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Umjubeltes Baumgartl-Comeback: Union weiter Tabellenführer

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Umjubeltes Baumgartl-Comeback: Union weiter Tabellenführer

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Umjubeltes Baumgartl-Comeback: Union weiter Tabellenführer

Umjubeltes Baumgartl-Comeback: Union weiter Tabellenführer

Ein emotionaler Sieg für den umjubelten Comebacker - und immer noch Tabellenführer!
Union siegt - Timo Baumgartl (l.) feiert Comeback
Union siegt - Timo Baumgartl (l.) feiert Comeback
© AFP/SID/JOHN MACDOUGALL
SID
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von SID

Ein emotionaler Sieg für den umjubelten Comebacker - und immer noch Tabellenführer! Union Berlin hat beim Saisondebüt von Timo Baumgartl nach dessen Hodenkrebs-Erkrankung seinen beeindruckenden Lauf in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Gegen den VfL Wolfsburg verdiente sich das Team von Trainer Urs Fischer An der Alten Försterei dank einer starken zweiten Hälfte ein 2:0 (0:0).

Damit blieb der Hauptstadtklub auch im saisonübergreifend 14. Ligaspiel in Folge ungeschlagen und liegt als Spitzenreiter stolze fünf Punkte vor dem kriselnden Serienmeister Bayern München. Bei den Wölfen kehrte hingegen nach dem ersten Saisonsieg und der Ausbootung des Ex-Unioners Max Kruse Ernüchterung ein. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac rutschte auf Platz 17 ab. Jordan Siebatcheu (54.) und Sheraldo Becker (77.) schossen Union vor 22.012 Zuschauern zum Sieg.

Fischer hatte mit einer erfreulichen Personalie überrascht: Innenverteidiger Baumgartl stand rund vier Monate nach Bekanntwerden seiner Schockdiagnose wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz - und dann gleich in der Startelf. "Es ist einfach an der Zeit, ihn reinzuwerfen", sagte der Schweizer bei DAZN mit Blick auf die vielen englischen Wochen: "Da brauchen wir jeden Spieler. Es gilt auch zu schauen, wie weit er ist."

Die Fans begrüßten Baumgartl mit warmem Sonderapplaus - und seine Teamkollegen begannen furios: Nach 42 Sekunden prüfte Janik Haberer VfL-Keeper Koen Casteels mit einer Direktabnahme, Union blieb zunächst am Drücker.

Wolfsburg bremste zwar geschickt den Anfangsschwung, bekam aber zu selten Struktur in seine Offensivbemühungen. Union verteidigte aufmerksam und setzte immer wieder auch eigene Akzente: Torjäger Siebatcheu zielte per Kopf nicht präzise genug (28.). Auf der Gegenseite vergab vier Minuten später Josip Brekalo mit einem Flachschuss die bis dato größte Gelegenheit.

Meist spielte sich das Geschehen aber zwischen den beiden Strafräumen ab, ruppige Zweikämpfe sorgten für diverse Spielunterbrechungen. Kurz nach dem Seitenwechsel verpasste Siebatcheu die Führung zweimal knapp (47./49.).

Im dritten Anlauf war es dann soweit: Sturmpartner Becker flankte von links butterweich, Siebatcheu veredelte per Kopf.

Als Baumgartl nach etwas mehr als einer Stunde und einer soliden Leistung Feierabend hatte, erhielt er Standing Ovations. Auf dem Platz rannte der VfL verzweifelt an. Union konterte gefährlich. Becker nutzte einen dieser Gegenstöße zu seinem bereits sechsten Saisontor - und zur Entscheidung.