vergrößernverkleinern
Neel Jani und seine Kollegen durften sich zunächst noch über P3 freuen
Neel Jani und seine Kollegen durften sich zunächst noch über P3 freuen © LAT
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Dass Rebellion trotz schlechter Vorbereitung mit beiden Autos über die Distanz kam, wertet Neel Jani als großen Erfolg, trotzdem gibt es noch viele Baustellen

©

Die Disqualifikation aufgrund eines zu dünnen Unterbodens bringt Rebellion um einen starken Podestplatz, dennoch kann dem Privatteam das Erreichte bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps keiner mehr nehmen. Denn Rebellion erreichte mit zwei Fahrzeugen das Ziel, womit nach der schwierigen Vorbereitung nicht unbedingt zu rechnen war. "Megaerfolg", betitelt Neel Jani gegenüber 'Motorsport-Total.com' den Fakt, dass man über die Distanz kam.

Denn längere Fahrten waren mit dem R13 bislang nicht drin. Bruno Senna hatte den Boliden in Magny-Cours mal über 18 Runden bewegt, "sonst sind wir nie länger gefahren", so Jani. "Von dem her war das schon einmal sehr gut." Auf dieser Grundlage will man bei den Schweizern aufbauen, ansonsten war trotz des (später aberkannten) Podestplatzes sportlich nicht alles Gold, was glänzt.

Anzeige

Zwar war Rebellion in Belgien "Best of the Rest", allerdings konnte man gegen Toyota keinen Blumentopf gewinnen: Zwei Runden Rückstand sprechen eine deutliche Sprache. "Es ist klar, dass wir sehr viele Dinge verbessern können. Das müssen wir auch, wenn wir eine Chance haben wollen", fordert der Schweizer von seinem Team deutliche Steigerungen in vielen Bereichen.

Vor allem Set-up und Aerodynamik sollten bei Rebellion im Fokus stehen. "Das Auto wird immer langsamer über die Renndistanz. Da haben wir schon sehr viel verloren", hadert er. Zudem bekam Rebellion starke Probleme mit zunehmendem Pick-Up und muss ein Auge auf das Thema Benzinsparen haben, denn gerade dort verliert man laut Jani eine Menge Zeit.

Rebellion musste in Spa eine Menge Benzinsparen betreiben, was für die Schweizer jedoch ein schwieriger Aspekt ist. Man habe nicht die entsprechende Software und nicht die Kapazität, um ein effizientes Benzinsparen durchzuführen. "Das heißt, wir machen immer Fuel-Saving, das viel zu hoch ist", so Jani. "Sprich: Wir verschenken Zeit."

Spa-Francorchamps war für Rebellion in gewisser Weise eine Art Testlauf, bevor es im Sommer in Le Mans so richtig zählt. In Monza will das Team demnächst weiter testen, doch Jani geht nicht davon aus, dass sich bis zum Klassiker an der Sarthe alle Probleme lösen lassen. "Es ist einfach zu viel", sagt er. Der gestrige Samstag war dennoch ein erster Erfolg - auch wenn am Ende null Punkte für die #1 zu Buche stehen.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image