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Muss Sam Bird das Cockpit im Ferrari #71 wegen dem Formel-E-Kalender räumen?
Muss Sam Bird das Cockpit im Ferrari #71 wegen dem Formel-E-Kalender räumen? © LAT
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Die Nennliste für die 4 Stunden von Silverstone 2019 offenbart Neuigkeiten aus dem WEC-Fahrermarkt: Muss Sam Bird die WEC verlassen?

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Mit der Nennliste zu den 4 Stunden von Silverstone 2019, dem Auftakt zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2019/20, haben sich auch einige bislang freie Plätze an diversen Stellen im Feld geklärt. So wird unter anderem Toyota-Junior Kenta Yamashita in der LMP2 bei High Class Racing geparkt.

Ins Auge sticht jedoch eine hochklassige Leerstelle: Der Teamkollege von Davide Rigon auf dem AF-Corse-Ferrari #71 ist derzeit mit "tba" gekennzeichnet. Grund dafür ist, dass für seinen bisherigen Teamkollege Sam Bird die Terminkollisionen mit der Formel E zum Problem werden.

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Der Kalenderentwurf, der in der Elektroformelserie für heftige Diskussionen wegen gleich drei WEC-Überschneidungen sorgt, droht Bird aus der WEC zu werfen. Der Virgin-Pilot müsste seinen Ferrari-Platz in diesem Falle abgeben. Mögliche Ersatzkandidaten wären Miguel Molina und Daniel Serra.

Ein Ferrari-Sprecher sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Sam möchte gerne in der Formel E weitermachen, weshalb wir noch in Gesprächen sind. 2017 hat er beim WEC-Lauf auf dem Nürburgring [aufgrund der Überschneidung mit der Formel E in New York) ausgesetzt, aber zwei Kollisionen wären ein Problem und würden zu einer Änderung in seinem Vertrag führen. Wir müssen noch etwa zehn Tage abwarten."

Probleme gibt es derzeit an folgenden Stellen: Das 8-Stunden-Rennen in Bahrain im Dezember kollidiert mit dem noch offenen Slot im Formel-E-Kalender (voraussichtlich Marrakesch). Die 1.000 Meilen von Sebring liegen in Konflikt mit dem chinesischen Formel-E-Lauf, dessen genauer Austragungsort noch nicht feststeht. Und die 6 Stunden von Spa stoßen mit dem neuen Formel-E-Rennen in Seoul zusammen.

Von den Terminkollisionen betroffen sind auch die Toyota-Piloten Sebastien Buemi und Jose-Maria Lopez sowie Alex Lynn von Aston Martin. Buemi hat einen Deal mit Toyota, der es ihm erlaubt, Rennen auszulassen, die keine drei Fahrer erfordern, während bei Lopez und Lynn die WEC Priorität hat. Die FIA will die Kollisionen prüfen, Jean Todt sagte aber, dass er kein magisches Zepter habe.

Zahlreiche Plätze besetzt, aber einige noch offen

Toyota bringt schon einmal einen Junior in der LMP2-Klasse in Stellung: Kenta Yamashita wird in der Saison 2019/20 bei High Class Racing in der LMP2 Erfahrung an der Seite von Mark Patterson und Anders Fjordbach sammeln können. Yamashita wurde 2016 japanischer Formel-3-Meister und stieg daraufhin in Super GT und Super Formula auf. Derzeit führt er die Super-GT-Wertung gemeinsam mit Kazuya Oshima an.

Daneben wurden weitere Plätze für Silverstone vergeben: Will Stevens wird für Jackie Chan DC Racing an der Seite von Ho-Pin Tung und Gabriel Aubry an den Start gehen.

Aston-Martin-Werksfahrer Jonny Adam unterstützt Charlie Eastwood und Salih Yoluc bei TF Sport. Im anderen Aston Martin stehen Paul Dalla Lanas Teamkollegen überraschenderweise noch nicht fest. Mit Pedro Lamy und Mathias Lauda formte er über Jahre ein schlagkräftiges Team.

Auch das Porsche-Lager rotiert seine Werksfahrer in der GTE Am: Matteo Cairoli wechselt von Dempsey-Proton zu Project 1, während Jörg Bergmeister im zweiten Porject-1-Porsche gelistet ist, für den die Amateure noch nicht feststehen. Cairolis alten Platz übernimmt Thomas Preining, der vergangenes Jahr für Gulf Racing an den Start gegangen ist. Jenes Team steht derzeit noch ohne dritten Fahrer da.

© Motorsport-Total.com

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