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Jari-Matti Latvala verlor in der WRC 2018 etwas den Faden, hat sich aber gefangen
Jari-Matti Latvala verlor in der WRC 2018 etwas den Faden, hat sich aber gefangen © LAT
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Kurz vor Abschluss der Rallye-WM 2018 hat Jari-Matti Latvala in Reihen der drei Toyota-Werksfahrer die wenigsten Punkte - Teamchef Mäkinen glaubt an Aufschwung

Mit Ott Tänak kämpft Toyota noch um den WM-Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018. Bei noch zwei ausstehenden Rallyes in Spanien und Australien liegt der Este 21 Punkte hinter Tabellenführer Thierry Neuville (Hyundai) und 14 Punkte hinter Sebastien Ogier (Ford) zurück.

Direkt hinter Tänak rangiert Teamkollege Esapekka Lappi auf Rang vier der aktuellen WRC-Gesamtwertung. Indes ist Jari-Matti Latvala im dritten Yaris WRC nur Gesamtfünfter. Auf Speerspitze Tänak fehlen dem dreimaligen Vizeweltmeister bereits 70 Punkte.

Nachdem Latvala die Saison mit einem Podestplatz bei der Rallye Monte Carlo begonnen hatte, fiel er in ein Formtief. In Schweden und Mexiko konnte er keine Bäume ausreißen, auf Korsika crashte er. Anschließend verlor der Finne bei den Rallyes in Argentinien, Portugal, Italien und Deutschland jeweils durch technische Defekte wertvolle Punkte.

"Zu Beginn und auch gegen Mitte der Saison machten wir uns ein bisschen Sorgen", gesteht Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und fügt hinzu: "Er hatte ein paar Mal Pech mit dem Auto, hat aber auch selbst ein paar kleine Fehler gemacht."

Doch Mäkinen glaubt an Latvalas Aufschwung, denn bei den beiden zurückliegenden Rallyes in der Türkei und in Großbritannien fuhr der Finne jeweils auf den zweiten Platz. "Zuletzt zeigte Jari-Matti absolut brillantes Tempo ohne Fehler", lobt Mäkinen und erklärt, was für Latvala wichtig ist: "Er muss sich im Auto wohlfühlen, um das Vertrauen zu haben, anzugreifen. Er muss alles andere vergessen können, um sich voll auf das Fahren zu konzentrieren. Wenn er das tut, ist er brillant."

Latvalas Vertrag bei Toyota wurde erst vergangene Woche im Zuge der Verpflichtung von Neuzugang Kris Meeke um ein Jahr verlängert. Genau wie Teamchef Mäkinen, so glaubt auch der finnische Fahrer selbst an den kürzlich eingeleiteten Aufschwung. "Wie alle Teams hatten auch wir zu Beginn der Saison ein paar Probleme. Wir haben aber hart gearbeitet und die Dinge gemeinsam aussortiert. Das Team ist wirklich stark und das Auto ist unglaublich. Die Zukunft ist aufregend", so Latvala.

Während Toyota in der WRC-Saison 2019 mit Tänak, Latvala und Meeke antritt, wechselt Lappi zu Citroen und wird dort Teamkollege des von Ford kommenden Sebastien Ogier WRC-Transferkarussell 2019.

© Motorsport-Total.com

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