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FC Bayern: "Sie hatten ja genug Torchancen" - Ralf Rangnick spricht über Krise von Julian Nagelsmann

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FC Bayern: "Sie hatten ja genug Torchancen" - Ralf Rangnick spricht über Krise von Julian Nagelsmann

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Rangnick: Das muss Nagelsmann ändern

Rangnick: Das muss Nagelsmann ändern

Ralf Rangnick äußert sich zu den Problemen von Julian Nagelsmann beim FC Bayern. Der ÖFB-Coach ist von den Qualitäten des Bayern-Trainers überzeugt.
Im November 2020 prophezeite Ralf Rangnick im CHECK24 Doppelpass dem Innenverteidiger Tanguy Nianzou eine große Zukunft. Jetzt steht der Youngster kurz vor einem Wechsel zum FC Sevilla.
. SPORT1
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von SPORT1

Er holte Julian Nagelsmann 2019 zu RB Leipzig.

Nun hat sich Ralf Rangnick zur Krise des Bayern-Trainers geäußert. Er glaubt, dass der 35-Jährige in München den Turnaround schafft. „Er hat ja letztes Jahr und zu Beginn der Saison schon bewiesen, dass er die Mannschaft nicht nur führen, sondern mit ihr auch begeisternden Fußball spielen lassen kann“, sagte Rangnick der Bild. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Nach dem Abgang von Robert Lewandowski brauche es ein bisschen Zeit. „Und sie hatten ja genug Torchancen, um alle vier Spiele zu gewinnen“, betonte der österreichische Nationaltrainer.

Nagelsmann muss „Spieler emotional an Bord halten“

In Leipzig habe es nie schwierige Situationen mit Nagelsmann gegeben. „Aber Julian ist ja schon jemand, der sehr akribisch arbeitet, beim Matchplan sehr auf Details achtet. Das wird er jetzt noch mehr machen“, betonte Rangnick.

Es sei eine ganz neue Situation für den Bayern-Trainer, in München habe er eine ganz andere Dichte an Topstars, es sei mehr Beziehungsarbeit nötig. „Du musst als Trainer versuchen, zu jedem Spieler eine persönliche Bindung aufzubauen und die Spieler emotional an Bord zu halten“, erklärte Rangnick, der seit rund dreieinhalb Monaten ÖFB-Coach ist. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der Rekordmeister sei zehn Jahre nur Erfolg gewöhnt. „Die Situation jetzt fühlt sich für die Spieler fremd an. Deswegen ist es als Trainer noch wichtiger, viel mit ihnen zu reden.“

„Auch van Gaal hatte es schwer“

Den Unterschied bei den Münchnern zwischen Champions League (zwei Siege aus zwei Spielen) und Bundesliga (vier sieglose Partien in Serie) erklärt Rangnick so: „Mit der Leistung der Bayern hat das für mich nichts zu tun, mehr mit den Gegnern. Die Teams, gegen die sie in der Liga Punkte gelassen haben, gehen davon ja zunächst mal nicht aus und bewerten jedes Unentschieden anders.“

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Der langjährige Bundesliga-Coach glaubt nicht daran, dass es jüngere Trainer besonders schwer in München haben. „Auch Louis van Gaal hatte es schwer, Felix Magath wurde sogar nach dem Gewinn von zwei Doubles entlassen“, erinnerte er.

Es gehe am Ende nur um Siege und diese müsse man bei Bayern möglichst noch überzeugend holen. „Wichtig ist, dass du die Spieler hinter dir hast.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Rangnick zeigte sich überzeugt, dass die Ergebnisse wieder stimmen werden. „Letztes Jahr war es der Meistertitel, da gab es gefühlt ja schon Unzufriedenheit, weil es bei Bayern mindestens zwei sein müssen“, sagte er und ergänzte: „Das traue ich Julian dieses Jahr zu – Meister und Pokalsieger.“

Die Königsklasse habe einen höheren Stellenwert. „Aber auch da traue ich ihnen viel zu, wenn sie so weitermachen.“

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