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FCB II desolat - Lübeck hofft wieder

FCB II desolat - Lübeck hofft wieder

Für den FC Bayern II wird es nach der Niederlage gegen Unterhaching immer enger in der 3. Liga. Der VfB Lübeck wendet mit einem Sieg in Meppen den sicheren Abstieg zunächst ab.
Die Spieler des FC Bayern München II reagieren nach der Pleite gegen Absteiger SpVgg Unterhaching enttäuscht
Die Spieler des FC Bayern München II reagieren nach der Pleite gegen Absteiger SpVgg Unterhaching enttäuscht
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
09.05.2021 | 18:13 Uhr

Die zweite Mannschaft des FC Bayern München setzt ihren Negativtrend in der 3. Liga fort. (NEWS: Alles zur 3. Liga)

Im zweiten Sonntagsspiel unterlag der letztjährige Drittliga-Meister gegen den als Absteiger feststehenden Ex-Bundesligisten SpVgg Unterhaching 1:2 (0:1). (Service: TABELLE der 3. Liga)

Niclas Stierlin (8.) und (51.) schossen die Hachinger Tore. Nemanja Motika (72.) gelang nur noch das Anschlusstor, womit die Bayern seit zehn Spielen sieglos sind.

Bayern-Coach Schwarz: "Spielglück hat gefehlt"

"Das 0:1 steht sinnbildlich für unsere Situation. Das Spielglück hat uns heute gefehlt. Danach hat man gemerkt, dass jeder drei, vier Kilo mehr mitgetragen hat. In der Halbzeit haben wir versucht die Köpfe wieder freizubekommen, aber es wurde leider nicht wirklich besser. Haching konnte ohne Druck drauf losspielen und wir mussten agieren. Heute hat sich letztendlich alles im Kopf abgespielt", analysierte FCB-Trainer Danny Schwarz nach dem Spiel.

Vor dem Spiel hatte Angreifer Jann-Fiete Arp noch erklärt, es sei in dieser Saisonphase "egal, gegen wen du spielst, ob heim oder auswärts. Ob's Taktik ist oder sonst was, es interessiert keine Sau mehr. Es geht eigentlich nur noch darum, irgendwie die Punkte mitzunehmen". Der 21-Jährige wurde bei der Niederlage in der 28. Minute eingewechselt.

Mit dem 1:2 spitzt sich die prekäre Lage für die Bayern zu, denn mit 36 Zählern sind sie Achtzehnter. (3. Liga: Spielplan und Ergebnisse)

Unterhachings Torschütze Anspach zeigte sich nach dem Erfolg erfreut: "Ich weiß nicht, ob wir vorher immer unter zu viel Druck gespielt haben. Heute haben wir teilweise echt guten Fußball gespielt. Das hat mir richtig gut gefallen."

Lübeck verhindert vorerst den Abstieg

Der VfB Lübeck konnte in der ersten Partie am Sonntag mit einem 2:0 (0:0)-Sieg beim SV Meppen den Abstieg aus der 3. Liga zunächst abwenden können. Der Aufsteiger gewann bei den Emsländern durch Treffer von Thorben Deters (55.) und Martin Röser (84., Foulelfmeter). 

"Ich bin stolz auf die Mannschaft aufgrund der Leistung. Der Sieg ist super, die Leistung war konzentriert und geschlossen. Wir sind kompakt aufgetreten, haben uns einige Möglichkeiten erspielt und hätten den Sack früher zumachen können – bei den verschiedenen Konterchancen. Die Marschroute war, dass wir Leistung abrufen und ein anderes Gesicht zeigen wollen als letzten Dienstag gegen Wehen Wiesbaden, als die Köpfe blockiert waren", freute sich VfB-Trainer Rolf Landerl.

Mit 34 Punkten belegen die Lübecker zwar weiterhin den vorletzten Tabellenplatz, hinter den Bayern-Amateuren, haben aber noch Chancen auf den Klassenerhalt. 

Rechtsaußen Christoph Hemlein vom SV Meppen war nach der Partie sichtlich enttäuscht. "Wir haben versucht, alles reinzuwerfen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es katastrophal aussah oder wahrscheinlich so gewirkt hat. Ich empfinde gerade nur innere Leere. Jeder einzelne hat versagt heute, muss man ganz ehrlich sagen. Ich bin trotzdem kein Freund davon, aufzugeben. Auch wenn es jetzt gerade sehr schwer fällt. Solange es möglich ist, müssen wir weiter machen und es besser machen. Heute war es eine reine Katastrophe", erklärte der Spieler.

Meppen ist mit 38 Zählern Tabellen-16. und noch in Reichweite des VfB. 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)