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Sachsenring - Traditionelle Rennstrecke als Zuschauermagnet
Sachsenring - Traditionelle Rennstrecke als Zuschauermagnet © Getty Images
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Der Sachsenring gehört zu den traditionsreichsten Rennstrecken Deutschlands. Der Sachsenring ist bekannt für seine jährlich hohen Zuschauerzahlen. Besonders ist dabei, dass die Tribünen auch während der Trainingstage regelmäßig gut gefüllt sind.

Der Sachsenring gehört zu den traditionsreichsten Rennstrecken Deutschlands. Erstmals wurde 1927 ein Rennen auf dem, heute nicht mehr für den Motorsport genutzten, Straßenkurs in Hohenstein-Ernstthal ausgetragen. Mehr als 140.000 Zuschauer strömten zum damaligen Badberg-Vierecksrennen. Allerdings wurde der Rennbetrieb nach mehreren tödlichen Unfällen im zweiten Jahr zunächst wieder eingestellt und erst 1934 wieder aufgenommen. Seine Blütezeit erlebte der Sachsenring zwischen 1961 und 1972, als dort Rennen zur Motorrad-Weltmeisterschaft ausgetragen wurden.

Das Ende der DDR im Jahr 1990 brachte dann das endgültige Aus für die Naturrenstrecke, da diese den modernen Sicherheitsanforderungen nicht mehr entsprach. Zwischen 1992 und 1995 veranstaltete der ADAC Sachsen gemeinsam mit dem AMC Sachsenring Hohenstein-Ernstthal das Sachsenring-Rennen auf den tschechischen Strecken in Brünn und Most.

Nach Umbaumaßnahmen erlebte der Sachsenring 1996 sein rennsportliches Comeback. So gelang es den Veranstaltern, ab 1998 die Motorrad-Weltmeisterschaft zurückzuholen. Seit 2007 ist der Sachsenring zudem fester Bestandteil der ADAC GT Masters.

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Sachsenring - Daten und Fakten

Der heutige Sachsenring wurde im Jahr 1996 eröffnet und hat Länge von 3,771 Kilometern. Dabei verfügt er über insgesamt 14 Kurven.

Die Zuschauerkapazität liegt bei über 120.000 und ist damit deutlich kleiner, als an der alten Naturrenstrecke, welche 1990 stillgelegt wurde. So kamen rund 140.000 Zuschauer zu einem Lauf der gesamtdeutschen Motorradmeisterschaft im Jahr 1949.

Zu den wichtigsten Veranstaltungen des aktuellen Kalenders zählen die WM Läufe der MotoGP sowie die Rennen der ADAC GT Masters

Eigentümer und Betreiber der Strecke ist der ADAC Sachsen.

Rekorde auf dem Sachsenring

Rekordsieger auf dem Sachsenring ist der Italiener Giacomo Agostini, der zwischen 1966 und 1972 in der 350cm²- und 500cm²-Klasse elf Siege feiern konnte. Den letzten Sieg eines deutschen Motorradfahrers holte Dieter Braun im Jahr 1971.

In den vergangenen sechs Jahren konnte sich jeweils der Spanier Marc Marquez den Sieg in der MotoGP Klasse auf dem Lausitzring sichern.

Den aktuellen Rundenrekord hält Jonas Folger (Yamaha), der den Kurs 2017 in einer Zeit von 1:21:442 Minuten umrundete.

Tödliche Unfälle auf dem Sachsenring

Vor allem in den Anfangsjahren kam es immer wieder zu Unfällen, in deren Folge Rennfahrer oder Zuschauer ums Leben kamen.

So gab es 1934 bei der ersten Austragung des Grand Prix von Deutschland mit dem Schweden Gunnar Kalen sowie den beiden Belgiern Pol Demeuter und Erik Haps gleich drei Todesfälle zu beklagen.

Nachdem es 1990 erneut zu drei tödlichen Unfällen kam, wurde die Strecke bis zur Neueröffnung 1996 stillgelegt. Seitdem kam mit Enrico Becker (2014) nur noch ein Rennfahrer ums Leben.

Insgesamt verunglückten 20 Motorsportler auf dem Lausitzring tödlich.

Zuschauer am Sachsenring

Der Sachsenring ist bekannt für seine jährlich hohen Zuschauerzahlen. Besonders ist dabei, dass die Tribünen - im Gegensatz zu anderen Rennstrecken - auch während der Trainingstage regelmäßig gut gefüllt sind.

Seit der Rückkehr der Moorrad-Weltmeisterschaft auf den Sachsenring 1998 konnten die Zuschauerzahlen kontinuierlich gesteigert werden. Erstmals kam es 2008 zu einem Rückgang der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr.

Dennoch zählt der Grand Prix in Sachsen mittlerweile - neben dem Lauf in Spanien - zu den am besten besuchten im Kalender der Motorrad-WM.

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