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WM 2022: Marco Reus nicht im Kader für Katar - Die tragische Verletzungsgeschichte des BVB-Stars

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WM 2022: Marco Reus nicht im Kader für Katar - Die tragische Verletzungsgeschichte des BVB-Stars

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Reus‘ tragische Geschichte

Reus‘ tragische Geschichte

Marco Reus bleibt der Pechvogel der deutschen Nationalmannschaft. Der BVB-Star verpasst mit der WM 2022 wieder ein großes Turnier. SPORT1 zeichnet seine tragische Verletzungsgeschichte nach.
Hansi Flick nominiert für die WM in Katar erstmals Niclas Füllkrug und Youssoufa Moukoko. Der Bundestrainer begründet die Nominierung der beiden Stürmer.
. SPORT1
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Marco Reus bleibt die tragische Figur der deutschen Nationalmannschaft. (SERVICE: Mit Götze und Füllkrug - das ist Flicks WM-Kader)

Der Kapitän von Borussia Dortmund wird die Weltmeisterschaft 2022 in Katar wegen einer Verletzung am rechten Sprunggelenk verpassen. Seit Donnerstag ist klar: Reus steht nicht im Kader von Bundestrainer Hansi Flick.

Bereits 2014 musste der 33-Jährige für die WM absagen und verpasste so den WM-Titel. Auch bei der EM 2016 und der EM 2021 fehlte der so begnadete Fußballer. SPORT1 zeichnet seine tragische und ewig lange Verletzungsgeschichte nach.

Reus bestritt nur 48 von 145 möglichen Länderspielen

Seit seinem DFB-Debüt im Oktober 2011 bestritt Reus nur 48 von 145 möglichen Länderspielen und kam nur auf zwei statt fünf mögliche Turnier-Teilnahmen. Trotzdem kommt der BVB-Stürmer dabei auf starke 15 Tore und 14 Vorlagen. Mit Katar verpasst er nun sein viertes großes Turnier. (BILDERGALERIE: Alle WM-Stadien)

Wäre Reus in seiner Karriere nicht so oft von Verletzungen geplagt gewesen, dann hätte der gebürtige Dortmunder ein Weltklassespieler sein können, wie einige Fußball-Experten stets behauptet hatten.

Doch der 33-Jährige ist nicht gerade vom Glück geküsst. Bei der EM 2012 spielte der damals 23-Jährige eine untergeordnete Rolle und kam in der Gruppenphase nicht zum Einsatz. Reus musste sich hinter Mario Gomez, Lukas Podolski, Thomas Müller und Mesut Özil anstellen.

Im Viertelfinale gegen Griechenland stand er dann in der ersten Elf und erzielte mit dem vorentscheidenden 4:1 (Endstand 4:2) sein erstes Pflichtspieltor für Deutschland, das später zum Tor des Monats Juni gewählt wurde. (SERVICE: Deshalb fährt Hummels nicht zur WM)

Anschließend musste Reus im Halbfinale gegen Italien wieder Podolski weichen. Beim Stand von 0:2 wurde er zur zweiten Halbzeit eingewechselt, konnte die 1:2-Pleite und das EM-Aus aber nicht abwenden.

Seuchenjahr 2014: BVB-Star verpasst WM-Titel

Noch bitterer als das EM-Aus in Polen und der Ukraine war sein WM-Aus 2014! Beim letzten Testspiel gegen Armenien (6:1) vor der Abreise nach Brasilien erwischte es Reus im Zweikampf mit Artur Jedigarjan am linken Knöchel.

Der deutsche Nationalstürmer verließ humpelnd den Rasen und drei Tage später war klar: Wegen eines Syndesmoseband-Anrisses verpasste der Dortmunder die WM und somit auch die magische Nacht von Rio de Janeiro - inklusive WM-Titel! (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Es war die erste schwere Verletzung seiner Karriere - und aus BVB- und DFB-Sicht leider nicht die einzige. 66 Tage fiel Reus verletzungsbedingt aus und nur drei Monate später zog er sich im EM-Quali-Spiel gegen Schottland (2:1) einen Außenbandteilriss im linken Sprunggelenk zu. Ausfallzeit: 28 Tage.

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2014 war für ihn ein Seuchenjahr, denn gegen Paderborn erwischte es Reus zum dritten Mal im Jahr. Nach einem üblen Foul von Marvin Bakalorz musste der damals 25-Jährige vom Platz getragen werden - das Außenband im Sprunggelenk war gerissen. Der BVB-Star fiel erneut 45 Tage aus.

Neues Jahr, neues Glück, wird sich Reus damals wohl gedacht haben. Weit gefehlt. Auch 2015 warfen den Dortmunder einige Blessuren aus der Bahn. Wegen Adduktoren-Beschwerden, muskulären Problemen und eines angebrochenen Zehs fiel er weitere 45 Tage aus.

Auch ein Kreuzbandriss bremst Reus aus

Das Pech verfolgte den BVB-Star auch 2016. Die EM in Frankreich fand ohne ihn statt, weil Bundestrainer Joachim Löw Reus überraschend nicht in den DFB-Kader berufen hatte. Lange Zeit war auch unklar, warum der Offensiv-Künstler nicht nominiert wurde.

