vergrößernverkleinern
Sebastien Ogier macht seinen dritten WRC-Saisonsieg perfekt
Sebastien Ogier macht seinen dritten WRC-Saisonsieg perfekt © M-Sport
teilenE-MailKommentare

Sebastien Ogier hat die WRC-Rallye Frankreich gewonnen - Der Franzose legte den Grundstein am Freitag, als Sebastien Loeb ausfiel

M-Sport-Pilot Sebastien Ogier (Ford) hat den Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auf Korsika gewonnen. Der Franzose legte den Grundstein am Freitag, als er seiner Konkurrenz rund einer halben Minute enteilte. Am Samstag und Sonntag ließ der aktuelle Weltmeister nichts anbrennen und verwaltete den Vorsprung. Bei der Powerstage reichte es für ihn für Platz drei, wofür er drei Bonuspunkte erhielt.

"Es war ein tolles Wochenende", resümiert Ogier die Rallye. "Ich bin mit unserer Leistung am Freitag sehr zufrieden. Es ist toll, dass wir das Auto stetig weiterentwickeln konnten. Wir waren schneller als im vergangenen Jahr. Wir haben unseren Job gemacht." Für Ogier war es bereits der dritte Sieg in der WRC-Saison 2018. Auf Platz zwei landete Ott Tänak (Toyota), dem 36,1 Sekunden auf den Sieger fehlten.

"Ich kann mich wirklich nicht beschweren", sagt der Este nach der Powerstage, in der er auf Platz fünf landete. Er sicherte sich damit einen Bonuspunkt. "Korsika gehört eher zu meinen schwachen Rennen in der Saison. Ich habe es nie geschafft, ans Limit zu gehen." Tänak bewertet die diesjährige Rallye Frankreich aber besser als die letztjährige. Mit dem zweiten Platz kann er sicher zufrieden sein.

Den verbleibenden Platz auf dem Podium schnappte sich Thierry Neuville (Hyundai). Der Belgier hatte am gesamten Wochenende Probleme mit seinem Fahrzeug. Schon am Freitag ließ er verlauten, dass es kaum noch möglich sei, Ogier in Frankreich zu besiegen. In der elften Wertungsprüfung (WP) hatte Neuville viel Glück. Er zog sich eine heftige Beschädigung an der Felge zu. Trotzdem hielt der Reifen, weshalb er nicht viel Zeit verlor. In der Powerstage reichte es hingegen nur für Rang neun, da ihm ein technisches Problem Schwierigkeiten bereitete.

Die Pechvögel der Rallye Frankreich

Der größte Pechvogel der Rallye Frankreich ist Sebastien Loeb (Citroen). Der Franzose kam in WP 2 von der Strecke ab. Beim Versuch, das Auto wieder auf die Strecke zu schieben, rutsche der Citroen in einen Graben. "Wir haben einfach in die falsche Richtung geschoben", lautet das Fazit des neunmaligen Weltmeisters. In der Powerstage am Sonntag reichte es für ihn immerhin für Platz zwei. "Ich hatte einen guten Rhythmus. Ich bin wegen des Fehlers am Freitag sehr enttäuscht. Ich habe versucht, das zu vergessen und die Rallye zu genießen." Loeb fehlten letztendlich rund 20 Minuten auf den Sieger.

Für Esapekka Lappi war die Rallye Frankreich eine Achterbahn der Gefühle. Der Finne fuhr gleich bei mehreren Prüfungen die schnellste Zeit. Am Sonntag hatte er vor WP 11 gute Chancen auf das Podium. Wegen eines Fahrfehlers zog er sich jedoch einen Reifenschaden zu und musste auf der Strecke das Rad wechseln. Er verlor wichtige Zeit und landete in der Wertung nur auf Rang sechs, direkt vor Andreas Mikkelsen. Lappi war auf der Powestage der schnellste und sicherte sich so fünf Bonuspunkte. "In einigen Tagen werde ich vielleicht glücklich sein", sagt der junge Rennfahrer. "Gestern war ein toller Tag. Wir haben es geschafft, ein gutes Set-up zu finden. Ich habe heute einen kleinen Fehler gemacht, der zu einem Reifenschaden führte. Deshalb mussten wir das Rad wechseln."

Kris Meeke wurde auf Korsika ebenfalls vom Pech verfolgt. Der Brite war auf einem guten Kurs, sich Platz zwei zu sichern. Er kam jedoch in WP 10 von der Strecke ab und damit musste er seine Chancen auf das Podium begraben. Er sagt: "Ich habe wirklich alles gegeben." In der Wertung der Rallye Frankreich 2018 reichte es für ihn nur für Position neun.

In der Fahrerwertung hat Ogier seine Führung durch den dritten Saisonsieg und die drei Zusatzpunkte aus der Powerstage ausgebaut. Der Titelverteidiger liegt mit 83 Punkten nun 16 Zähler vor Neuville (67). Neuer Gesamtdritter ist Tänak, der 45 Punkte auf dem Konto hat.

In der Herstellerwertung hat sich hingegen die Spitze enger zusammengeschoben. Hyundai führt weiterhin mit nun 111 Punkten, allerdings hat M-Sport-Ford mit 107 Punkten nun nur noch vier Zähler Rückstand. Toyota zog mit 93 Punkten an Citroen (81) vorbei.

Weiter geht es mit der WRC in drei Wochen auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans. Vom 26. bis 29. April findet mit der Rallye Argentinien der erste von vier aufeinander folgenden Läufen auf Schotter statt.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image