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Hainer: So integriert der FCB Kahn

Hainer: So integriert der FCB Kahn

Bayern Münchens neuer Vereinspräsident gibt Einblicke in die neue Rolle von Oliver Kahn und gibt ein großes Ziel für die Zukunft aus.
Oliver Kahn und Herbert Hainer werden die neue Spitze des FC Bayern bilden
Oliver Kahn und Herbert Hainer werden die neue Spitze des FC Bayern bilden
© Imago
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 14. Dez

Der FC Bayern treibt den personellen Umbruch in der Führungsebene mit Vollgas voran. In wenigen Wochen wird der ehemalige Torhüter Oliver Kahn zum Verein stoßen und seine zweijährige Lehrzeit als designierter Vorstands-Chef antreten. 

Herbert Hainer, der vor kurzem Uli Hoeneß als Klub-Präsident und Vorsitz des Aufsichtsrates beerbte, erklärte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, wie der frühere Weltklasse-Profi beim deutschen Rekordmeister integriert werden soll. 

Reibungen zwischen Amtsinhaber und Nachfolger seien dabei nicht zu erwarten: "Rummenigge und Kahn sind zwei intelligente Menschen, die diese Situation gut einschätzen können und das Beste für den FC Bayern wollen." Wie bereits angekündigt werde Kahn wie ein "Trainee" diverse Abteilungen durchlaufen - allerdings solle er auch sofort "feste Bereiche übertragen bekommen, für die er Verantwortung übernimmt." 

Oliver Kahn während seiner Vorstellung beim FC Bayern
Oliver Kahn ist seit 1.1. Vorstandsmitglied bei der FC Bayern München AG
Uli Hoeneß beim Spiel des FC Bayern gegen Mainz
MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 21: Sporting director Hasan Salihamidzic of Bayern Munich looks on prior to the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and 1. FC Koeln at Allianz Arena on September 21, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)
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Auch bei der Trainerfrage werde der "Titan" nach Ende der Hinrunde miteinbezogen, selbst wenn er noch keine offizielle Funktion habe. Nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg am 21. Dezember soll über die Zukunft von Coach Hansi Flick entschieden werden. 

Beim Thema Kaderplanung solle Kahn ebenfalls Input liefern, obwohl das Thema Transferpolitik weiter "primäre Aufgabe von Hasan Salihamidzic (Sportdirektor, Anm. d. Red.)" bleibe. Kahn "wird mit der Mannschaft im Trainingslager sein", kündigte Hainer zudem an. Erstmals womöglich schon im Wintertrainingslager in Katar. 

Man fange bewusst "relativ frühzeitig mit Oliver Kahns Einarbeitung an, weil er im Jahr 2020 noch ein paar Verträge erfüllen muss, beispielsweise mit dem ZDF oder mit Tipico." Bis Ende des kommenden Jahres sollen diese Verträge jedoch beendet sein. Lediglich sein eigenes Unternehmen Goalplay werde er behalten, "aber nicht mehr operativ führen. Dennoch wird Oliver Kahn ab Januar mit all seiner Kraft beim FC Bayern sein und nur an wenigen Tagen nicht zur Verfügung stehen."

Champions League als großes Ziel

Doch Hainer sprach nicht nur über Kahn - der neue Klub-Boss gab den Gewinn der Champions League als großes Ziel aus. 

"Spätestens 2022, wenn das Finale in München stattfindet, gerne aber auch schon früher" solle es mit dem sechsten Erfolg nach 1974, 1975, 1976, 2001 und 2013 klappen, erklärte er. 

MUNICH, GERMANY - DECEMBER 11: Jerome Boateng, Joshua Zirkzee, goalkeeper Manuel Neuer and Joshua Kimmich of Bayern Muenchen celebrate after the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Tottenham Hotspur at Allianz Arena on December 11, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)
Dortmund's Swiss coach Lucien Favre celebrates with the team after the UEFA Champions League Group F football match between Borussia Dortmund and SK Slavia Prague on December 10, 2019 in Dortmund, western Germany. (Photo by Ina Fassbender / AFP) (Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)
RB Leipzig's German forward Timo Werner celebrates after scoring a goal during the UEFA Champions League group G football match between Olympique Lyonnais (OL) and RB Leipzig, on December 10, 2019 at the Parc Olympique Lyonnais stadium in Decines-Charpieu near Lyon. (Photo by JEFF PACHOUD / AFP) (Photo by JEFF PACHOUD/AFP via Getty Images)
LEVERKUSEN, GERMANY - DECEMBER 11: Cristiano Ronaldo of Juventus reacts during the UEFA Champions League group D match between Bayer Leverkusen and Juventus at BayArena on December 11, 2019 in Leverkusen, Germany. (Photo by Lars Baron/Getty Images)
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"Der sportliche Erfolg steht über allem, wir gehören zu den besten Klubs der Welt und wollen bald wieder die Champions League gewinnen", erklärte er. 

Gleichzeitig gab Hainer ein klares Bekenntnis zur Bundesliga ab und erteilte einem Wechsel des Rekordmeisters in eine noch zu gründende Superliga eine klare Absage.

Hainer steht zur Bundesliga

"Wir stehen zur Bundesliga! Ohne Wenn und Aber", sagte der Nachfolger von Uli Hoeneß und führte aus: "Wir haben überhaupt kein Interesse an irgendeiner Superliga, das kann man ganz klar festhalten."

Der FC Bayern wolle "natürlich international Erfolg haben, aber dafür gibt es ja die Champions League, die eine Erfolgsgeschichte ist, wie ich finde, mit einem schlüssigen Format", so der ehemalige adidas-Chef.

Und in der Königsklasse des europäischen Fußballs wollen sich die Münchner, nach vor dem 15. Spieltag nur Tabellensiebter in der Bundesliga, schon sehr bald wieder die Krone aufsetzen.