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Spektakuläres Auto weckt Erinnerungen an Le Mans 1995: McLaren Senna GTR
Spektakuläres Auto weckt Erinnerungen an Le Mans 1995: McLaren Senna GTR © McLaren
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McLaren zeigt den Senna GTR, Aston Martin den Valkyrie AMR Pro: Die mögliche Zukunft von Le Mans unterschiedlich interpretiert - Toyota überrascht mit GTE-Supra

Mit Spannung haben viele Fans der Langstreckenszene am heutigen Dienstag nach Genf geblickt. Auf dem dortigen Automobil Salon 2018 hatten McLaren, Aston Martin und Toyota zu großen Präsentationen gerufen. Die drei Hersteller könnten Teil der neuen Generation in Le Mans und in der WEC sein, wenn zur Saison 2020/21 voraussichtlich ein GTP-ähnliches Konzept für die Topklasse umgesetzt wird, das die bisherige LMP1 ablösen soll.

Die drei Marken präsentierten Tatsächlich Leckerbissen auf ihren Bühnen, ohne jedoch dabei konkrete Aussagen zu zukünftigen Motorsportengagements zu tätigen. Den spektakulärsten Anblick bot ohne Zweifel der Aston Martin Valkyrie AMR Pro. Die 1.100 PS starke Flunder, die in Zusammenarbeit mit Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey entstanden ist, könnte die Basis für ein Engagement der Briten in der Topklasse von Le Mans bilden. Aston Martin hatte sein entsprechendes Interesse bereits mehrfach bekundet.

"Es ist großartig zu sehen, dass der Valkyrie AMR Pro in Genf enthüllt wurde. Dieses Auto ist der nächste Schritt in der Zusammenarbeit von Red Bull Racing und Aston Martin", so Red-Bull-Formel-1-Teamchef Christian Horner, der gemeinsam mit Adrian Newey das Tuch vom neuen Gefährt zog. "Schon bei der Straßenversion ist viel aus meiner Formel-1-Erfahrung eingeflossen, aber beim AMR Pro konnte ich abseits der Legalität für den Straßenverkehr natürlich weiter gehen", frohlockt Newey, der "beeindruckende" Rundenzeiten von seiner Schöpfung erwartet.

Rundenzeiten des Aston Martin Valkyrie AMR Pro? Vor dem Hintergrund, dass die Briten mit keiner SWilbe von Renneinsätzen sprechen, ist dies eine hoch interessante Aussage von Newey. Vom Valkyrie AMR Pro werden 2020 nur 25 Stück gebaut. Alle Exemplare sind bereits verkauft. Das Fahrzeug könnte in der WEC der Zukunft unter anderem gegen den McLaren Senna GTR um Gesamtsiege kämpfen. Eine entsprechende Version stellte der Hersteller aus Woking in Genf vor.

Eine Stückzahl von 75 verspricht McLaren für Interessenten am Senna GTR. Das neue Auto soll die Serie von F1 GTR und P1 GTR fortsetzen. Mit 825 PS, einem Leergewicht von unter 1.200 Kilogramm und einem Aeropaket für bis zu einer Tonne Abtrieb soll das Fahrzeug "der schnellste McLaren aller Zeiten abseits der Formel 1" sein, heißt es vom Sportwagenhersteller. Statt GTE gehen die Briten nun offenbar in die Richtung von Aston Martin und Toyota - also GTP, oder wie immer auch die Topklasse in Zukunft heißen mag.

Die Japaner, die in der bevorstehenden Supersaion der WEC 2018/19 weiterhin mit ihrem LMP1-Hybridauto auf Siegesjagd gehen werden, hatten im Januar das "GR Super Sport Concept" vorgestellt. Dieses Fahrzeug, das sogar Testrunden in Fuji absolvierte, gilt als sehr reale Vorschau auf die künftigen Le-Mans-Topautos. Umso überraschender war das, was Toyota am heutigen Dienstag auf der Bühne in Genf enthüllte: GR Supra Racing Concept - eine Rennversion der Neuauflage der Ikone.

Das Konzeptfahrzeug wurde von TMG (Toyota Motorsport GmbH) in Köln auf Basis des aktuellen GTE-Regelwerks entwickelt. Allerdings beschränkte man sich dabei auf das Chassis, im Fahrzeug ist bislang gar kein Antrieb verbaut. Blickt Toyota nun tatsächlich auf die GTE-Klasse? Eher nein. "Wir können keine konkreten Aussagen zu zukünftigen Plänen im Motorsport tätigen. Wir ziehen aber unterschiedliche Optionen in Betracht", heißt es von einem Toyota-Sprecher.

© Motorsport-Total.com

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