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Toyota bekommt 2019 wohl doch keine Heimrallye in Japan
Toyota bekommt 2019 wohl doch keine Heimrallye in Japan © LAT
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Die Rückkehr der Rallye-WM nach Japan in der Saison 2019 ist offenbar geplatzt: FIA drückt Verbleib der Rallye Frankreich durch

Die Rallye Japan wird entgegen der ursprünglichen Planung 2019 doch nicht in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRX) zurückkehren. Das ist nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' das Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung des WRC-Kommission am Donnerstag. Offiziell abgesegnet und bekanntgegeben werden soll der WRC-Kalender 2019 am heutigen Freitag bei der Sitzung des Motorsport-Weltrats des Automobil-Weltverbands FIA.

Noch im August schien das Comeback der Rallye Japan, für das sich vor allem Toyota stark gemacht hatte, ausgemachte Sache zu sein. "Es sind tolle Neuigkeiten, dass wir die Übereinkunft des WRC-Promoters mit der Rallye Japan zur Ausrichtung einer Veranstaltung ab 2019 verkünden können", sagte Oliver Ciesla, Chef der in München ansässigen WRC Promoter GmbH damals.

"Sollte der Motorsport-Weltrat zustimmen, werden wir ab 2019 für wahrscheinlich vier Jahre lang nach Japan zurückkehren", so Ciesla damals weiter. Doch dabei hatte der WRC-Promoter offenbar die Rechnung ohne die FIA gemacht. Denn diese machte nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' Druck auf den WRC-Promoter, die Rallye Frankreich auf Korsika im Kalender zu belassen.

Die bei den Teams unbeliebte Veranstaltung auf der Mittelmeerinsel hätte ursprünglich für Japan weichen sollen. Mit der Rallye Frankreich und den beiden Neuzugängen Japan und Chile wäre der WRC-Kalender 2019 von in diesem Jahr 13 auf dann 15 Rallye angewachsen. Dieser Zuwachs stieß bei den Team allerdings auf Ablehnung.

Bei der Sitzung der WRC-Kommission, die von Teilnehmern als "schwierig" beschrieben wurde, wurde dann der Kompromiss gefunden, die Rallye Japan zu streichen. "Es war nicht einfach. Beide (die FIA und der WRC-Promoter; Anm. d. Red.) wollten in ihre Richtung gehen, aber 15 Läufe waren unmöglich", sagt ein Teilnehmer der Sitzung zu 'Motorsport-Total.com'.

"Hyundai hat erklärt, dass das eine Million Euro mehr kosten würde, und alle haben zugestimmt", so der Teilnehmer weiter. Allerdings ist das Festhalten an der Rallye Frankreich für die Teams auch eine kostspielige Angelegenheit, denn die Neuzugänge Chile und Japan hatten den Teilnehmern die Übernahme der Logistikkosten in Aussicht gestellt. Diese müssen die Hersteller für die Rallye auf Korsika nun selbst aufbringen. Dafür hat die FIA angeblich angeboten, die Einschreibegebühr für die WM um 50 Prozent zu senken.

© Motorsport-Total.com

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