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Diesen Rat hat Özil für Saka

Diesen Rat hat Özil für Saka

Bukayo Saka verschießt im EM-Finale den entscheidenden Elfmeter. Mesut Özil bewundert den englischen Nationalspieler für seinen Mut – und hat einen Rat für den 19-Jährigen.
Nach Marcus Rashford und Jadon Sancho hat sich auch der Bukayo Saka zu den rassistischen Beleidigungen geäußert.
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von SPORT1

Im EM-Finale verschoss Bukayo Saka den entscheidenden Elfmeter und machte damit Englands Titelträume endgültig zunichte.

Kurz darauf wurden sowohl der Youngster als auch die weiteren Fehlschützen Marcus Rashford und Jadon Sancho in den sozialen Netzwerken übel beschimpft und rassistisch attackiert.

Özil hat Respekt vor Sakas Mut

Nun hat sich der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil zum vergebenen Elfmeter von Saka geäußert – und seine Hochachtung vor dem 19-Jährigen ausgedrückt.

„In einem Finale, wie dem letzten, als junger Spieler die Verantwortung für eine ganze Nation zu übernehmen - Respekt. Das würden sich nicht viele Spieler trauen“, adelte Özil gegenüber Sky Sports.

Nach dem vergebenen Elfmeter und dem geplatzten Titeltraum fing Saka noch am Strafstoßpunkt an zu weinen.

Teamkollegen trösten Bukayo Saka
Teamkollegen trösten Bukayo Saka

Teamkollegen und Trainer Gareth Southgate nahmen die englische Nachwuchshoffnung in den Arm und versuchten, ihn zu trösten.

Özil kann sich in Saka hineinversetzen

Özil, der mittlerweile für Fenerbahce Istanbul aufläuft, kann sich gut in den englischen Nationalspieler hineinversetzen. „Ich habe sehr für Bukayo gefühlt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, einen Elfmeter zu verschießen“, gab Özil zu.

Özil spielte insgesamt neun Jahre lang für die deutsche Nationalmannschaft. 2018 gab der offensive Mittelfeldspieler schließlich seinen Rücktritt bekannt – und führte als Grund unter anderem den grassierenden Rassismus in Deutschland an.

„Ich bin Deutscher, wenn wir gewinnen, aber ich bin ein Immigrant, wenn wir verlieren“, machte Özil damals auf Twitter seinem Ärger Luft.

Umso mehr kann Özil sich in die englischen Spieler hineinversetzen, die nach dem verlorenen EM-Finale rassistisch angefeindet wurden.

Diesen Rat hat Özil für Saka

Der mittlerweile 32-Jährige glaubt, dass auch in Zukunft einzelne Spieler für Niederlagen verantwortlich gemacht werden. „Es wird immer Menschen geben, die Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe rassistisch beschimpfen und zum Sündenbock machen, wenn sie verlieren“, ist sich Özil sicher.

Aus diesem Grund hat der ehemalige Spieler von Schalke 04 einen Rat für Saka, Rashford & Co.: „Leider wird es immer einen kleinen Teil unserer Gemeinschaft geben, der Spieler rassistisch beleidigt und bedroht. Wir sollten uns viel mehr auf die positiven Botschaften konzentrieren, die die Spieler stark machen.“

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Özil kennt Saka noch aus früheren Zeiten, die beiden spielten zwei Saisons gemeinsam für den FC Arsenal.

Seinem ehemaligen Teamkollegen sagt Özil eine außergewöhnliche Karriere hervor.

„Bukayo ist mit einem Talent gesegnet, das nicht viele haben. Wenn er so bescheiden und entschlossen bleibt, wie er es bereits ist, bin ich hundertprozentig davon überzeugt, dass er eine große Zukunft vor sich hat und ein großartiger Spieler werden kann“, adelte Özil den Mittelfeldspieler aus London.