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Ott Tänak liegt nach vier Wertungsprüfungen in Führung
Ott Tänak liegt nach vier Wertungsprüfungen in Führung © ADAC Motorsport
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Mit zwei Bestzeiten erobert Ott Tänak bei der Rallye Deutschland die Gesamtführung von Sebastien Ogier zurück: Thierry Neuville noch in Schlagdistanz

Die Top 3 in der Gesamtwertung der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) haben am Freitagvormittag auch das Geschehen bei der Rallye Deutschland, neunter Lauf der WRC-Saison 2018 , bestimmt. Nachdem Sebastien Ogier (Ford) bei der ersten Wertungsprüfung (WP) des Tages die Führung von Ott Tänak (Toyota) übernommen hat, schlug der Este mit zwei Bestzeiten zurück. Aber auch der WM-Führende Thierry Neuville (Hyundai) liegt noch in Schlagdistanz.

Nach vier von 18 WP hat Tänak 7,2 Sekunden Vorsprung auf Ogier, weitere 3,7 Sekunden liegt Neuville zurück. Dahinter klafft schon eine Lücke von 8,8 Sekunden auf Esapekka Lappi (Toyota). "Auf diesen Straßen mit den vielen Kurven und Abzweigungen ist es nicht einfach, die richtigen Bremspunkte zu finden. Aber ich habe einen ganz guten Rhythmus", zeigt sich Tänak recht zufrieden mit seiner Leistung am Vormittag.

Vor allem bei der 22 Kilometer langen WP "Mittelmosel 1" in den Weinbergen hatte war Tänak eine Klasse für sich und hatte Ogier fünf Sekunden abgenommen. Der Franzose wirkte am Schluss der Vormittagsschleife trotz Platz zwei ein wenig ernüchtert. "Ich habe heute morgen alles versucht, mehr war nicht drin", sagte er.

Neuville musste nach der dritten WP einen Notstopp einlegen, nachdem der Motor seines Hyundai i20 WRC Öl verloren hatte. Dem Belgier und Beifahrer Nicolas Gilsoul gelang es aber, eine lose Ölleitung wieder fest anzuziehen, woraufhin beide ihre Fahrt fortsetzen konnten. Doch ganz zufrieden mit seiner Leistung war er nicht. "Ich glaube der Staub macht mir etwas zu schaffen, mir fehlt in den Kurven ein wenig der Rhythmus. Ich fahre schnell, aber die Zeiten sind nicht so, wie sie sein sollten", analysiert Neuville.

Der angekündigte Regen kam bei der dritten WP, allerdings erst nachdem die Top-Piloten aus der WRC schon durch waren und hatte so auf das Geschehen an der Spitze des Klassements keinen Einfluss.

Für ein Highlight aus deutscher Sicht sorgte Fabian Kreim (Skoda), der bei der dritten WP bei schwierigen, weil teils nassen Bedingungen, eine souveräne Bestzeit fuhr. Nach einem Reifenschaden bei der zweiten WP liegt der amtierende Deutsche Meister aber aktuell nur auf Rang 16 der WRC2, die von Jan Kopecky (Skoda) angeführt wird.

Am Nachmittag werden die drei am Vormittag absolvierten Wertungsprüfungen noch einmal gefahren.

© Motorsport-Total.com

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