Weinzierl-Debüt für FCA misslingt

Weinzierl-Debüt für FCA misslingt

Markus Weinzierl muss bei seinem Debüt mit dem FC Augsburg eine Niederlage beim VfB Stuttgart hinnehmen. Damit bleibt der FCA akut abstiegsgefährdet.
Sasa Kalajdzic köpfte den VfB zum Sieg gegen Augsburg
Sasa Kalajdzic köpfte den VfB zum Sieg gegen Augsburg
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. SPORT1
von SPORT1
am 7. Mai

Besser, aber noch nicht gut genug: Der FC Augsburg muss auch unter Rückkehrer Markus Weinzierl weiter um den Klassenerhalt in der Bundesliga zittern. 

Der FCA unterlag beim Comeback seines einstigen Erfolgstrainers im schwäbischen Derby beim VfB Stuttgart unglücklich mit 1:2 (0:1) und blickt bang auf den Saisonendspurt. (Der Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

Weinzierl ärgert sich über Pleite

"Mich ärgert das sehr, weil es verdient gewesen wäre, etwas mitzunehmen, ja zu gewinnen", sagte Weinzierl. "Ich habe eine gute Mannschaftsleistung gesehen. Wir haben sehr guten Fußball gespielt, uns aber nicht belohnt. Wir haben hundertprozentige Chancen liegen gelassen und zweimal nicht gut verteidigt. Wenn wir so spielen, werden wir die drei Punkte nächste Woche gegen Bremen holen. Es wird nicht einfacher, aber die Leistung stimmt mich positiv."

In den letzten beiden Spielen kommt es für Augsburg zunächst zum direkten Duell mit Konkurrent Werder Bremen, ehe zum Abschluss das äußerst schwierige Auswärtsspiel beim FC Bayern ansteht. Mut schöpfen kann Augsburg trotz der bereits 17. Saisonniederlage aus der deutlichen Leistungssteigerung. (Service: Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben ein ordentliches Spiel gezeigt, sind bei den Gegentoren aber in unsere alten Muster verfallen", meinte FCA-Profi André Hahn bei DAZN: "Wir haben gute Moral gezeigt, uns viele Chancen erarbeitet. Wenn wir unsere Chancen verwerten, mache ich mir keine Sorgen. Wir sind als Mannschaft geschlossen aufgetreten, das macht Mut."

Kalajdzic köpft Stuttgart zum Sieg

Philipp Förster (11.) und Sturm-Riese Sasa Kalajdzic (74.) mit seinem 15. Saisontor bescherten Aufsteiger Stuttgart nach zuletzt vier Niederlagen nacheinander endlich wieder einen Dreier. Florian Niederlechner (59.) hatte Weinzierl mit seinem zwischenzeitlichen Ausgleich auf einen Punkt bei seinem Ex-Klub hoffen lassen. Dass es dazu nicht kam, lag auch am herausragenden Stuttgarter Ersatzkeeper Fabian Bredlow. (Service: Ergebnisse der Bundesliga)

"Es war ein sehr interessantes Spiel", erklärte Siegtorschütze Kalajdzic. "Es gab Phasen, wo wir gut gespielt haben, und dann gab es Phasen, wo Augsburg richtig gedrückt hat und gute Chancen hatte. Die Mannschaft hat Mentalität gezeigt und gekämpft. Ich glaube nicht, dass der Sieg unverdient ist, aber vielleicht ein wenig glücklich."

Fast auf den Tag genau fünf Jahre nach seinem letzten Spiel mit dem FCA ließ Weinzierl nicht mehr viel übrig von der Elf, die unter seinem Vorgänger Heiko Herrlich gegen Köln verloren hatte (2:3). Er brachte fünf frische Kräfte und setzte auf das von ihm schon immer bevorzugte 4-2-3-1-System. Das Ziel: Ballgewinne im Zentrum - und schnelles, schnörkelloses Umschalten nach vorne. 

"Uns ist die Lage definitiv bewusst", sagte Weinzierl vor dem Anpfiff, entsprechend lag sein Schwerpunkt mehr auf Kampf denn auf taktischer Feinkost. Der Einsatz stimmte - und brachte dem FCA gute Chancen. Der starke Ruben Vargas köpfte an die Latte (2.).

Doch der stark ersatzgeschwächte VfB hielt mit, Robert Massimo scheiterte im Gegenzug an Torwart Rafal Gikiewicz (3.). Försters drittes Saisontor nach Ablage von Kalajdzic entsprang einem Abstimmungsfehler zwischen Reece Oxford und Rani Khedira.

Augsburg lässt viele Chancen liegen

Der FCA ließ sich, angetrieben vom äußerst engagierten Weinzierl, aber nicht entmutigen. Zumal Stuttgart in Massimo, der wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel raus musste (22.), seinen auffälligsten Mann verlor. Doch Torhüter Bredlow, Vertreter der angeschlagenen Stammkraft Gregor Kobel, verhinderte gegen Marco Richter zweimal stark den Ausgleich (26./45.).

Zur Pause musste VfB-Coach Pellegrino Matarazzo auch noch Konstantinos Mavropanos in der Kabine lassen, der in der ersten Hälfte einiges hatte einstecken müssen. Die um den eingewechselten Atakan Karazor neuformierte Stuttgarter Dreierkette geriet immer stärker unter Druck, der Ausgleich war folgerichtig.

Danach verlor Stuttgart auch noch Tanguy Coulibaly (64.) verletzungsbedingt. Doch auf Kalajdzic war Verlass: Nach Flanke von Darko Churlinov köpfte er zum 2:1 ein. Weinzierl war außer sich.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)