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Thierry Neuville konnte in Finnland nicht auf die Hilfe seiner Teamkollegen bauen
Thierry Neuville konnte in Finnland nicht auf die Hilfe seiner Teamkollegen bauen © Hyundai Motorsport
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Thierry Neuville blickt etwas neidisch auf die Teamorder von M-Sport, durch die Sebastien Ogier bei der Rallye Finnland zwei Positionen gewann

Während WM-Spitzenreiter Thierry Neuville (Hyundai) bei der Rallye Finnland einen einsamen und recht aussichtslosen Kampf kämpfte, bekam sein Rivale Sebastien Ogier (Ford) bei M-Sport tatkräftige Unterstützung seiner Teamkollegen Elfyn Evans und Teemu Suninen, durch die er im Endergebnis zwei Plätze weiter vorne landete.

"Ich hätte diese Hilfe gerne auch gehabt", sagt Neuville zu 'Motorsport-Total.com'. Evans hatte am Freitag bei der achten Wertungsprüfung abgebremst und sich dadurch hinter Ogier zurückfallen lassen. Am Sonntag erschien Suninen absichtlich zu spät zu einer Zeitkontrolle und fiel durch die fällige Strafzeit ebenfalls hinter Ogier zurück.

Doch Hyundai konnte die Teamorder von M-Sport nicht kontern. Denn Andreas Mikkelsen lag nach einem Abflug am Freitag im Klassement hinter Neuville, Hayden Paddon war noch vor Ogier platziert, weshalb es sinnlos gewesen wäre, wenn er sich für Neuville geopfert hätte.

So musste der Belgier schon auf Hilfe aus anderen Teams hoffen, und bekam sie bei der Powerstage von Citroen. "Wenigstens hat Craig (Breen; Anm. d. Red.) mir geholfen, indem er bei der Powerstage zwischen mich und Ogier gefahren ist. Das war angesichts der Hilfe, die er bekommen hat, eine Genugtuung", sagt er.

Breen war dort 0,012 Sekunden schneller als Ogier, der damit bei der Powerstage nur auf Rang sechs landete und bei der Vergabe der Extrapunkte leer ausging. Neuville nahm als Vierter der Powerstage zwei Zähler mit und büßte so nur sechs Punkte seines Vorsprungs ein. "Wir haben den Schaden in Grenzen gehalten und kommen mit 21 Punkten Vorsprung nach Deutschland."

Übel nimmt Neuville M-Sport und Ogier das taktische Spiel aber nicht. "M-Sport hat seine Strategie ausgespielt. Wenn sie das nicht gemacht hätten, wäre er Siebter geworden und ich Neunter. Das ist aber ein Teil des Rallyesports und völlig okay", meint er. "Wir hätten es genau so gemacht."

© Motorsport-Total.com

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