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Kann Augsburg in Mainz punkten?

Kann Augsburg in Mainz punkten?

Der FC Augsburg befindet sich in einer schwierigen Phase. Öffentlich gibt es Kritik vom eigenen Klubboss - jetzt soll gegen den FSV Mainz ein Sieg her.
Bielefeld sichert sich gegen den FC Augsburg mit einem 1:1 einen Punkt. Die Arminia hat zweimal Glück, dass die Augsburger im Abseits stehen.
SID
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von SID

Der FC Augsburg wartet seit drei Spielen auf einen Sieg. Gegen Mainz soll ein Erfolgserlebnis her.

Zuletzt musste sich der FCA deutliche Kritik anhören - und das aus den eigenen Reihen. „Wir haben uns systematisch das Fußballspielen abgewöhnt in den letzten zwei, drei Jahren“, betonte Augsburgs Präsident Klaus Hofmann bei der FCA-Jahreshauptversammlung in dieser Woche. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Und überhaupt: „Wenn man fünf Trainer in fünf Jahren hat, hat man ganz sicher auch nicht alles richtig gemacht.“

Es waren klare Vorwürfe in Richtung der ehemaligen Trainer Martin Schmidt und Heiko Herrlich sowie an die Adresse von Geschäftsführer Stefan Reuter - den aktuellen Trainer Markus Weinzierl schloss Hofmann bei seiner Abrechnung dagegen ausdrücklich aus. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bundesliga: Augsburg setzt auf Weinzierl

Er sei „ausgesprochen froh, dass Markus Weinzierl wieder hier ist, auch wenn es die Tabelle noch nicht zeigt“, sagte er. Weinzierl, der beim FCA von 2012 bis 2016 eine erfolgreiche Ära prägte, sei „ein erstklassiger Trainer und ein Mensch, der zu Augsburg passt“.

Das Problem dabei: Weinzierl hat in seiner nun knapp sechsmonatigen zweiten Amtszeit noch nicht den Beweis erbracht, den FCA erneut aus der Krise und den Niederungen der Liga führen zu können. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der Druck vor dem Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim FSV Mainz 05 ist entsprechend groß. „Wir brauchen Erfolgserlebnisse und Punkte, jetzt schon in Mainz“, sagte Weinzierl entsprechend.

Vor Mainz-Spiel: Augsburgs Offensive macht Sorgen

Mit mageren sechs Punkten aus acht Spielen bei nur einem Sieg liegt der FCA auf Tabellenplatz 16. Überhaupt gab es in elf Ligaspielen unter Weinzierl nur zwei Erfolge, dafür sechs Niederlagen.

Bedenklich ist auch der Blick auf die Tordifferenz. Gerade einmal vier Treffer gelangen in dieser Saison (schlechtester Ligawert neben Bielefeld) bei 14 Gegentoren.

Für Weinzierl hat der Negativtrend gute Gründe. „In meiner ersten Zeit waren wir aktiv. Das ist verloren gegangen. Das ist ein Ansatzpunkt, den ich ändern will“, sagte der 46-Jährige am Donnerstag und ergänzte mit Nachdruck: „Wir dürfen bei einer Führung nicht in den Verwaltungsmodus. Wir müssen wieder gieriger werden - und nicht passiv und ängstlich.“

Auch Mainz braucht Punkte

Doch Weinzierl forderte auch Geduld.

„Das ist ein weiter Weg, das bekommst du nicht von heute auf morgen aus der Mannschaft raus“, sagte er. Ein Problem sei nach elf Jahren in Folge in der Bundesliga auch die gestiegene Erwartungshaltung: „Wir sind ambitioniert, hinken diesen Ambitionen aber hinterher. Man muss den Leuten erklären, dass wir einen kleinen Etat haben und oft Außenseiter sind.“

Das verbindet den FCA mit Gegner Mainz. Einziger Unterschied: Während sich Augsburg seit Monaten im Krisenmodus befindet, nahm der FSV ab Januar unter Trainer Bo Svensson eine rasante Entwicklung.

Dass es in den vergangenen vier Spielen nur einen Punkt gab, will Sportvorstand Christian Heidel deshalb nicht überbewerten. „Ich habe immer gesagt, dass auch schwierige Phasen kommen werden. Die werden wir jetzt gemeinsam überstehen“, sagte er der Bild.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Mainz: Zentner – Bell, Hack, Niakhate – Widmer, Kohr, Aaron – Barreiro, Boetius – Onisiwo, Burkardt. - Trainer: Svensson

Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford – Caligiuri, Maier, Strobl, Pedersen – Zeqiri, Vargas – Hahn. - Trainer: Weinzierl

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