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Nächste Hiobsbotschaft für WWE

Nächste Hiobsbotschaft für WWE

Wenige Tage nach dem sensationellen Tiefschlag für SmackDown im Duell mit AEW gibt es auch für RAW eine schlechte Nachricht historischen Ausmaßes.
Überraschender Karriere-Höhepunkt für einen langjährigen WWE-Leibling? Xavier Woods zieht bei WWE Monday Night RAW ins Finale des King-of-the-Ring-Turniers ein.
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann
von Martin Hoffmann

Wenige Tage nach dem für WWE in wesentlichen Punkten unvorteilhaft geendeten TV-Duell mit Konkurrent AEW muss der Wrestling-Marktführer eine weitere schlechte Nachricht verkraften.

Die dieswöchige Ausgabe der Montagsshow Monday Night RAW, langjähriges Flaggschiff der Promotion, hat in den USA einen historischen Tiefstand bei den Fans unter 50 erreicht.

WWE RAW mit historischem Tief bei Fans unter 50

In der werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen erreichte RAW am Montag ein Rating von 0,39, das niedrigste aller Zeiten. Insgesamt schalteten auf dem USA Network 1,59 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein.

Harte Konkurrenz durch mehrere große Sportereignisse - zusätzlich zum Monday Night Game der NFL gab es noch das MLB-Playoffduell zwischen den Boston Red Sox und den Houston Astros - hatten für erschwerte Bedingungen gesorgt.

Im Kontext der jüngsten Entwicklungen in der Branche kommt der Rückschlag trotzdem nochmal ungelegener als ohnehin: Eine große Offensive des mit den früheren WWE-Stars CM Punk, Bryan Danielson und Adam Cole verstärkten AEW hatte WWE schon im September einige Niederlagen zugefügt - unter anderem war es der Mittwochsshow AEW Dynamite zweimal gelungen, bei den 18- bis 49-Jährigen RAW zu übertrumpfen.

Wrestling-Superstar CM Punk im großen Interview über WWE, AEW, die Pipe Bomb und die Serie Heels: Heelturn - der SPORT1 Wrestling Podcast - die aktuelle Folge auf SPORT1, Spotify, Apple Podcasts, Deezer und überall wo es Podcasts gibt

Großer Hieb von AEW gegen SmackDown

Am vergangenen Freitag hatte WWE mit der anderen Hauptshow SmackDown - die wegen der MLB-Playoffs von Haussender Fox auf das kleinere FS1 hatte ausweichen müssen - von sich aus das direkte Duell mit der normalerweise später startenden AEW-Show Rampage gesucht.

In dem halbstündigen Head-to-Head, in dem die beiden Shows parallel liefen, war AEW in der Kernzielgruppe dabei überraschend vorn, im Gesamtvergleich der Fans unter 50 fast gleichauf, trotz des weit schlechteren Sendeplatzes zwei Stunden später am Abend. Und vor allem auch trotz eines Star-Aufgebots in den 30 WWE-Schlussminuten mit dem Match Becky Lynch vs. Sasha Banks und der Vertragsunterzeichung des Gigantenduells zwischen Brock Lesnar und Roman Reigns - der zuvor in einem Interview noch große Töne gegen AEW gespuckt hatte.

Bei der Gesamtquote siegte WWE wie immer wegen der deutlich größeren Fanbase über 50 - das bemerkenswert enge Rennen bei dem von Werbe- und Geschäftspartnern begehrteren jungen Publikum muss im WWE-Umfeld dennoch für Kopfzerbrechen sorgen.

Charlotte Flair und Bianca Belair lindern das Problem

Im Zentrum des schlechten RAW-Abschneidens in dieser Woche stand ein schwacher Start: Die erste Stunde der Show war die am wenigsten gesehene der Geschichte, auch bei den Gesamtzahlen (1,58 Millionen).

Das einzig ermutigende Signal für WWE war, dass es danach nicht abwärts ging, die späte dritte RAW-Stunde hatte dasselbe Gesamtniveau wie die erste, was ungewöhnlich ist - und legt nahe, dass der Hauptkampf zwischen Damenchampion Charlotte Flair und Bianca Belair das Problem nicht verursacht, sondern gelindert hat.

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Trotz des Tiefschlags dürfte RAW in dieser Woche eine Niederlage gegen AEW erspart bleiben: Dynamite muss wegen einer Übertragungs-Kollision bei Haussender TNT wieder vom Mittwoch auf den Samstag ausweichen.

Die Dynamite-Ausgabe am vergangenen Samstag kam in der werberelevanten Zielgruppe auf ein Rating von 0,28 (727.000 Zuschauer gesamt), deutlich schwächer als auf dem angestammten Sendeplatz - aber deutlich besser als beim letzten Samstags-Ausweichtermin im Juni (0,21 - 649.000).

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