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Lewy-Geständnis zu Müllers Rekord

Lewy-Geständnis zu Müllers Rekord

Robert Lewandowski spricht über den Ballon d‘Or. Zudem verrät er spannende Details zu der Zeit, als der den Müller-Rekord knackte.
Robert Lewandowski überrascht den FC Bayern mit einem Treuebekenntnis. Was bedeuten die Aussagen des Weltfußballers für die Zukunftsplanungen des Rekordmeisters?
. SPORT1
von SPORT1
vor 4 Tagen

Krönt sich Robert Lewandowski in diesem Jahr mit dem Ballon d‘Or?

Der 33 Jahre alte Stürmer des FC Bayern München ist aktuell der vielleicht beste Mittelstürmer der Welt. In der vergangenen Saison knackte er nicht nur den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller, er wurde auch mit dem Goldenen Schuh für Europas besten Torschützen ausgezeichnet. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Auch in die aktuelle Spielzeit ist er mit 13 Pflichtspieltreffern in 10 Spielen überragend gestartet. Im vergangenen Jahr wurde der Ballon d‘Or aufgrund der Coronapandemie nicht vergeben – zum Leidwesen Lewandowskis. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Lewandowski: „Jeder kann sehen, was ich geleistet habe“

Für den Polen wäre die Auszeichnung eine Riesenehre. „Die Möglichkeit, den Ballon d‘Or zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel, es macht mich stolz, wenn man sich ansieht, was ich alles erreicht habe - nicht nur dieses Jahr, sondern auch vergangenes Jahr, als die Zeremonie abgesagt wurde, habe ich viele Titel gewonnen und viele Tore geschossen“, erklärte Lewandowski in der Marca. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die vom Fachmagazin France Football vergebene Auszeichnung würde ihm sehr viel bedeuten, nachdem er die Champions League, den Super Cup und die Klub-Weltmeisterschaft gewonnen habe. „Den Rekord von Gerd Müller mit 41 Bundesliga-Toren zu brechen, war auch ein großer Erfolg, der mich sehr stolz und glücklich macht. Jeder kann sehen, was ich geleistet habe und weiter leiste“, stellte Lewandowski klar.

Er wurde sogar noch deutlicher: „Meine Leistungen sprechen für sich selbst, denn die letzten zwei Jahre waren ein großer Erfolg, nicht nur für mich, sondern für jeden Spieler in der Geschichte.“

„Bedeutung des Rekords war mir nicht wirklich bewusst“

Lewandowski, der 2010 mit 21 Jahren von Lech Posen in die Bundesliga zum BVB kam, habe eigener Aussage zufolge gezeigt, dass es egal sei, woher man komme, wichtig sei, dass man hart arbeite. „Ich habe gezeigt, dass man trotz eines schwierigen Starts in meine Karriere viel Erfolg haben und ganz nach oben kommen kann.“

Außerdem sprach Lewandowski über die Zeit, in der er den Müller-Rekord knackte. „Ich muss sagen, ich konnte nicht gut schlafen“, beschrieb er die Nacht nach seinem 41. Bundesligatreffer, den er am 34. Spieltag der vergangenen Saison gegen den FC Augsburg erzielt hatte.

Welche Bedeutung dieser Rekord für den deutschen Fußball habe, habe er erst kurz vorher realisiert, als er gehört habe, dass er kurz davor sei, den Rekord zu brechen. „Bis dahin war mir die Bedeutung dieses Rekords nicht wirklich bewusst, nicht nur für die Bundesliga, sondern für die Fußballgeschichte.“

Der Tag des Augsburg-Spiels sei mental schwierig gewesen. „Ich wusste, dass ich so nah dran war, kurz davor, Geschichte zu schreiben, das war hart, aber nachdem ich in den letzten Sekunden des Spiels ein Tor geschossen hatte, sagte ich zu mir: ‚Das ist wie ein Hollywood-Film‘“.

Guardiola lässt Lewandowski „anders“ über Fußball denken

Entscheidenden Anteil an Lewandowskis Entwicklung hatte eigenen Angaben zufolge auch Pep Guardiola. Der Trainer von Manchester City war von 2013 bis 2016 beim FC Bayern verantwortlich. „Er hat mir beigebracht, den Fußball aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Den Fußball von der Bewegung her zu verstehen, die Taktik, wie man den Fußball von der Taktik her nutzt“, erklärte Lewandowski.

Der Stürmer betonte: „Nach der Zeit mit Guardiola denke ich anders über den Fußball, denn ich habe den Fußball von außen gesehen, aus einer anderen Perspektive, ich sehe, wer Fehler gemacht hat, wer es besser hätte machen können, und wie man dem Gegner einen Schritt voraus sein kann.“

Auch in die Kommunikation mit dem Katalanen gab Lewandowski Einblicke. „Ich habe mit ihm gesprochen, er hat mir viel über Taktik erklärt und gesagt: Ich kann dir nicht helfen, ein besserer Stürmer zu werden, denn du bist sehr gut, aber ich kann deiner Mannschaft helfen, den Ball in den Strafraum zu bringen, und du weißt, was du tun musst und wie du es tun musst.“

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