Doch später wurde die sehr hartnäckige und schmerzhafte Entzündung im Schambein öffentlich, die Reus schließlich ein halbes Jahr lang außer Gefecht gesetzt hatte. Ende November feierte er dann sein Comeback in Frankfurt, doch die Schwarz-Gelben verloren 1:2 gegen die Eintracht. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Trotzdem waren die BVB-Fans froh, dass ihr Spielführer wieder zurück auf dem Feld war. Doch die Freude währte nicht lang. Im Frühjahr 2017 setzte Reus gegen Leverkusens Verteidiger Tin Jedvaj zu einem beherzten Solo an und griff sich kurz darauf an den Oberschenkel.

Diagnose: Muskelbündelriss. Ausfallzeit 38 Tage. Reus kämpfte sich danach zwar wieder einmal zurück, musste aber im Pokal-Finale einen weiteren Rückschlag verkraften. Kurz vor seinem 28. Geburtstag erlitt der BVB-Star die schwerste Verletzung seiner Karriere: Kreuzbandriss im rechten Knie!

Reus verpasste die komplette Hinrunde 2017/18 - und stand erst nach 252 Tagen wieder auf dem Platz. Aber nur einen Monat nach seinem Comeback musste er erneut verletzt aussetzen. Die altbekannten Adduktoren-Probleme traten nach dem 0:0 in Salzburg, das auch das Europa-League-Aus für den BVB bedeutete, wieder auf. Mit der Folge: Drei Wochen kein Training, kein Spiel.

WM-Debüt in Russland und EM-Verzicht

Dafür aber wurde der Dortmunder nach über zwei Jahren und zahlreichen Verletzungen erstmals wieder für das DFB-Team nominiert: Beim 1:2 gegen Österreich wurde Reus in der 67. Minute für Leroy Sané eingewechselt und gab ein viel umjubeltes Comeback. Kurz darauf berief Löw ihn auch in den WM-Kader.

Kaum zu glauben, aber am 17. Juni 2018 bei der 0:1-Auftaktniederlage gegen Mexiko absolvierte Reus sein erstes WM-Spiel überhaupt. Und das im Alter von 29 Jahren. Beim 2:1-Sieg gegen Schweden erzielte er schließlich den Ausgleich und bereitete das zweite Tor von Toni Kroos vor.

Auch im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea spielte der BVB-Star von Beginn an, doch durch die 0:2-Pleite schied die deutsche Mannschaft beim schlechtesten Abschneiden ihrer WM-Geschichte aus. Eine WM zum Vergessen, nicht für Reus.

Bundestrainer Hansi Flick beim Training der deutschen Nationalmannschaft
26.09.22 England - Deutschland England, London, 26.09.2022, Fussball, UEFA Nations League, England - DFB Deutschland: Team Mannschaft Kader Deutschland Foto Obere Reihe v.l. Marc-Andre ter Stegen, Thilo Kehrer, Kai Havertz, Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, David Raum Untere Reihe v.l. Jonas Hofmann, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan, Jamal Musiala, Lery Sane. *** 26 09 22 England Germany England, London, 26 09 2022, Football, UEFA Nations League, England DFB Germany Team Squad Germany Photo Top row v l Marc Andre ter Stegen, Thilo Kehrer, Kai Havertz, Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, David Raum Bottom row v l Jonas Hofmann, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan, Jamal Musiala, Lery Sane
Manuel Neuer im Trikot der deutschen Nationalmannschaft
Antonio Rüdiger im Trikot der deutschen Nationalmannschaft
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Der DFB-Kader für die WM 2022 in Katar

2019 setzten Anfang und Ende des Jahres zwei Muskelfaserrisse den Dortmunder außer Gefecht, ehe Reus wegen muskulärer Probleme und einer kleineren Kapsel- sowie Sprunggelenksverletzung bis zum Saisonende im Juni 2020 ausfiel. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM)

Pechvogel Reus verpasst mit Katar das vierte große Turnier

Einer möglichen Berufung in den EM-Kader kam Reus mit seinem freiwilligen Verzicht und der Bekanntgabe im Mai 2021 zuvor, seinem Körper „nach einer komplizierten, kräftezehrenden Saison“ Erholung geben und nicht mit zur Europameisterschaft fahren zu wollen.

In diesem Jahr wollte er es noch einmal wissen - und blieb doch vom Verletzungspech verfolgt. Vor dem Nations-League-Spiel des DFB-Teams gegen England im Juni 2022 verletzte er sich im Training und fiel aufgrund eines Muskelfaserrisses etwas mehr als drei Wochen aus.

Im September schließlich knickte Reus im Zweikampf mit dem Schalker Florian Flick unglücklich um und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht nach minutenlanger Behandlung vom Platz getragen werden. Die nächste Hiobsbotschaft!

Zwar startete der BVB-Stürmer zwei Comeback-Versuche gegen Union und Bochum, ehe er den nächsten Rückschlag erlitt, als Reus das Training der Schwarz-Gelben wegen großer Schmerzen vorzeitig beenden musste. Daher verpasste er auch die Partie gegen Wolfsburg und schließlich auch die WM 2022.

Damit fehlt Reus nach 2014, 2016 und 2021 beim vierten großen Turnier. Eine tragischere Figur gibt es im DFB-Team wirklich nicht. (SERVICE: Das verspricht sich Flick von Götze)

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