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Die Zuschauerprüfung in Guanajuato wurde zum Fehlstart für die Rallye Mexiko
Die Zuschauerprüfung in Guanajuato wurde zum Fehlstart für die Rallye Mexiko © Hyundai Motorsport
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Nach dem Abbruch der ersten Wertungsprüfung schlägt den Organisatoren der Rallye Mexiko wegen eines künstlichen Sprung herbe Kritik entgegen

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Bei der Rallye Mexiko, dem dritten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019, kochten am Donnerstagabend (Ortszeit) die Emotionen hoch. Nachdem sich ein ein künstlich errichteter Sprung bei der Zuschauerprüfung in Guanajuato als zu gefährlich herausgestellt hatte, musste die erste Wertungsprüfung vor den letzten drei Fahrern abgebrochen werden. Ein Umstand, der viele WRC-Crews nahezu fassungslos zurückließ.

"Das ist verrückt. Wann hört das auf? Warum brauchen wir diese dummen, gefährlichen Sprünge?", sagt ein Fahrer zu 'Motorsport-Total.com'. "Das ist eine tolle Prüfung. Von der Atmosphäre her für die Fans eine der besten, einfach fantastisch. Warum muss man sie noch aufregender machen? Das ist nicht nötig."

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Auf der künstlich errichteten, zu steilen Rampe wurde bei zu hohem Tempo das Heck der Autos in die Luft katapultiert, sodass etliche Autos auf der Fahrzeugfront landeten. Einige Fahrer konnten dabei das Ausbrechen des Autos und einen Abflug in die Streckenbegrenzung nur mit Mühe verhindern.

Vor dem Start von Sebastien Ogier (Citroen) wurde die Prüfung daher abgebrochen. Der Franzose sowie Thierry Neuville (Hyundai) und Ott Tänak (Toyota), die ebenfalls nicht mehr fahren durften, wurden mit 0,6 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Esapekka Lappi (Citroen) gewertet.

Nach Ansicht eines WRC-Piloten übertreiben es die Organisatoren der Rallye bei dem Versuch, durch zusätzliche Sprünge für mehr Spektakel zu sorgen - nicht nur in Mexiko. "Es geht immer wieder um die Sprünge. Im vergangenen Jahr hatten wir diesen großen Sprung in Finnland, und jetzt machen die Organisatoren hier in Mexiko bei El Brinco das gleiche."

"Was ist da los? Wann sagt die FIA, dass es reicht? Das ist dumm und gefährlich", übt der Fahrer harsche Kritik. "Man muss sich nur die Aufnahmen der Autos anschauen. Wir heben ab und fliegen, und bei der Landung kann alles mögliche passieren."

© Motorsport-Total.com

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