vergrößernverkleinern
Stand Sebastien Ogier kurz vor einem Deal mit Martin Prokop und Volkswagen?
Stand Sebastien Ogier kurz vor einem Deal mit Martin Prokop und Volkswagen? © xpbimages.com
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Weltmeister Sebastien Ogier wäre laut Martin Prokop um ein Haar nicht bei M-Sport gelandet - Der Franzose sollte einen privaten Polo R WRC für sein Team pilotieren

©

Nach dem Ausstieg von Volkswagen aus der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) war die Zukunft von Weltmeister Sebastien Ogier lange unklar. 2017 geht der Serienchampion für M-Sport an den Start, doch laut Martin Prokop wäre um ein Haar alles anders gekommen. Gegenüber 'Autosport' hat der 34-Jährige nun verraten, dass er sich mit Ogier bereits über einen privaten Einsatz des neuen Volkswagen Polo R WRC einig war. Letztendlich scheiterte das Projekt allerdings.

"Es war bereits alles arrangiert", sagt Prokop und verrät: "Red Bull, ein Partner von Sebastien, war in das Projekt involviert." Doch stattdessen prangt das Bullen-Logo nun auf auf dem Ford Fiesta WRC von M-Sport. "Es was eine wundervolle Idee: der Polo WRC bei uns in Jihlava (Teambasis in Tschechien; Anm. d. Red.), Sebastien Ogier in einem Auto, das von unserem Team betreut wird", erklärt Prokop.

Anzeige

"Selbst den Leuten bei Volkswagen hat die Idee gefallen, dass ihr Auto nicht im Museum endet", so der 34-Jährige weiter. Doch was lief letztendlich schief? "Kurz vor der Vertragsunterzeichnung wurde Volkswagen Geld aus Katar versprochen", erklärt Prokop das Scheitern des Deals. Hintergrund: Bereits im Winter gab es Gerüchte, laut denen Nasser Al-Attiyah in Katar ein privates WRC-Team aus dem Boden stampfen könnte.

"Alles war blockiert", ärgert sich Prokop und verrät: "Ogier hat sich großzügig gezeigt und die Deadline zur Vertragsunterzeichnung zweimal verlängert." Doch weil es mit Volkswagen weiterhin nicht vorwärts ging, unterschrieb der Weltmeister Mitte Dezember bei M-Sport. Prokop schloss sich stattdessen mit Mads Östberg zusammen, doch die Volkswagen-Autos konnten sich die beiden ebenso wenig sichern wie die Investoren aus Katar.

Anfang der Woche wurde nun bekannt, dass eine Startgenehmigung für den neuen Polo endgültig vom Tisch ist. Die FIA lehnte eine Ausnahmeregelung ab. "Wir akzeptieren diese Entscheidung, bedauern es aber im Interesse unserer Kunden. Wir bedanken uns bei der FIA für die konstruktiven Gespräche", erklärte Volkswagen-Motorsportchef Sven Smeets. Prokop und Östberg setzen nun auf zwei Ford Fiestas.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image