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Das Geheimnis der Last-Minute-Eintracht

Das Geheimnis der Last-Minute-Eintracht

Eintracht Frankfurt lässt auch Union Berlin keine Möglichkeit mehr, auf einen Gegentreffer zu antworten. Was zeichnet die hessischen Last-Minute-Jubler aus?
Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Union Berlin und feiert den ersten Heimsieg der Saison. Dank eines Last-Minute-Treffers von N‘Dicka baut die Eintracht ihre Siegesserie aus.
Christopher Michel
Christopher Michel
von Christopher Michel

Wenn die 90. Minute vorbei ist, dann holen die Spieler von Eintracht Frankfurt noch einmal alles aus sich heraus.

Die Last-Minute-Hessen haben beim 2:1-Sieg gegen Union Berlin wettbewerbsübergreifend zum sechsten Mal in dieser Saison in der Nachspielzeit spielentscheidend getroffen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Jeweils dreimal in der Europa League und Bundesliga sicherten sich die Frankfurter kurz vor Ultimo noch Remis oder Siege, insgesamt schaufelte die Eintracht dadurch zehn (!) Punkte mehr aufs Konto.

Last-Minute-Tore der Eintracht: Was sind die Gründe?

Plötzlich ist das obere Drittel wieder in greifbare Nähe gerückt. „In letzter Sekunde erfolgreich“ - so lautet das Motto bei der Eintracht.

„Ich habe dafür keine große Erklärung. Wenn‘s läuft, dann läufts“, sagte Trainer Oliver Glasner. Doch lassen sich die vielen späten Treffer wirklich nur auf Faktoren wie Zufall oder Glück zurückführen?

Sportvorstand Markus Krösche analysierte auf SPORT1-Nachfrage: „Das zeigt die Mentalität und Moral der Jungs. Sie glauben an sich und ihre eigene Stärke. Das ist ein Qualitätsmerkmal dieser Mannschaft.“

Die Spieler der Eintracht entwickeln sich in den Schlussminuten zu wahren Mentalitätsmonstern. Kein Bundesligist kommt an diese Bilanz auch nur annähernd heran.

Kostic und Ndicka stechen hervor

Filip Kostic sticht dabei hervor. Der Serbe bereitete drei der sechs Last-Minute-Tore hervor. Kostic ist die Konstante auf der linken Seite, das Powerpaket kann einem Spiel mit seiner Physis und Flankenfähigkeit in letzter Sekunde die entscheidende Wende geben.

Doch neben Kostic entwickelt sich auch Evan Ndicka zu einem Leader, den es in den Schlusssekunden nach vorne zieht.

Der Franzose traf gegen Union, assistierte in Fürth und leitete das Siegtor in Piräus ein. Er steht für die drei Geheimnisse für diese Last-Minute-Treffer: Fitness, Mentalität und Vertrauen in die eigene Stärke. Dieser Glaube kann Berge versetzen, der Blick kann sich nach drei Siegen in Serie nach oben richten.

Eintracht kann plötzlich nach oben blicken

18 Punkte bedeuten noch Rang zwölf. Doch schon im nächsten Duell kann der direkte Gegner – die auf Platz fünf stehende TSG Hoffenheim – mit einem Sieg überholt werden. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Es ist natürlich am schönsten, wenn der Gegner dann nicht mehr antworten kann“, stellte Glasner zufrieden fest.

Die Last-Minute-Eintracht schwimmt mit diesem Erfolgsrezept peu à peu nach oben.

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