Achtelfinale! Ronaldo rettet Portugal

Achtelfinale! Ronaldo rettet Portugal

Titelverteidiger Portugal muss zittern, erreicht gegen Weltmeister Frankreich aber das Achtelfinale der EM. In Budapest gibt es gleich drei Elfmeter - und zwei Doppelpacker.
Cristiano Ronaldo hat Portugal mit zwei Toren das Remis gegen Frankreich gerettet
Cristiano Ronaldo hat Portugal mit zwei Toren das Remis gegen Frankreich gerettet
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. SPORT1
von SPORT1
am 24. Juni

Superstar Cristiano Ronaldo hat Portugal mit einem Doppelpack ins Achtelfinale der EM gerettet. (Der Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

Beim 2:2 (1:1) gegen Weltmeister Frankreich stellte der Angreifer von Juventus Turin mit seinen Treffern zudem den Tor-Weltrekord von Ali Daei ein und sorgte dafür, dass der Titelverteidiger nach einer wahren Zitterpartie die "Todesgruppe F" übersteht und mit Ach und Krach in die K.o.-Runde einzieht. (Spielplan & Ergebnisse der EM 2021)

Bis kurz vor Schluss drohte Ronaldo und Co. an einem spannenden Abend das Aus. Portugal steht nun nach dem 1:1 zwischen Deutschland und Ungarn auf dem 3. Platz in Gruppe F. Weiter geht es für Ronaldo und Co. am Sonntag in Sevilla gegen Belgien. Gruppensieger Frankreich bekommt es am Montag in Bukarest mit der Schweiz zu tun. (Tabelle & Gruppen der EM 2021)

Ronaldo schnürt Doppelpack

Ronaldo (30.) hatte die Portugiesen beim Elfmeter-Festival vor 55.000 Fans in Budapest per Strafstoß in Führung gebracht, Rückkehrer Karim Benzema hatte mit einem umstrittenen Strafstoß (45.+2) und einem Flachschuss (48.) die Franzosen zwischenzeitlich in Führung und Portugal in arge Nöte gebracht.

Für den Stürmer von Real Madrid, der wegen eines Sextape-Skandals lange keine Rolle im Nationalteam gespielt hatte, waren es die ersten Tore für Frankreich seit 2085 Tagen.

Ein erneuter Elfer von CR7 sorgte für das 2:2.

Portugal startet mutig

Portugals Devise lautete von Beginn an, eine Niederlage und damit ein Zittern bis zum Schluss unter allen Umständen zu verhindern. Entsprechend mutig gingen Ronaldo und Co. in den ersten Minute zu Werke und störten die Stars der Equipe Tricolore im Mittelfeld durchaus aggressiv. Ein Kopfball von Ronaldo (6.) sorgte erstmals für etwas Gefahr in der intensiven und flotten Partie.

Vier Tage nach dem deutlichen 2:4 gegen Deutschland krempelte Nationaltrainer Fernando Santos seine Startelf für das große Ziel noch einmal um. Der Ex-Münchner Renato Sanches und Joao Moutinho kamen von Beginn an zum Einsatz, der zuletzt enttäuschende Bruno Fernandes musste ebenso wie William Carvalho weichen.

Als die Nachricht vom frühen Rückstand der deutschen Mannschaft gegen Ungarn die Runde machte, wurde es erstmals laut im voll besetzten Stadion. Doch während die vielen Ungarn auf den Tribünen feierten, wurden die Portugiesen auf dem Rasen nervös. Schlussmann Patricio verhinderte mit einer Glanzparade gegen Mbappe (16.) einen frühen Rückstand.

Lloris verursacht Elfmeter

Als die Franzosen gerade besser in die Begegnung kamen, ging Portugal in Führung. Frankreichs Torhüter Hugo Lloris verfehlte bei einer Freistoßflanke den Ball und erwischte stattdessen mit seiner Faust Danilo Pereira. Ronaldo verwandelte den fälligen Elfmeter kraftvoll ins linke Eck.

Kurz vor der Pause lief Mbappe dann in Nelson Semedo und fiel etwas ungelenk - der Spanier Antonio Mateu Lahoz zeigte überraschend auf den Punkt. Benzema nahm das Geschenk an und traf erstmals seit dem 8. Oktober 2015 für sein Land. Kurz nach der Pause legte der Stürmer, der wegen eines Sextape-Skandals lange keine Rolle in der Nationalmannschaft gespielt hatte, sogar das 2:1 nach.

Weil Deutschland weiter in Rückstand lag, war Portugal zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden. Erst ein verwandelter Handelfmeter von Ronaldo brachte die Iberer zurück ins Turnier. Der Star von Juventus Turin ist damit der erste Fußballer, der bei Welt- und Europameisterschaften insgesamt 21 Tore erzielte - zwei mehr als Miroslav Klose.

In der spannenden Schlussphase drohte Portugal weiter die Niederlage und das Aus, Patricio verhinderte mit zwei Glanzparaden (67.) den Rückstand. Am Ende reicht es es aber.

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Mit SID (Sport-Informations-Dienst)

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