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Geisterspiele? Köln-Boss mit klarer Meinung

Geisterspiele? Köln-Boss mit klarer Meinung

Alexander Wehrle vom 1. FC Köln hält Geisterspiele in der Bundesliga für keine gute Idee.
Beim Rheinderby zwischen Köln und Gladbach waren 50.000 Zuschauer zugelassen. Nicht alle hielten sich an die Maskenpflicht. Trotz Hygiene-Konzept ein riskantes Unterfangen.
SID
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von SID

Geschäftsführer Alexander Wehrle vom Bundesligisten 1. FC Köln hat sich deutlich gegen Geisterspiele ausgesprochen. „Die Stabilität des Gesundheitssystems muss über allem stehen, da wird auch der Fußball einen Schritt zurückgehen müssen“, sagte Wehrle zwei Tage nach dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach vor 50.000 Zuschauern: „Dennoch sage ich, lasst uns bei den Fakten bleiben. Wir sind nicht die Hotspots als Großveranstaltungen.“

Laut Wehrle seien bei den bisherigen Spielen in der Corona-Pandemie "von 3,7 Millionen Fußballfans zehn positive Tests im Nachgang" aufgetreten. Auch deshalb spricht sich der 46-Jährige gegen einen Zuschauer-Ausschluss aus: "Mit einem vernünftigen Hygienekonzept, der Nachvollziehbarkeit der Infektionskette, mit Masken und mit 2G-Plus sollten wir Lösungen finden, um nicht von Geisterspielen zu sprechen".

Ein Heimspiel vor leeren Rängen "bedeutet 1,8 Millionen Euro Verlust für den 1. FC Köln", rechnete Wehrle vor. "Perspektivisch muss man sich aus meiner Sicht an der Hospitalisierungsrate orientieren. Hier in NRW sind wir mit 3,84 sehr, sehr gut unterwegs, weil wir eine gute Impfquote haben. In Köln ist sie sogar sehr gut."

In Nordrhein-Westfalen sollen am Dienstag auch Maßnahmen mit Blick auf Großveranstaltungen beschlossen werden. Laut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst passen volle Stadien und eingeflogene Patienten aus anderen Bundesländern nicht zusammen. „Und an solche Sachen werden wir rangehen“, sagte der CDU-Politiker im ARD-Mittagsmagazin.