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Beide Toyotas laufen bei den 24 Stunden von Le Mans ohne Probleme - Fernando Alonso und seine Teamkollegen liefern sich heißen Kampf mit Schwesterfahrzeug

Die 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans sieht in den ersten acht Stunden eine Dominanz der Toyota TS050 Hybrid, die in der LMP1-Kategorie ohne Gegner sind. Da bislang beide Hybriden problemlos laufen, ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Die beiden Toyotas #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) und #8 (Alonso/Buemi/Nakajima) fliegen im Paarflug um die Strecke und wechseln sich auf Position eins immer wieder ab.

In der Verfolgerrolle befand sich lange Zeit der SMP-BR1 #17 (Sarrazin/Orudschew/Issaakjan), der überraschend mit den Rebellion R13 mithalten konnte. Er wurde bedrängt vom Rebellion #3 (Laurent/Beche/Menezes), der unmittelbar dran war. Vielleicht war der Druck zu hoch, denn Matewos Issaakjan flog um kurz vor 23 Uhr in Maison Blanche ab. Der Rebellion #1 (Lotterer/Jani/Senna) hat nach einer Berührung beim Start eine neue Front erhalten und zwei Runden Rückstand.

Das war auch schon der letzte LMP1 an der Spitze. Die beiden Manor-Ginettas fahren zwar noch, sind mit ihren Rundenzeiten aber mitten im LMP2-Feld. Der ByKolles-CLM #4 (Webb/Kraihamer/Dillmann) schied nach einem Unfall in der Corvette-Kurve im Verkehr aus. Die anderen beiden Dallara BR1 haben reichlich Zeit verloren: Am DragonSpeed-BR1 #10 (Hedman/van der Zande/Hanley) musste nach einem Ausrutscher die Lichtmaschine gewechselt werden, weil der beschädigte Unterboden eine Riemen durchtrennt hatte. Und der SMP-BR1 #11 (Petrow/Aljoschin/Button) jagt nach Motorproblemen dem Feld mit 50 Runden Rückstand hinterher.

In der LMP2 hat sich der G-Drive-Oreca #26 (Russinow/Pizzitola/Vergne) einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Nur fünf LMP2 sind noch in einer Runde. Neben dem führenden Oreca handelt es sich um den IDEC-Oreca #48 (Lafargue/Chatin/Rojas), den Paniz-Barthez-Ligier #23 (Buret/Canal/Stevens), den Alpine #36 (Lapierre/Negrao/Thiriet) und den Graff-Oreca #39 (Capillaire/Hirschi/Gommendy). Juan Pablo Montoyas Mini-chance auf die Triple Crown ist noch kleiner geworden, seit er den United-Autosports-Ligier #32 (Montoya/de Sadeleer/Owen) in der Indianapolis-Kurve in den Kies gestopft hat.

SC-Glück beschert Porsche Riesenführung

Das größte Glück hatte die Porsche-Mannschaft #92 (Christensen/Estre/Vanthoor). Durch zwei Safety-Cars in den Abendstunden hat der Porsche 911 RSR eine Führung von 1:40 Minuten geschenkt bekommen. Grund ist, dass der Porsche noch einen SC-Zug erwischt hat, während alle Fahrzeuge dahinter von einem anderen Safety-Car eingefangen wurden. Dadurch wurde das Feld völlig auseinandergerissen.

Derzeit führen drei Porsche. Die #92 mit großem Vorsprung vorne weg, dahinter führt der Porsche #91 (Lietz/Bruni/Makowiecki) den GTE-Pro-Zug an, der bis runter zu Platz neun geht. Solange dem führenden Porsche nichts passiert, ist das aber nur noch ein Kampf um die zweite Position. Hauptbeteiligte natürlich Porsche, aber auch der überraschend starke MTEK-BMW #81 (Tomczyk/Catsburg/Eng). Corvette, Ford und Ferrari sind ebenfalls in dieser Verfolgergruppe vertreten. Lediglich Aston Martin ist mit dem neuen Vantage GTE chancenlos.

Natürlich gab es einige Abstriche zu machen: Corvette hat mit der #64 (Gavin/Milner/Fässler) fünf Runden wegen eines Aufhängungsschadens verloren, der Porsche #94 (Bernhard/Dumas/Müller) steht aus demselben Grund noch immer an der Box. Auch der AF-Corse-Ferrari #71 (Rigon/Bird/Molina) hat mehrere Runden Rückstand. BMW musste an der #82 (Farfus/da Costa/Sims) einen Dämpfer tauschen, was zwei Runden gekostet hat.

In der GTE Am führt weiterhin recht deutlich der Proton-Porsche #77 (Campbell/Ried/Andlauer). Den größten Aufreger bislang lieferte hier Paul Dalla Lana, der den Aston Martin #98 (Lamy/Dalla Lana/Lauda) in der Abenddämmerung in die Reifenstapel in der ersten Porsche-Kurve feuerte. Das Auto fährt wieder, hat aber zwölf Runden verloren.

© Motorsport-Total.com

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