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US-Trip des FC Bayern: Sportlich fragwürdig - ein überraschender Gewinner

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US-Trip des FC Bayern: Sportlich fragwürdig - ein überraschender Gewinner

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Das bleibt von Bayerns US-Trip

Das bleibt von Bayerns US-Trip

SPORT1 begleitete den FC Bayern bei seiner sechstägigen Tour durch die USA. Was fiel auf?
Der FC Bayern verliert zum Abschluss seiner USA-Tour gegen Manchester City. Erling Haaland ist der goldene Torschütze. Rund um das Testspiel in Green Bay sorgt ein Unwetter für Chaos.
Kerry Hau
Kerry Hau

„Back on the road!“

Mit diesem Spruch warb der FC Bayern für seine Rückkehr in die Vereinigten Staaten von Amerika. Diesmal ging es, nachdem der Rekordmeister zuletzt 2018 seine „Preseason“ in den USA verbracht hatte, nach Washington D.C. und Green Bay (Wisconsin). (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

SPORT1 war bei der insgesamt schon fünften US-Tour der Münchner dabei - und liefert drei Erkenntnisse.

Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus

Die Reise fand in erster Linie aus Marketing-Zwecken statt, daraus machten die Bayern-Bosse um Vorstandschef Oliver Kahn und Marketing-Boss Andreas Jung keinen Hehl. Schließlich gelte es, die Marke FC Bayern nach zwei Jahren Corona-Pandemie auch wieder in den internationalen Märkten anzukurbeln. Eine logische Maßnahme, die heutzutage für jeden Top-Klub unumgänglich ist.

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Rein sportlich betrachtet war der Trip aber mindestens fragwürdig. Für Trainer Julian Nagelsmann und seine Spieler wäre eine Trainingswoche an der Säbener Straße - gerade mit Blick auf die insgesamt verkürzte Vorbereitungszeit durch die WM - weitaus produktiver gewesen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

In Washington D.C., wo sich die Bayern überwiegend aufhielten, war es laut, schwül und stickig. Doch nicht nur das Klima mit konstant 30 Grad trug zu dem suboptimalen Gesamteindruck bei. Nach SPORT1-Informationen waren die Münchner nicht mit dem Zustand ihres zugewiesenen Trainingsplatzes in der US-Hauptstadt zufrieden.

Bereits nach einem Tag zog die Mannschaft um und durfte nach Absprache mit D.C. United im Audi Field trainieren, wofür sich Nagelsmann bedankte.

Kuriose Szene am Dienstag in Washington D.C.: Mitten in der Stadt wird der Tour-Bus des FC Bayern abgeschleppt! Einen Unfall gab es nicht, der Bus sprang einfach nicht mehr an.
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Mannschafts-Bus des FC Bayern München in Washington D.C. abgeschleppt

Ein defekter Mannschaftsbus und das Wetter-Chaos am zweiten Trainingslager-Standort in Green Bay, das zu mehreren Verzögerungen beim Testspiel gegen Manchester City führte, steigerten die Stimmung nicht unbedingt.

Immerhin: Trotz des knackigen Programms mit einigen Marketing-Terminen und Fan-Veranstaltungen schaffte es die Mannschaft ins Weiße Haus - ein besonderes Erlebnis, wie Trainerteam und Spieler berichteten.

Transfer-Flop? Sabitzer wehrt sich

Aufschlussreiche sportliche Lehren ließen sich aus den nur sechs Trainingseinheiten und zwei Spielen kaum ziehen. Definitiv positiv hervorzuheben: Ryan Gravenberch.

Der Neuzugang bekam bei den verschiedenen Presseterminen viel Lob von seinen Mitspielern. Auch Nagelsmann schwärmte von dem Neuzugang aus Amsterdam. Gravenberch hinterlasse einen „herausragenden Eindruck“.

Eigenwerbung wusste aber auch ein anderer Mittelfeldspieler zu betreiben. Marcel Sabitzer, nach schwacher Debüt-Saison arg in die Kritik geraten und sogar schon als Transfer-Flop betitelt, machte seine Sache sehr gut und belohnte sich mit einem Tor beim ersten Testspiel gegen D.C. United (6:2). „Er ist zurzeit einer der besten Spieler bei uns“, lobte Nagelsmann.

Sabitzers Zukunft ist dennoch offen. Wenn die Bayern in dieser Transferperiode auch noch seinen alten Leipziger Mitspieler Konrad Laimer verpflichten, würde sich seine Aussicht auf Spielpraxis nicht unbedingt verbessern. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Mané-Mania! Neuer Superstar und Verkaufsschlager

Obwohl er insgesamt nur 45 Minuten zum Einsatz kam und wegen seiner Auszeichnung zu Afrikas Fußballer des Jahres schon Mitte der Woche aus den Staaten abreiste: Kein Bayern-Star wurde von den Fans in den USA so gefeiert wie Sadio Mané.

Die Mané-Mania macht sich auch anhand der derzeitigen Trikot-Verkäufe bemerkbar. Kein Bayern-Dress gehe so oft über die Ladentheke wie das des Senegalesen, verriet Marketing-Boss Jung am letzten Tag der Reise.

„Aber ich glaube, dass das ein ganz normaler Vorgang ist“, erklärte er. „Mané ist ein neuer Bayern-Star, an den die Fans eine große Erwartungshaltung haben. Meistens ist es dann so, dass man sich von so einem Spieler dann das Trikot holt.“

Jetzt muss der frühere Liverpool-Star nur noch auf dem Platz liefern. Sein erster Auftritt gegen D.C. United, bei dem er per Elfmeter sein erstes Bayern-Tor erzielte, machte Lust auf mehr. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

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