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Weltfußballer Neymar oder Lewy?

Weltfußballer Neymar oder Lewy?

Beim Finale PSG vs. Bayern wird vermutlich das Duell Neymar vs. Robert Lewandowski über die Weltfußballer-Wahl entscheiden. Wer ist der Bessere?
Messi und Ronaldo sind schon gescheitert - wer wird nun der neue CL-Star? In "2 nach 10" werden die möglichen Titelkandidaten und deren Chancen besprochen.
Florian Plettenberg
Florian Plettenberg
von Florian Plettenberg

In Lissabon steigt nicht nur das Duell um den Henkelpott! 

Im Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern kommt es am Sonntag auch zum Aufeinandertreffen von Neymar und Robert Lewandowski. Und zum möglicherweise entscheidenden Duell um den Titel zum Weltfußballer. (Champions League: Paris Saint-Germain - FC Bayern München am Sonntag ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Der Königsklassen-Triumph wird bei beiden oberste Priorität haben und doch kämpfen beide auch um jenen Titel, für den sich vor allem Karl-Heinz Rummenigge mächtig ins Zeug gelegt.

Ursprünglich wollte die FIFA in diesem Jahr mit der Wahl aussetzen. Ein Anruf des FCB-Vorstandsbosses bei Gianni Infantino hat beim FIFA-Präsidenten allerdings zu einem Umdenken geführt.  

Neymar oder Lewandowski: Wer hat die Wahl zum Weltfußballer verdient?  

Lewandowski spielt beim FC Bayern die Saison seines Lebens. Allein in der Champions League erzielte er in neun Spielen 15 Tore und lieferte sieben Assists. Nur Paris-Kontrahent Ángel Di Mariá bereitete mehr Tore vor (8).

Der 32-jährige Pole, er feierte am Freitag Geburtstag, kann sogar Cristiano Ronaldo vom Thron stoßen. Der Portugiese traf in der Saison 2013/14 17-mal.

Irre: Lewandowski gelangen in dieser Königsklassen-Saison so viele Tore, wie Ronaldo (4 Tore), Lionel Messi, Neymar (je 3) und Kylian Mbappé (5) zusammen erzielt haben. 

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Lewandowski holte sich auch die Torjägerkrone in der Bundesliga (34 Tore) und im DFB-Pokal (6) und Paris wird auch wissen, dass der Star-Angreifer in den letzten zehn Pflichtspielen immer getroffen hat.

55 Tore in 46 Pflichtspielen bedeuten in dieser Saison den Bestwert im europäischen Spitzenfußball.

Neymars neue Stärken

Neymar, der den Franzosen 2017 satte 222 Millionen Euro wert war, hat in dieser Saison eine fußballerische Entwicklung vollzogen.

Er ist noch immer für das Offensiv-Spektakel verantwortlich, leistet aber auch gute Arbeit gegen den Ball. Im Halbfinale gegen RB Leipzig (3:0) führte er die meisten Zweikämpfe auf dem Platz und gewann 14 seiner 30 Duelle.

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Neymar, wie Lewandowski, hat auch Gefallen daran, Tore vorzubereiten. Neben seinen drei Treffern verbuchte er dieses Jahr in der Champions League vier Vorlagen auf.  

Die Bayern sind vor dem 28-Jährigen gewarnt und rufen sich nur ungern in Erinnerung, dass er in der Königsklasse bisher viermal auf die Bayern traf und ihnen vier Tore einschenkte.  

Aufgrund von Verletzungen und dem Corona-Abbruch der Ligue 1 kommt der brasilianische Nationalspieler wettbewerbsübergreifend nur auf 26 Saison-Einsätze (19 Tore/12 Assists). Lewandowski bleib hingegen von Verletzungen fast verschont.

"Darüber wird Robert nicht groß nachdenken"

"Solche Spieler überlassen nichts dem Zufall", erklärte Vorstandsmitglied Oliver Kahn die physische Stärke Lewandowskis: "Wenn ich so mit mir umgehe und solch eine Einstellung zu diesem Sport habe, kann man bis ins hohe Alter diese Topleistungen bringen."

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Dass Lewandowski das mögliche Duell zur Weltfußballerwahl im Hinterkopf haben wird, daran glaubt sein Cheftrainer nicht.

"Darüber wird Robert nicht groß nachdenken", sagt Hansi Flick. Der Bayern-Trainer stellt klar: "Für mich ist er der weltbeste Mittelstürmer. Er arbeitet viel für die Mannschaft, macht auch sehr viel für die Defensive und vor dem Tor strahlt er enorme Gefahr aus. Ich hoffe, dass er auch gegen Paris trifft." 

Fazit: Unabhängig von einer möglichen Final-Niederlage der Bayern, hat sich Lewandowski seinen ersten Titel als Weltfußballers redlich verdient.