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Subotic prangert Egoismus an

Subotic prangert Egoismus an

Neven Subotic kritisiert den Umgang der Bundesligisten mit den Auswirkungen der Coronakrise. Es könne nicht sein, dass jeder nur sich selbst retten wolle.
Neven Subotic spricht über den Medikamenten-Missbrauch im Fussball
Neven Subotic spricht über den Medikamenten-Missbrauch im Fussball
© Getty Images
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
11.04.2020 | 14:47 Uhr

Union Berlins Abwehrspieler Neven Subotic hat die Bundesliga-Klubs zu einem ganzheitlichen Ansatz bei der Bewältigung der Folgen der Coronakrise aufgefordert.

"Es kann nicht sein, dass wir uns nur darüber Gedanken machen, wie gering der Schaden für die 1. Liga ist", sagte Subotic im Welt-Interview: "Wir müssen versuchen, auch den Frauenfußball zu schützen und den jenseits der 1. und 2. Liga."

Die Bundesligisten dürften sich nicht nur Gedanken darüber machen, wie man sich selbst rette: "Denn in Anführungsstrichen die ärmsten Schweine sind die, die nicht am Monatsende Tausende von Euro überwiesen bekommen, sondern die, die von Monat zu Monat leben. Das ist kein Spaß, wie da teilweise mit Leuten umgegangen wird."

Subotic fürchtet größer werdende Kluft

Allerdings hegt Subotic Zweifel. Es sei seine Furcht und seine Sorge, "dass es, was die 1. Liga betrifft, genauso weitergeht wie vorher. Das aber würde meines Erachtens bedeuten, dass die Kluft zwischen der 1. und der 2. Liga noch größer wird", sagte Subotic: "Für den einen Klub bedeutet die Krise einen Beinbruch, für den anderen nur einen Mückenstich. Beide Klubs tragen einen Schaden davon, aber der eine, der schwächer ist, den trifft es härter. Das ist ein trauriger Fakt."

Die Folgen von Corona schlagen bis auf den Transfermarkt durch
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Große Sorgen bereiten dem 31-Jährigen die möglichen Folgen der Pandemie für den afrikanischen Kontinent.

"Ich frage mich, was das Virus dort anstellen wird, wenn es sich so ausbreitet wie derzeit in Europa oder in den USA", sagte Subotic, der mit seiner Stiftung unter anderem Projekte in Äthiopien unterstützt: "Äthiopien und viele weitere afrikanische Länder haben längst nicht so ein entwickeltes Gesundheitssystem und erst recht nicht die finanziellen Mittel, wie wir es in Deutschland kennen."