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Valorant Game Changers: Women only - Evi "Blossom" Sutter: "Fühle mich mit der Thematik 'Sexismus im Gaming' gesehen & gehört"

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Valorant Game Changers: Women only - Evi "Blossom" Sutter: "Fühle mich mit der Thematik 'Sexismus im Gaming' gesehen & gehört"

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Valorant: Erstes Frauen-Major in Berlin!

Valorant: Erstes Frauen-Major in Berlin!

Die Champions Tour der Game Changers kommt nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Was euch dort erwartet und was die deutsche Casterin und Spielerin Evi „Blossom“ Sutter davon hält, erfahrt ihr hier.
Im November sehen wir mit der Game Changers Championship das erste Valorant-Major in der Frauen-Szene!
Im November sehen wir mit der Game Changers Championship das erste Valorant-Major in der Frauen-Szene!
© Valorant Champions Tour via Twitter

In vielen Bereichen der eSports-Branche ist der Anteil weiblicher Spieler nicht besonders hoch. Ein Hauptgrund: Viele Spieleentwickler fördern den Ausbau der Szene schlecht oder sogar gar nicht. Riot Games hingegen ist in dieser Richtung ein Vorreiter.

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Mit den Game Changers-Turnieren, die nur von weiblichen eSportlern gespielt werden dürfen, fördert Valorant aktiv das Wachstum des Frauenanteils und macht gleichzeitig einen wichtigen Schritt für Gleichberechtigung im eSports.

Valorant Game Changers: Förderung der Frauen-Szene

Neben G2 Esports und Cloud9 springen immer mehr große Organisationen auf den Hype auf. Auch Dignitas, TSM und SuperMassive Blaze, die teilweise mit ihren Hauptteams schon große Erfolge feiern konnten, stellen mittlerweile eigene Teams für die Game Changers.

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Evi „Blossom“ Sutter ist Teil des Broadcaster-Teams der deutschen Szene. In der Vergangenheit hat sie bereits Events wie die Masters in Reykjavík oder die Game Changers-Serien in Europa live auf Twitch begleitet. Auch als Spielerin ist die 21-jährige in der Szene unterwegs. Mit Angry Titans Oni konnte sich ihr Team nun für die Playoffs des Project Queens-Turniers in Köln qualifizieren. Wir haben uns mit Evi über die Game Changers-Szene in Valorant unterhalten:

SPORT1: Hallo Evi, schön dass es geklappt hat. Kommen wir gleich zur ersten Frage: Die Game Changers Szene in Valorant ist im Vergleich zu anderen Spielen groß. Was macht Riot Games besser als andere Spieleentwickler?

Blossom: Ich denke, Valorant ist in vielen Aspekten attraktiver zu spielen, sowohl vom Spiel und dessen Ästhetik her, als auch in Bezug auf das System. Valorant hat von Anfang an Vieles richtig gemacht, insbesondere durch sehr frühes Einführen der Game Changer-Series. Als Frau in der Szene, und damit stehe ich nicht allein, fühle ich mich mit der Thematik „Sexismus im Gaming“ gesehen und gehört. Die Kommunikation zwischen Riot und der Community ist größtenteils sehr ausgeprägt, gerade im Game Changers-Bereich, wodurch sich die Szene automatisch respektiert und gesehen fühlt.

So wie ich aus der Erfahrung Anderer sprechen darf, haben das viele FPS-Spielemacher sehr wenig getan. Das betrifft auch die Möglichkeiten, Esports-Erfahrungen zu sammeln und weiter zu wachsen - egal, welches Geschlecht oder welche Elo man hat. Der Einstieg in die VCT ist in vielerlei Hinsicht deutlich einfacher, durch Game Changer, durch Project V (also VRC), und auch damals durch Open Qualifier. Auch hier wird immer wieder nach einem bestmöglichen System gesucht, auf Feedback eingegangen und meist schnell agiert. Des Weiteren ist die Vermarktung des Game Changers-Bereichs deutlich größer: Von Anfang an hat Valorant versucht, Spotlights zu kreieren, und Shows sehr divers aufgezogen. Auch die Anzahl an Streams bei den Game Changers wurde schnell sehr viel mehr, und auch damit entstand wieder das Gefühl, gesehen zu werden, mehr Möglichkeiten zu haben. Das motiviert automatisch auch die Organisationen, die Frauen-Szene mehr zu unterstützen, da es in Valorant auch wirklich einen Markt dafür gibt, der groß genug und erfolgreich ist.

