Real-Boss schimpfte mit BVB-Star

Real-Boss schimpfte mit BVB-Star

Thomas Meunier stellte sich 2019 dem Präsidenten von Real Madrid vor. Statt netter Worte konfrontierte ihn Florentino Pérez mit Vorwürfen.
Thomas Meunier musste sich von Florentino Pérez einiges anhören
Thomas Meunier musste sich von Florentino Pérez einiges anhören
© Imago
Lisa Obst
von SPORT1
am 12. Juni

Thomas Meunier hat wenige Tage vor dem EM-Auftakt mit der belgischen Nationalmannschaft (EM 2021: Belgien - Russland im LIVETICKER) von einem kuriosen Treffen mit Real Madrids Präsident Florentino Pérez berichtet. (News und Daten zum BVB)

Der heutige Verteidiger von Borussia Dortmund war im November 2019 mit seinem damaligen Klub Paris Saint-Germain in der Champions League auf die Königlichen getroffen und dabei in einen folgenschweren Zweikampf verwickelt. 

Mit einem unglücklichen Treffer am Knöchel verletzte er seinen Landsmann und Gegenspieler Eden Hazard, der ausgewechselt werden und anschließend länger pausieren musste. Sehr zum Ärger von Pérez, der sich nach dem Spiel bei dem BVB-Star beschwerte. 

Der 29-Jährige selbst hatte die Szene als "unbedeutenden Kontakt zwischen einem Verteidiger und einem Angreifer" eingestuft, wie er im Interview mit dem französischen TV-Sender RTBF erzählte. "Nach dem Spiel bin ich in den Katakomben und sehe Florentino Pérez. Ich schüttle Pérez die Hand und sage: 'Schön, Sie kennenzulernen'."

Die Antwort des Real-Chefs verblüffte Meunier dann gleich doppelt. Einmal, weil ihn der Unternehmer auf Französisch ansprach ("Ich wusste nicht, dass er Französisch kann") und ein zweites Mal, weil ihm sein Gegenüber sofort Vorwürfe machte. "Er sagte zu mir: 'Schön, Sie kennenzulernen?' Ist dir klar, dass du Eden Hazard verletzt hast? Und du sagst zu mir, du seist erfreut?" 

Meunier: Es ist also meine Schuld?

Meuniers Antwort: "Ich habe Eden Hazard verletzt? Also ist es meine Schuld, dass er sich dort verletzt hat? Er sagte: 'Ja, ja, es ist deine Schuld!' Ich sagte: 'Es ist ein Zweikampf wie jeder andere."' Mit einem Lachen ergänzte Meunier in dem Interview: "Und er ist immer noch der Präsident von Madrid. Und da sagt man: 'Wow! Nicht schlecht, was?!'"

Ob die Kritik des Madrid-Machers berechtigt war, sei mal dahin gestellt. Die Emotionalität kann man allerdings zumindest nachvollziehen, schließlich wurde Hazard für über 100 Millionen Euro in die spanische Hauptstadt geholt. Er sollte DER Superstar des Teams werden. Gegen PSG hatte er seine Klasse hier und da auch aufblitzen lassen, seitdem hatte er aber diverse Verletzungen zu überwinden. 

Für die EM ist er fit, vor Meunier muss er sich nicht in Acht nehmen - der spielt ja im selben Team. Im Fall der Fälle müsste Pérez diesmal also mit einem anderen Spieler schimpfen.

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