Effenberg: Bei Zorc musste ich schmunzeln

Effenberg: Bei Zorc musste ich schmunzeln

Der öffentliche Disput von Hasan Salihamidzic und Michael Zorc lässt Fußball-Deutschland in alten Zeiten schwelgen. SPORT1-Experte Stefan Effenberg muss schmunzeln.
Hasan Salihamidzic kritisierte überraschend Marco Reus und bekam eine Breitseite von Michael Zorc. Wieso gibt es plötzlich wieder Zoff zwischen Bayern und Dortmund?
Salihamidzic vs Zorc: So eskalierte der Zoff um Marco Reus
02:26
. SPORT1
von SPORT1
vor 7 Tagen

Bayern vs. BVB. Hasan Salihamidzic vs. Michael Zorc. Auf welche Seite sollte man sich da schlagen?

Dortmunds Sportdirektor Zorc hatte deutlich auf die Kritik von Bayerns Sportvorstand an BVB-Kapitän Marco Reus reagiert. Die Message: Salihamidzic „sollte seine Klappe halten. Was glaubt er eigentlich, wer er ist?“ Ganz schön deutlich. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Für Außenstehende klingt die Aussage krass - ich dagegen muss über die Wortwahl von BVB-Manager Michael Zorc schmunzeln“, schreibt nun SPORT1-Experte Stefan Effenberg in seiner Kolumne für t-online.de.

Effenberg: „Endlich wieder Giftpfeile“

Der ehemalige Bayern-Kapitän freut sich vielmehr, dass es wieder ein wenig heiß zwischen den zwei großen Rivalen wird: „Ich fühle mich an die Zeiten von Uli Hoeneß beim FC Bayern erinnert, der immer mal wieder mit einer Aussage bewusst polarisiert hat. Nun fliegen also endlich wieder ein paar Giftpfeile zwischen Dortmund und München hin und her. Es ist doch schön, wenn es etwas zu diskutieren gibt.“

Salihamidzic hatte Reus wegen seiner Abreise von der Nationalmannschaft kritisiert. „Es ist schon manchmal verwunderlich, dass man von der Nationalmannschaft wegfährt und dann zwei, drei Tage später wieder spielt“, brachte Salihamidzic den Disput bei Sky90 ins Rollen. Dortmund verwies auf Thomas Müller, der ebenfalls abreiste.

„Das wäre genauso schwachsinnig und unnötig gewesen wie ein Einsatz von Reus. Der hat nun mal eine besondere Verletzungsgeschichte hinter sich, weshalb ich absolut verstehen kann, wenn er sich in Absprache mit Dortmund und dem DFB genau wie Müller schont - übrigens nicht nur für die Bundesliga, sondern genauso für die Champions League“, resümiert Effenberg.

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Effenberg eher bei Zorc

Zwar kann der 53-Jährige die Intention seines Ex-Mitspielers Salihamidzic verstehen, ist generell aber doch eher auf der schwarz-gelben Seite: „Damit wollte er ein Zeichen setzen wie einst Hoeneß - und daran ist grundsätzlich nichts falsch. Im Nachhinein muss man dennoch sagen: Das hätte er sich schenken können, zumal ich inhaltlich zumindest teilweise eher bei Zorc bin.“

Ab Dienstagabend rückt aber wieder das Sportliche in den Fokus. Endlich rollt der Ball auf der ganz großen Fußball-Bühne wieder. Für den FC Bayern beginnt die Champions League mit einem Kracher beim FC Barcelona. „Der FC Bayern gehört zu den Favoriten, dementsprechend ist alles drin bis zum Titel. Die Gruppe wird er gewinnen - bei allem Respekt vor dem FC Barcelona“, orakelt Effenberg. (DATEN: Spielplan der Champions League)

Für Borussia Dortmund geht es am Mittwoch mit einem Gastspiel bei Besiktas Istanbul los. Effenbergs Einschätzung: „Dortmund kommt in der Gruppe weiter - womöglich als Tabellenerster. Insgesamt ist das Viertel- oder sogar Halbfinale drin.“

Doch wer ist der Top-Favorit? „Die entscheidende Frage bei diesen Klubs und insbesondere bei PSG: Machen die Zauberer auch die Drecksarbeit? Bei den Galaktischen von Real Madrid haben sie das damals nicht gemacht - deshalb hat es auch nicht für einen Champions-League-Titel gereicht“.

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