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ARD-Sportschau trennt sich von Kommentator

ARD-Sportschau trennt sich von Kommentator

Kommentator Robby Hunke arbeitet seit August nicht mehr für die ARD-Sportschau - das steckt dahinter.
Robby Hunke ist nicht mehr in der ARD-Sportschau zu hören
Robby Hunke ist nicht mehr in der ARD-Sportschau zu hören
© TVNOW / Frank Hempel
. SPORT1
von SPORT1
vor 2 Tagen

Kommentator Robby Hunke arbeitetet nicht mehr für die ARD-Sportschau.

Der WDR, der die Sendung produziert, erklärte die Entscheidung in der Sport Bild mit einem „gestörten Vertrauensverhältnis zum Sport-Leitungsteam des WDR“. Hunkes Tätigkeit ruht seit August 2021.

Was steckt dahinter?

In einem Werbevideo für eine Versicherung, das Spots ähnelt, mit denen Hunke im ersten Corona-Lockdown viral ging, kommentiert der 38-Jährige, wie jemand einparkt.

Allerdings war dieser Deal offenbar nicht vorab mit der ARD abgestimmt. Für solche Fälle gebe es zwar kein festgeschriebenes Verbot oder Verträge. Die Sport Bild schreibt aber von einem „ungeschriebenen Gesetz“, dass Werbetätigkeiten vorher abgesprochen werden. Der Grund: Sie könnten die Unabhängigkeit der journalistischen Arbeit beeinflussen.

WDR erklärt das Hunke-Aus

„In mehreren persönlichen Gesprächen war mit Robert Hunke und seiner Managerin verbindlich vereinbart worden, dass mögliche Tätigkeiten für andere Auftraggeber - insbesondere werblicher Art - vorher angezeigt und besprochen werden sollen“, teilte das WDR mit: „Nachdem dies sogar schriftlich zugesichert wurde, sind wir im Mai 2021 erneut auf einen Verstoß gegen diese Vorgabe aufmerksam geworden.“

Weiter heißt es: „Anderweitige Beschäftigungen in ARD- oder WDR-Redaktionen sind von der Entscheidung nicht betroffen.“

So reagiert Hunke auf das ARD-Aus

Hunke sprach von einer „unterschiedliche Interpretation von Freiberuflichkeit. Mir war es wichtig, mich weiterzuentwickeln.“

Der Journalist, der unter anderem für Eurosport und DAZN arbeitete, steht seit August 2021 bei RTL/TV Now unter Vertrag.



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