste Verlierer starten in der Round of 8. Hier trifft wieder der Schnellste auf den Langsamsten und so weiter.
Die vier Gewinner der Round of 8 fliegen im Final 4. Hier entscheidet allein die Zeit über die endgültige Platzierung.

Regeln des Red Bull Air Race

Der Pilot muss in seinem Durchlauf den gesamten Parcours durchfliegen. Im Schnitt ist ein Parcours ungefähr sechs Kilometer lang. Dabei darf kein Tor verpasst werden. Die Tore werden durch zwei Pylone markiert, die 25 Meter hoch sind. Die Zone, die man zwischen den Pylonen durchfliegen muss, ist 10 Meter breit und 15 Meter über dem Boden. Die einzelnen Tore müssen dabei, wie beim Kanu-Slalom, in der vorgegebenen Richtung passiert werden. Wird ein Tor falsch durchflogen oder berührt, bekommt der Pilot eine Zeitstrafe. Diese wird am Ende zur Gesamtzeit addiert.

Eine 2-Sekunden-Zeitstrafe gibt es, wenn das Tor zu hoch oder zu tief passiert wird oder das Flugzeug beim Passieren des Tors nicht horizontal fliegt. Bei einer Berührung eines Pylons, gibt es eine 3-Sekunden-Zeitstrafe. Auch Disqualifikationen sind möglich. Diese werden ausgesprochen, wenn der Pilot gefährlich oder zu niedrig fliegt oder Pilot und Maschine zu leicht sind. Ert wird ebenfalls disqualifiziert, wenn beim Durchfliegen des Starttors die Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h überschritten wird. Früher wurden Piloten auch beim Überschreiten der 10g-Grenze disqualifiziert, dies wurde aber zur Saison 2018 geändert und wird nun mit einer 2-Sekunden-Zeitstrafe geahndet.

Punktvergabe für das WM-Klassement

Die zehn Bestplatzierten eines Rennens in der Master Class bekommen WM-Punkte in der Abstufung 15-12-9-7-6-5-4-3-2-1.

In der Challenger Class bekommen nur die fünf Bestplatzierten eines Rennens WM-Punkte: 10-8-6-4-2.

Red Bull Air Race: Titelträger

Aktueller Rekordsieger des Red Bull Air Race ist der Brite Paul Bonhomme mit drei WM-Titeln. Dazu belegte er im Gesamtklassement zweimal den zweiten und einmal den dritten Platz. Er hält auch den aktuellen Rekord für die meisten Einzelsiege (14).

Mit jeweils zwei Titelträgern haben die Vereinigte Staaten und Großbritannien die meisten Weltmeister. Die meisten WM-Titel zählt aktuell Großbritannien (4).

Insgesamt gab es bisher elf verschiedene Weltmeister. Der bislang einzige deutsche Weltmeister ist Matthias Dolderer, der 2016 triumphierte.

Die Piloten Peter Besenyei (Ungarn), Kirby Chambliss (USA) und Paul Bonhomme (Großbritannien) sind die einzigen Piloten, die seit 2003 an allen Weltmeisterschaften teilgenommen haben.

Das schnellste jemals beim Red Bull Air Race eingesetzte Flugzeug war eine Corvus Racer 540 mit 444 km/h. Die aktuellen Modelle Edge 540 und MXS-R haben eine identische Höchstgeschwindigkeit: 425,97 km/h.