So spaltete Özil früh die Experten

So spaltete Özil früh die Experten

Wilfried Zander war beim DFB an der Förderung von Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil beteiligt. Neuer habe auch Glück gehabt.
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01:02
. SPORT1
von SPORT1
am 15. Juli

Als Co-Trainer der Jugendmannschaften beim DFB war Wilfried Zander an der Entwicklung späterer Weltmeister wie Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker, Mesut Özil und Manuel Neuer beteiligt.

Inzwischen arbeitet der heute 65-Jährige als Verbandssportlehrer beim Bremer Fußball-Verband - und hat jetzt von seinen Erinnerungen an die späteren Weltstars berichtet.

Insbesondere der Finalheld der WM 2014 habe es ihm schon in jungen Jahren angetan.

"Bastian Schweinsteiger war ein Ausnahmespieler", erinnerte sich Zander im kicker, wohingegen dessen langjähriger Nationalmannschaftskollege Mesut Özil auch Zweifel geweckt habe.

Wilfried Zander (r.) arbeitete einst bei der U21 und der U19 mit Dieter Eilts (l.) zusammen
Wilfried Zander (r.) arbeitete einst bei der U21 und der U19 mit Dieter Eilts (l.) zusammen

"Einige wollten Özil nicht mehr sehen"

"Bei Mesut Özils Spielstil waren sich die Experten eher uneins, gerade bei seiner Arbeit gegen den Ball", meinte Zander - und fügte lachend an: "Einige fanden ihn begnadet, andere wollten ihn nicht mehr sehen."

Selbst bei Bayern- und DFB-Kapitän Manuel Neuer sei die Weltkarriere nicht zwangsläufig vorherbestimmt gewesen.

"Manuel Neuer hatte auch das Glück, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und ihn niemand in seiner Entwicklung blockiert hat", betonte Zander.

Der frühere Stürmer, der Joshua Kimmich bei der EM auf die Sechs gestellt hätte, hob zudem Stefan Kießling hervor.

"Das war sicherlich kein Filigrantechniker oder Jahrhunderttalent, aber er hat alles aufgesogen und war wahnsinnig fleißig", sagte Zander: "Es gab aber auch Spieler, die mit großen Vorschusslorbeeren kamen, doch nicht umgesetzt haben, was ihnen erzählt wurde. Da hat es dann nicht für die großen Ligen gereicht."