vergrößernverkleinern
Sebastien Loeb soll wieder die komplette WRC fahren, wenn es nach Citroen ginge
Sebastien Loeb soll wieder die komplette WRC fahren, wenn es nach Citroen ginge © LAT
teilenE-MailKommentare

Citroen bittet Sebastien Loeb, ab der WRC-Saison 2019 doch wieder Vollzeit in der Rallye-WM anzutreten - Doch lässt der sich überreden?

Mit seiner zwischenzeitlichen Führung bei der Rallye Mexiko 2018 und dem fünften Endrang trotz Reifenschadens hat Sebastien Loeb einen äußerst starken Eindruck hinterlassen. Zwar verbieten sich Vergleiche mit dem späteren Sieger Sebastien Ogier, weil dieser am Eröffnungstag die Straßen fegen musste, doch das Citroen-Team hat Selbstbewusstsein getankt. So sehr, dass man am liebsten gleich wieder komplett auf die Dienste des Rekordweltmeisters setzen würde.

"Es ist, als wäre der Boss zurück", beschreibt Kris Meeke die Wirkung, die die Anwesenheit Loebs im Citroen-Camp ausgelöst hat. "Es ist dasselbe wie mit Seb Ogier bei M-Sport. Plötzlich ist ein mehrmaliger Weltmeister im Team und alle legen noch eine Schippe drauf. Seb ist die Krone des Rallyesports. Er bringt eine Aura mit, die jeden im Team sofort erfasst. Wir hätten hier beide mit Leichtigkeit auf dem Podium landen können. Leider haben wir beide einen Fehler gemacht."

"Ich habe immer gesagt, dass ich ihn wieder im Team haben will und diese Rallye untermauert das nur", sagt der Nordire weiter. "Hätte ich die Chance, eine komplette Saison an seiner Seite zu absolvieren - ich würde so viel lernen. Er kam und machte sofort einen außerordentlichen Job. Könnt ihr euch vorstellen, was wir für ein Team hätten, wenn wir ihn dabei hätten und Craig (Breen) im dritten Auto? Wir wären in der Hersteller-WM ganz vorne dabei. Warum sollten wir uns darum nicht für nächstes Jahr bemühen?"

Auch Citroen-Teamchef Pierre Budar hat viel Lob für Loeb übrig: "Mexiko hat seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir haben gesehen, dass er immer noch unglaublich schnell ist und sich schnell auf ein neues Auto einstellen kann. Als er am zweiten Tag die Führung übernahm, sind alle an ihre Grenzen gegangen. Wir hätten nicht erwartet, dass er so schnell da vorne mitmischen würde. Wir wussten, dass er ein paar schöne Dinge drauf hat, aber hätten erwartet, dass er mehr Zeit benötigen würde."

Und was hat der Franzose selbst zu einem möglichen Comeback zu sagen? Er lässt sich im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' nicht in die Karten schauen: "Dieses Jahr werde ich Rallycross mit Peugeot machen. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Und als ich mit der WRC aufgehört habe, wusste ich, warum. Daran hat sich nichts geändert." Als einen der Gründe führte er damals das viele Reisen an. "Jetzt fahre ich und es ist cool, aber die ganze Meisterschaft? Ich weiß nicht, geplant ist das derzeit nicht."

Ebenso lehnt er übrigens einen Start bei der Rallye Deutschland 2018 ab, seinem früheren Lieblingsevent. "Das Problem ist, dass ich da Ferien habe. Ich werde am Strand sein", grinst er.

© Motorsport-Total.com

teilenE-MailKommentare