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Lewandowski „schon ein bisschen verrückt“

Lewandowski „schon ein bisschen verrückt“

Robert Lewandowski und Franck Ribéry: Karl-Heinz Rummenigge spricht über zwei wegweisende Entscheidungen des FC Bayern.
Am Rande der Globe Soccer Awards in Dubai verriet Robert Lewandowski, bei welchem Klub er vor seinem Wechsel zum BVB 2010 fast gelandet wäre. Zudem schwärmt der Pole von Italien.
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von SPORT1

Vor gut sieben Jahren hat der FC Bayern einen der wichtigsten Transfers seiner Vereinsgeschichte getätigt.

Im Sommer 2014 kam mit Robert Lewandowski ein absoluter Erfolgsgarant nach München - obwohl auch andere große Vereine auf den polnischen Stürmer scharf waren. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Das war ein extrem schwieriger Transfer, Robert war zwar ablösefrei, aber wir hatten größte Konkurrenz mit Real Madrid“, erklärte der ehemalige Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nun im Interview mit dem kicker. Man habe „unheimlich kämpfen“ müssen, um Lewandowski an die Säbener Straße zu locken.

Bayern gewann den Fight um den Toptorjäger, etliche Titel folgten. „Sein Argument lautete, er wolle die Champions League gewinnen und der beste Fußballer der Welt werden“, erinnerte sich Rummenigge zurück. Auf genau diese Aussage habe er Lewandowski nach dem Triumph in der Königsklasse rund sechs Jahre später angesprochen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Rummenigge: Wir hatten ein Wahnsinns-Angebot für Ribéry

„Ich sagte: ‚Siehst du, man kann auch mit Bayern München die Champions League gewinnen.‘ Seine Antwort war: ‚Ja, aber jetzt müssen wir eine Serie starten.‘“, berichtete Rummenigge und ergänzte: „Im größten Erfolg, als er mit dem Pokal dasaß, dachte er schon an die Zukunft. Ein bisschen verrückt ist er schon, aber im positiven Sinn.“

Als positiv-verrückt könnte man wohl auch noch einen anderen großen Bayern-Spieler bezeichnen, um den Rummenigge und die Kollegen beim FCB ebenfalls kämpfen mussten. Die Rede ist von Franck Ribéry, der als Bayern-Star einst unter anderem von Real Madrid umgarnt wurde. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Ich werde nie vergessen: Wir hatten ein Wahnsinns-Angebot für Franck Ribery. Zwei Angebote - eines aus Spanien, eines aus England. Es ging um eine Weltrekord-Ablöse - zur damaligen Zeit. Und noch nicht mal ausgereizt!“, sagte Rummenigge.

Man habe drei Stunden lang diskutiert und sich letztlich entschieden: „Wir machen es nicht. Mit einer Haltung: Wir sind kein Verkaufsverein. Wir statuieren damit auch ein Exempel und senden ein Signal nach Spanien, nach England etc., dass man den FC Bayern nicht mehr anzurufen braucht, wenn man die besten Spieler kaufen will.“

Und so sei es auch heute noch.

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