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Aston Martin will in den kommenden Jahren dem GT-Sport treu bleiben
Aston Martin will in den kommenden Jahren dem GT-Sport treu bleiben © LAT
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Die Veränderungen in der LMP-Kategorie der WEC beeinflussen das GT-Programm von Aston Martin nicht - Der Hersteller bleibt seinem Plan treu

Die LMP-Kategorie der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht vor einer Revolution: Ab der Saison 2020/21 sollen Hyper- und Supercars in der Spitzenkategorie der WEC zum Einsatz kommen. Aston Martin will sein GT-Programm in der beliebten Langstreckenserie trotz der Entwicklung im Topsegment, in dem die Kosten auf rund ein Viertel reduziert werden sollen, fortsetzen. Die Marke erwägt trotzdem einen Einstieg in die Hypercar-Kategorie und in die DTM.

"Was auch immer in der LMP-Kategorie passiert, wird sind langfristig im GT-Sport vertreten", sagt Aston-Martin-Präsident David King. "Seit unserer Rückkehr (im Jahr 2005; Anm. d. Red.) fahren wir GT-Rennen und daran wird sich nichts ändern." Die Option, in die neue Topkategorie der WEC einzusteigen, müsse noch genau analysiert werden, so King weiter. Jedoch wolle der Hersteller sein GT-Engagement niemals opfern.

Einen möglichen DTM-Einstieg kommentiert der Präsident: "Wir schauen immer nach Möglichkeiten im Rennsport. Unser Kern ist aber die Sportwagen-Szene." Jedoch verdichten sich die Zeichen, dass Aston Martin in die deutsche Tourenwagenserie einsteigt und sogar Unterstützung aus Deutschland erhalten wird. AF Racing und HWA sind eine Kooperation eingegangen, weshalb auch Aston Martin mit dem Einstieg in Verbindung gebracht wird. AF Racing nimmt als R-Motorsport in verschiedenen GT-Serien teil. 2020 soll R-Motorsport mit Red Bull in die DTM einsteigen. AF Racing ist außerdem strategischer Partner des Hyper-Sportwagenprojekts Aston Martin Valkyrie, das von Adrien Newey entwickelt wurde.

Aston Martin endlich in der WEC angekommen?

In der WEC macht Aston Martin mit seinem neuen Vantage AMR große Fortschritte. GTE-Pro-Pilot Alex Lynn sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Im Werk wurde hart daran gearbeitet, die Leistung des Autos zu verbessern. Gerade im Qualifying hat das schon große Auswirkungen." Jedoch würden Rennen nicht im Qualifying gewonnen werden, betont der Aston-Martin-Pilot. Jetzt müssten auch noch die Reifen halten, wenn der Vantage AMR schnell gefahren wird.

Der Reifenverschleiß sei für die Aston-Martin-Mannschaft noch immer das größte Problem. Da aber die Pace im Qualifying stimmen würde, könne sich die Marke jetzt darauf konzentrieren, das Auto für ein 6-Stunden-Rennen zu optimieren, so Lynn weiter. Er sagt: "Wir werden bis Fuji einen weiteren Schritt vorwärts machen. Wenn die Balance of Performance (BoP) es zulässt, können wir vielleicht vorne mithalten."

In Silverstone hat Lynn mit seinem Teamkollegen Maxime Martin das bisher beste GTE-Pro-Resultat für Aston Martin herausgefahren. Das Duo landete in Großbritannien auf dem vierten Platz in der GTE-Pro-Wertung. Marco Sörensen und Nicki Thiim hatten hingegen mit einem Getriebeproblem zu kämpfen, weshalb das dänische Duo nach hinten zurückgereicht wurde. Sie landeten letztendlich auf dem achten Platz.

"Wir müssen sowohl das neue Auto als auch die Reifen besser verstehen", erklärt Lynn. "Positiv ist, dass wir uns jedes Rennen verbessern. In Fuji können wir bestimmt um einen Platz auf dem Podium kämpfen." In der GTE-Am-Wertung kommt noch das Vorjahres-Modell zum Einsatz. In dieser Wertung fuhren Jonathan Adam, Salih Yoluc und Charlie Eastwood in Silverstone auf Platz zwei. Einzig allein der Porsche 911 RSR gesteuert von Christian Ried, Matt Campbell und Julien Andlauer war schneller als das Aston-Martin-Trio.

© Motorsport-Total.com

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