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Bayern siegen ohne Glanz

Bayern siegen ohne Glanz

Der FC Bayern München siegt zum Wiederauftakt der Bundesliga nach der Corona-Pause bei Union Berlin. Lewandowski feiert ein erfolgreiches Comeback.
Bei seinem Comeback gegen Union schoss Robert Lewandowski sein 26. Saisontor. 8 Spieltage hat er noch Zeit, um die 40-Tore-Marke von Gerd Müller zu knacken. Hansi Flick traut es ihm zu.
. SPORT1
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst, SPORT1
am 17. Mai

Robert Lewandowski nahm sich Zeit für ein Schwätzchen. Mit seinem polnischen Landsmann Rafal Gikiewicz, Torhüter von Union Berlin, plauderte der Torjäger vom Dienst nach dem Abpfiff angeregt - möglicherweise darüber, wie er ihn vor der Pause beim Elfmeter zum 1:0 klassisch ausgewackelt hatte.

Durch Lewandowskis 26. Saisontor war der Weg für den glanzlosen 2:0 (1:0)-Pflichtsieg des Rekordmeisters an der Alten Försterei nach zwei Monaten Zwangspause bereitet.  

Anfangs stotterte der Münchner Motor noch ein wenig, doch nach der Halbzeitpause schwang sich der Tabellenführer zur gewohnten Dominanz auf und spielte seine Klasse aus. Weltmeister Benjamin Pavard sicherte mit einem Kopfballtor (80.) endgültig den Vier-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund. Am 26. Mai treffen die beiden Giganten im Ruhrgebiet aufeinander.  (Die Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben noch nicht unser allerbestes Gesicht gezeigt", sagte Bayern-Torhüter Manuel Neuer bei Sky. Viel hatte er gegen tapfere Unioner nicht zu tun: "Beim Spiel ohne Zuschauer sind die Minuten ganz schön lang, bis abgepfiffen wird." Thomas Müller fühlte sich atmosphärisch gar an Spiele der "Alten Herren um 19.00 Uhr" erinnert.

Im CHECK24 Doppelpass erklärt Herbert Hainer den Stand bei den Vertragsverlängerungen bei den Bayern. Vor allem die Zukunft von Manuel Neuer und David Alaba ist weiterhin unklar.
03:06
Hainer erklärt: Daran hakt es bei den Vertragsverlängerungen

Union wehrt sich tapfer

Die nun seit 16 Pflichtspielen ungeschlagenen Bayern (15 Siege) setzten in der fast leeren Alten Försterei zudem den nächsten Meilenstein: Mit der insgesamt 1866. Bundesliga-Partie zog der Klub in der Ewigen Tabelle nach Spielen mit dem einstigen Dino Hamburger SV gleich. Nur Werder Bremen hat mehr Spiele absolviert (1890). (Spielplan und Ergebnisse)

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Union, das im heimischen Stadion den Titelkandidaten Dortmund (3:1) und Borussia Mönchengladbach (2:0) ein Bein gestellt hatte, leistete auch ohne die Unterstützung seiner Fans und ohne Cheftrainer Urs Fischer tapfer Widerstand. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER

Fischer hatte aus privaten Gründen das Quarantäne-Trainingslager verlassen, sein Schwiegervater war verstorben. Der Schweizer darf im Stadtderby am kommenden Freitag bei Hertha BSC wieder auf der Bank sitzen, sofern ein zweiter Coronatest negativ ausfällt.

Robert Lewandowski holt sich nach 2014, 2016 und 2018 zum vierten Mal die Torjäger-Kanone. Der Stürmer des FC Bayern triumphiert vor Paco Alcácer. SPORT1 zeigt die besten Knipser der Bundesliga
TURIN, ITALY - OCTOBER 01:  Kevin Volland of Bayer Leverkusen in action during the UEFA Champions League group D match between Juventus and Bayer Leverkusen at Juventus Arena on October 1, 2019 in Turin, Italy.  (Photo by Pier Marco Tacca/Getty Images)
Moenchengladbach's French forward Marcus Thuram eyes the ball during the German first division Bundesliga football match Eintracht Frankfurt v Borussia Moenchengladbach on May 16, 2020 in Frankfurt, western Germany as the season resumed following a two-month absence due to the novel coronavirus COVID-19 pandemic. (Photo by Michael Probst / POOL / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by MICHAEL PROBST/POOL/AFP via Getty Images)
LEIPZIG, GERMANY - MARCH 10: Patrik Schick of Leipzig runs with the ball during the UEFA Champions League round of 16 second leg match between RB Leipzig and Tottenham Hotspur at Red Bull Arena on March 10, 2020 in Leipzig, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
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Torjäger: Lewandowski holt schon wieder die Kanone

Müller-Treffer zählt nicht - Lewandowski trifft vom Punkt

Bayern-Coach Hansi Flick tauschte seine Startelf im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg am 8. März auf zwei Positionen: Leon Goretzka und der von einer Knieverletzung genesene Lewandowski rückten für Coutinho und Joshua Zirkzee ins Team. Lewandowski hatte auch gleich die erste Chance der Partie, sein Fernschuss wurde zur Ecke abgefälscht (2.).

Der Beginn gehörte allerdings den Hausherren, die durch Marius Bülter (4.) und Anthony Ujah (7.) zwei gute Chancen auf die Führung ausließen. Die Bayern taten sich sichtlich schwer, nach der langen Pause in den Rhythmus zu finden. Das lag zum Teil auch an der körperlich robusten Gangart der Unioner, vor der Flick explizit gewarnt hatte.

Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Münchner etwas besser durch die dichte Abwehr der Eisernen kombinieren. Ein Treffer von Thomas Müller (17.) zählte nach Videobeweis aber nicht. Lewandowski, bewacht von gleich drei Innenverteidigern, trat dagegen lange fast gar nicht in Erscheinung - bis ihm Neven Subotic einen Elfmeter schenkte. Der Berliner Abwehrspieler stieg im Strafraum ungeschickt gegen Goretzka ein, Lewandowski nahm das Geschenk dankbar an.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Münchner noch weit von ihrer Topform entfernt. Allerdings lief der Ball nun etwas flüssiger in den eigenen Reihen, zudem gewannen Joshua Kimmich und Co. auch mehr Zweikämpfe. Union-Torhüter Rafal Gikiewicz, der den Klub nach der Saison verlassen wird, bekam nun deutlich mehr zu tun als noch in der ersten Hälfte. Pavard sorgte mit seinem dritten Saisontor für die Entscheidung.