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BBL zwischen Hype und Energiekrise! Den BBL-Klubs drohen hohe Kosten

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BBL zwischen Hype und Energiekrise! Den BBL-Klubs drohen hohe Kosten

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BBL zwischen Hype und Energiekrise

BBL zwischen Hype und Energiekrise

Der Coup des Nationalteams bei der Heim-EM soll der BBL einen Schub bringen, doch es gibt vor dem Saisonstart auch Probleme. Die Energiekrise treibt den Verantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn.
Im Frühjahr 2024 soll in München die neue Multisportarena eröffnet werden.
SID
SID
von SID

Nach dem EM-Hype ist vor dem BBL-Start.

Es ist gerade mal etwas mehr als eine Woche her, da feierte in Berlin das Nationalteam Bronze bei der Heim-EM, das Basketballfieber hatte das Land im Griff - schon geht es zurück in den Alltag.

Am Mittwoch beginnt an gleicher Stelle die neue Saison der Bundesliga, und es gibt die Hoffnung, dass etwas vom Hype mitgenommen wird.

„Das ist ein sehr wichtiger Impuls“, sagte Marco Baldi vom deutschen Meister ALBA Berlin, der Geschäftsführer verspricht sich etwas vom großen Erfolg. Dieser werde sich „sicher sehr positiv auswirken. Ich glaube nicht an einen richtigen Boom, aber daran, dass es nochmal eine deutliche Stufe nach oben gehen wird.“

Wirkt sich EM-Hype positiv auf BBL aus?

Mehr als vier Millionen Fernsehzuschauer sahen in der Spitze die Niederlage im Halbfinale gegen den späteren Europameister Spanien live. (Ausgewählte Spiele der easycredit BBL LIVE im TV auf SPORT1)

Eine enorme Zahl, die im Vorfeld wohl nur die größten Optimisten für möglich gehalten hätten. Nun stellt sich die Frage, ob das neu gewonnene Interesse wirklich auf die Liga abfärben kann.

Die Verantwortlichen sind eher vorsichtig. „Dass ein einzelnes Turnier sofort alles verändern kann, ist ein Mythos“, sagte etwa BBL-Boss Stefan Holz dem Magazin BIG - Basketball in Deutschland.

Die DBB-Auswahl hat sich im Spiel um Platz 3 Bronze gesichert, angeführt wurde das Team erneut von Dennis Schröder.
05:03
Basketball-EM: Deutschland sichert sich gegen Polen Bronze

Allerdings könne ein solch besonderes Event schon „etwas auslösen, ein Momentum kreieren, einen Schub geben“. Es bestehe dadurch auch die Chance, „Menschen außerhalb unserer Blase“ zu erreichen.

Messbar wäre ein steigendes Interesse an Ticketverkäufen und bei TV-Quoten, die BBL geht in ihr letztes Jahr mit MagentaSport, dann kommt der Wechsel zu Dyn, der Streamingplattform des früheren DFL-Chefs Christian Seifert.

Selbst Baldi ist skeptisch, ob sich die gestiegene Aufmerksamkeit „direkt auf den Ticketverkauf“ auswirken wird. Dies müsse „sich zeigen“.

Profitieren könnten die Klubs aber auch auf andere Weise, zum Beispiel bei der Sponsorensuche. Baldi: „Wichtig ist, dass alle Basketball-Partner sehen, was möglich ist.“

Energiekrise sorgt für Sorgen

Das ist sehr bedeutungsvoll, denn laut Holz hat das Sportsponsoring zuletzt eine „Vollbremsung hingelegt. Inflation, Energiekrise, eine mögliche Corona-Welle im Herbst - da ist es nachzuvollziehen, dass Firmen ihr Geld zusammenhalten.“

Und das Wirtschaftliche ist in diesem Jahr einmal mehr besonders wichtig. Nach den Problemen wegen der Pandemie sorgen nun die Energiepreise für finanzielle Sorgen.

„Wir werden erhebliche Zusatzkosten haben und diese irgendwie stemmen müssen“, sagte Baldi. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der easycredit BBL)

Holz hielt es bei einer Medienrunde am Dienstag für möglich, dass die Energiekosten „pro Klub fünf- oder sechsstellig“ werden können. Der Liga-Boss stellte jedoch auch klar, dass sich die BBL davon „nicht dominieren“ lasse.

Wirtschaftlich sah Holz die Liga im Vergleich zum Pandemie-Beginn auf einem guten Weg.

Während die 18 BBL-Klubs vor Corona knapp 130 Millionen Euro erwirtschaftet hätten, seien sie nun wieder bei „120, 125 Millionen Euro ohne Staatshilfen“ angelangt.

Bayern München und ALBA Berlin kämpfen um Titel

Und sportlich? Bleibt alles beim Alten. ALBA, zuletzt dreimal in Serie Meister, ist gemeinsam mit Bayern München wieder der große Titelfavorit.

Beide haben ihre EM-Helden Maodo Lo und Johannes Thiemann (ALBA) beziehungsweise Andreas Obst und Nick Weiler-Babb (Bayern) erst spät zurückbekommen.

Die Pause war unheimlich kurz. „Wir steigen jetzt gegen Hamburg ein und müssen versuchen“, so Baldi, „uns während der Saison auf den Wettbewerb einzustimmen.“