G2, Acend, Cloud 9, Guild, immer mehr große Organisationen steigen auch hier ein. Das Ganze ist natürlich ein stetig wachsender Prozess. Aber an sich fühlt sich die Förderung sehr deutlich an, was automatisch mich und auch andere Spielerinnen motiviert, die Chance wahrzunehmen. Dass nicht viele Frauen oder Mädchen gamen, ist schon lange ein Mythos, mit dem jetzt auch bei in Szene aufgeräumt wird, durch eben solche Möglichkeiten und vor allem Aufklärung.

SPORT1: Die Game Changers Champions in Berlin sind das erste Major für Spielerinnen in Valorant. Welche Bedeutung hat das für die Szene?

Blossom: Die Bedeutung ist massiv. Ich denke, das ist nicht nur für die Teams und Organisationen und die Szene ein weiteres Zeichen dafür, dass Möglichkeiten existieren, sondern auch für Fans und Community ein weiterer Weg, geilen eSports zu erleben. Es wird das erste Mal sein, dass international die besten Frauenteams aufeinandertreffen. Das wird absolut geil! Mir persönlich und auch der Szene bedeutet das sehr viel. Unabhängig davon, dass es noch einmal eine absolut starke Motivation ist, denn irgendwann möchte man auch dort auf der Stage stehen, und so bekommen das Mitfiebern und die Szene auch offline einen Bereich und damit was Handfestes.

SPORT1: Was muss in Valorant passieren, um diese Vorreiterposition noch weiter ausbauen zu können?

Blossom: Das ist komplex. Momentan geht es viel darum, die Szene zu pushen, Chancen und Möglichkeiten zu bieten, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen, Potenzial ausnutzen zu können und es vor allem in der Community zu etwas Normalem zu machen, dass jeder Competitive spielen kann und da kein Unterschied gemacht werden sollte. Und das ist der entscheidende Punkt.

Mein Wunsch und der Wunsch vieler ist, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, dass jeder nebeneinander auf einem Niveau gegeneinander miteinander antreten kann. Das zählt vor allem für solche Organisationen und Teams, die Frauen prinzipiell aus ihren Trials ausschließen. Egal, ob diese vielleicht erfahrungs- und skilltechnisch die bessere Wahl gewesen wären. Chancen weiter ausbauen, auch im Mixed-Bereich und weiter für Gleichheit zu sorgen und klarzumachen: Hier gibt es keinen Unterschied, der eine Bedeutung haben könnte.

SPORT1: Wie siehst du die Chancen der europäischen Szene im Vergleich zu anderen Regionen bei den Champions? Gibt es in deinen Augen starke Teams?

Blossom: Schwere Frage, haha! Grundsätzlich denke ich, dass EMEA ganz gute Chancen hat. G2 Gozen, die momentanen GC Champions in EMEA, sind schon ein harter Brocken. Das Core spielt schon seit langer Zeit zusammen und auch jetzt nach kleinem Roster-Wechsel sind sie immer noch unfassbar stark. Allerdings hat auch NA sehr starke Teams dabei. C9 verteidigen in NA schon von Anfang an ihren Titel. Und da kommen ja noch mal ein paar Regionen hinzu. Ich glaube, dadurch, dass es das erste Mal ist, dass alle aufeinandertreffen, wird es superspannend und auch erst dann kann man ungefähre Prognosen zum Unterschied abgeben. Aber mein Herz schlägt natürlich für EMEA!

SPORT1: Vielen Dank Evi, weiterhin viel Glück!