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Der Rebellion R13 erinnert optisch sehr stark an das LMP2-Auto von Oreca
Der Rebellion R13 erinnert optisch sehr stark an das LMP2-Auto von Oreca © Rebellion Racing
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1.500 Kilometer Laufleistung, solide Rundenzeiten beim Prolog der WEC 2018/19 in Le Castellet: Der neue Rebellion-Gibson R13 hinterlässt auf Anhieb starken Eindruck

Rebellion hat den Prolog der WEC 2018/19 am vergangenen Freitag und Samstag für erste Testfahrten mit dem neuen R13 genutzt. Das Auto, das von Oreca auf Basis des LMP2-Fahrzeugs (Oreca 07) entworfen und gebaut wurde, schafft mit dem neuen LMP1-Antrieb von Gibson im Heck aus dem Stand 263 Runden (1.522 Kilometer) auf der Strecke von Le Castellet. In 1:37.044 Minuten war Andre Lotterer nur um 0,010 Sekunden langsamer als Witali Petrow im schnellsten Privat-LMP1 von SMP.

"Wenn man bedenkt, dass unser neuer R13 erst am Montagabend fertig geworden ist und wir anschließend gerade einmal fünf Runden beim Shakedown und zwei Runden bei den Filmaufnahmen hatten, dann war dieser erste Tests für uns sehr positiv", fasst Teamchef Bart Hayden zusammen. "Die Performance war aus dem Stand okay, wenngleich da noch Arbeit zu machen ist. Die Standfestigkeit war auch zufriedenstellend. Ob das aber reichen wird, Toyota in Le Mans zu gefährden? Man muss es abwarten, aber ich habe meine Zweifel."

"Für uns war dieser erste Test absolut top. Man muss bedenken, dass das neue Auto vor dem Prolog eigentlich gar nicht gerollt ist. Daher war es schön zu sehen, dass wir sofort gut dabei waren und das Auto gut gehalten hat", meint Neel Jani, der die Rennstrecke von Paul Ricard bereits nach dem ersten Tag verließ. Während Andre Lotterer noch in der Nacht zu seinem VLN-Einsatz in die Eifel flog, hatte Jani Verpflichtungen bei seinem Arbeitgeber Porsche.

"Wenn man unseren Auftritt mal ins Verhältnis setzt beispielsweise zu SMP, die schon sehr viele Tests hatten, dann kann man es nur positiv sehen. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns. Es geht vor allem um zahlreiche Details, die noch viel zur Performance beitragen werden", erklärt der Schweizer, der in den kommenden Tagen erstmals Vater werden wird. "Das Handy ist immer an, in dieser Woche ist der errechnete Termin", verrät er. Zurück zur Testarbeit in Le Castellet.

"Die Standfestigkeit war sofort recht gut. Das ist es, was in Le Mans der Schlüssel sein kann. Allein über Speed werden wir Toyota nicht gefährden können. Wir können unseren Erfolg nur über maximale Zuverlässigkeit suchen", sagt Jani. "Beim Prolog war erst ein Auto fertig. Den nächsten Test haben wir Ende April. Dann fahren wir mit zwei Fahrzeugen." Rebellion wird am 24. und 25. April in Magny-Cours testen, vor Le Mans ist ein weiterer Test mit zwei Autos in Monza geplant.

"Dann geht es darum, die Erkenntnisse vom Prolog umzusetzen und die Autos zu 'personalisieren'. In Le Castellet haben wir uns mit sechs Fahrern ein Auto geteilt, da kann man keine Abstimmung in eine Richtung erarbeiten, sondern muss es für alle passabel fahrbar gestalten", erklärt Jani, der sich bereits auf den Saisonauftakt am ersten Maiwochenende freut: "Spa wird für uns noch eine Art Übungs- und Lernrennen. Für Le Mans wollen wir bereit sein. Mal schauen, was dann dort geht."

© Motorsport-Total.com

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