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Weigl über Anschlag: „Schatz, ne Bombe“

Weigl über Anschlag: „Schatz, ne Bombe“

Julian Weigl berichtet von einem der beiden Bus-Anschläge, die er als junger Fußball-Profi bereits miterleben musste - und wie auch seine Frau mitleiden musste.
Julian Weigl spricht über den Anschlag auf den Benfica-Bus
Julian Weigl spricht über den Anschlag auf den Benfica-Bus
© Imago
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von SPORT1

Julian Weigl hat als Fußball-Profi schon so einiges erlebt - nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz.

Die vielleicht verrücktesten Geschichten: Sowohl als Spieler von Borussia Dortmund, aber auch als Akteur von Benfica Lissabon wurde der 26-Jährige Opfer eines Bus-Attentats.

Nun hat Weigl im Interview mit Sky über einen dieser beiden schlimmen Vorfälle gesprochen. Nachdem er 2017 schon den Bombenanschlag auf den BVB-Bus miterleben musste, wurde er auch rund drei Jahre später wieder attackiert.

„Ich saß ganz vorne oben - wir haben einen zweistöckigen Bus - und jemand hat einen Stein von einer Brücke geworfen und der ist durchgebrochen“, sagte der Benfica-Spieler. Das Wurfgeschoss sei genau zwischen seinen Füßen gelandet.

„Schatz, ne Bombe, ne Bombe“

Er habe extremes Glück gehabt, berichtet der Mittelfeldspieler weiter. „Ich habe nur - in Anführungszeichen - ein paar Glassplitter in meine Augen bekommen, aber ganz kleine, sodass ich ganz normal sehen kann und zum Glück ist dieser Stein nicht auf meine Beine geflogen.“

Der Einschlag des Steins habe aber sofort wieder die Erinnerungen an 2017 hochkommen lassen. „Ich habe direkt gedacht: ‚Das ist eine Bombe.‘ Ich war mit Sarah (seine Frau, Anm. d. Red.) am Telefon, weil wir über das Spiel gesprochen haben.“

Er habe geschrien: „Schatz, ne Bombe, ne Bombe.“ Der Vorfall sei „wie ein Flashback“ gewesen - und für seine Frau war es „natürlich auch ganz schlimm.“ Um seine Augen zuzuhalten habe er dann sein Handy beiseite gelegt, „und sie hat halt gefragt was ist los und war völlig fertig natürlich.“

Erst ein Mitspieler habe seine Frau dann am Handy beruhigen können. Folgeschäden trug Weigl keine davon.

Auch mentale Probleme stellten sich nach den zwei Angriffen auf die Busse nicht ein. „Ich weiß nicht, wie oder warum aber ich habe das beides eigentlich gut weggesteckt.“