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Aus Le Mans wird nichts: Robert Kubica verpürt einen gewissen Schmerz
Aus Le Mans wird nichts: Robert Kubica verpürt einen gewissen Schmerz © LAT
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Robert Kubica entschied sich gegen ein Engagement mit Manor bei den 24 Stunden von Le Mans und in der WEC - Beim Thema Le Mans schmerzt es ihn ein bisschen

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Der Traum wurde nicht wahr: Robert Kubica hat sich gegen ein Engagement bei Manor (TRSM) in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2018/19 entschieden. Eine Entscheidung, die zwar angesichts der Nachteile, die ein LMP1-Engagement mit sich gebracht hätte, nicht unbedingt schwer gewesen ist, aber eben doch einen Preis erfordert hat: Die 24 Stunden von Le Mans gleich zweimal sausen lassen zu müssen, täte schon weh, sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Le Mans ist ein solch historisches Rennen und die absolute Spitze des Langstreckensports", findet der Pole. Unterhaltsame Randnotiz: In jenem Statement verwechselt er das Wort "pinnacle" mit "pineapple", was wörtlich übersetzt dann wahlweise bedeutet, dass Le Mans die "Ananas" oder "Handgranate" des Langstreckensports wäre.

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"Natürlich sind auch die anderen Rennen eine Herausforderung", so der 33-Jährige weiter. "Es ist nun nicht so, dass sie ein Freizeitvergnügen sind, aber Le Mans ist aus Fahrer- und Teamsicht die größte Herausforderung. Es ist ein 24-Stunden-Rennen, das das gesamte Team, die Fahrer und das Auto an ihre Grenzen bringt. Es gibt so viele Dinge, über die man sich als Rookie im Vorfeld klar werden muss, die nicht direkt mit dem Auto zusammenhängen. Etwa, wie man an die ganze Sache herangeht. Das macht es so faszinieren und spannend."

Das sei aber auch genau der Grund, warum er sich nach den Testfahrten gegen das Engagement entschieden hat: "Letztendlich gaben zeitliche Gründe den Ausschlag, weil ich bei Williams stark eingespannt bin. Es wäre zwar möglich gewesen, das zu machen. Aber dann wäre ich in fünf Monaten genau acht Tage zu Hause gewesen. Es wäre schlicht zu viel geworden. Ich denke, es ist besser, sich auf eine Sache zu konzentrieren und sie richtig zu machen als zwei, wo dann das Risiko besteht, dass man es nicht vernünftig macht."

Er verweist auch Gerüchte, dass eine zu schlechte Performance des Fahrzeugs eine Rolle bei der Entscheidung contra LMP1 gespielt habe, ins Reich der Fabeln: "Die Performance war kein Problem. Es ging mehr um zeitliche Dinge, wie viel ich mich in das Projekt einbringen könnte. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es besser wäre, es nicht zu tun."

Ein mögliches Kräfteverhältnis konnte er allerdings ablesen: "Das SMP-Fahrzeug war in Aragon sehr schnell. Sie werden wahrscheinlich die Benchmark bei den Privatiers werden. Natürlich spielen sich viele Sachen im Hintergrund beim Reglement mit Hybrid und Nicht-Hybrid ab, das sind quasi zwei unterschiedliche Kategorien. Es wird also interessant werden und es ist schade, dass ich Le Mans nicht erleben kann. Aber schlussendlich möchte ich mich auf Williams konzentrieren."

© Motorsport-Total.com

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