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Köln führt „Gemeinwohl-Klausel“ ein

Köln führt „Gemeinwohl-Klausel“ ein

Drittligist Viktoria Köln ist mit seinen „Gemeinwohl-Klauseln“ in den Verträgen neue Wege gegangen.
Ex-DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ist mit einigen Aussagen im STAHLWERK Doppelpass nicht einverstanden. Der 58-Jährige meldet sich deshalb kurzerhand selbst zu Wort.
SID
von SID
17.09.2021 | 14:09 Uhr

Drittligist Viktoria Köln ist mit seinen „Gemeinwohl-Klauseln“ in den Verträgen neue Wege gegangen. „Wir haben als Profi-Verein auch eine Verantwortung, und die sollte nicht im Blabla enden“, sagte Klub-Chef Andreas Rettig (58) im Interview mit MagentaSport. Mindestens eine Stunde pro Monat müsse jeder „Entgeltnehmer“ bei den Rheinländern Dienste für das Gemeinwohl verrichten.

Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) forderte auch ein Umdenken im Spielbetrieb der 3. Liga: "Da gibt es Satzungen und Ordnungen, die schon ewig bestehen und die haben diesen gesellschaftlichen Wandel, die neuen Entwicklungen eben nicht mitgemacht. Die sind starr."

Rettig sieht die Anforderungen an die Klubs hinsichtlich Stadion-Kapazitäten und Rahmenbedingungen für Rasenheizung, Parkplätze, Presse-Räume für die 3. Liga als nicht mehr zeitgemäß an. „Wir dürfen die Vereine nicht in den Ruin treiben, in dem wir die Latte immer höher legen“, betonte der ehemalige Bundesliga-Manager.

Der DFB sei der Dienstleister für die Klubs. Dort sei eine Arbeitsgruppe gebildet worden, "die seit ein paar Wochen schon tagt und hoffentlich bald zu Ergebnissen kommen wird". Das Ziel sei, "zeitgemäße und flexible Anordnungen ausleben zu können".