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NBA-Star nennt Trump "Verbrecher"

NBA-Star nennt Trump "Verbrecher"

Die unwürdigen Szenen in den USA lassen auch viele Sport-Stars entrüstet zurück. NBA-Spieler Kyle Lowry geht Donald Trump scharf an.
Kyle Lowry spielt in der NBA für die Toronto Raptors
Kyle Lowry spielt in der NBA für die Toronto Raptors
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

In Washington haben sich am Abend schockierende Szenen ereignet.

Um die geplante Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zu verhindern, drangen hunderte Anhänger des bisherigen Präsidenten Donald Trump in das Kapitol in Washington ein.

Biden sprach von einem "beispiellosen Angriff" auf die US-Demokratie: "Ich bin wirklich schockiert und traurig, dass unsere Nation - so lange Leuchtfeuer und Hoffnung für Demokratie - an so einem dunklen Moment angekommen ist."

Sport-Stars verurteilen Ausschreitungen

Auch viele Sport-Stars ließen die unwürdigen Ausschreitungen nicht kalt.

"Eine absolute Schande, was gerade im US-Kapitol passiert", schrieb NBA-Star Kevin Love von den Cleveland Cavaliers.

"Wie würden Sie diese Leute im Kapitol klassifizieren?", fragte Stan Van Gundy, Cheftrainer der New Orleans Pelicans: "Demonstranten? Randalierer? Inländische Terroristen? Anarchisten? Gewalttätige Extremisten?"

Van Gundy sprach von einem "beschämenden Tag für unser Land".

Kyle Lowry griff Trump persönlich an. "Der Mann, der Präsident war, hat dazu angestachelt. Der Mann ist ein Verbrecher", erklärte der Point Guard der Toronto Raptors und machte den abgewählten Staatschef für die Stürmung des Kapitols verantwortlich. Mit seiner Forderung nach Konsequenzen wegen der Anstiftung des Mobs zur erschütternden Attacke auf die US-Demokratie sprach Lowry vielen aus dem Herzen: "Er sollte vor Gericht gestellt werden."

Randale in Washington: "Das ist NICHT Amerika"

"Schwarze Menschen werden angehalten und kommen nicht lebend raus", schrieb Legende Dwyane Wade.  

"Wir können nicht in unseren eigenen Betten schlafen, ohne getötet zu werden. Wir können nicht joggen, ohne getötet zu werden. Wir können nicht die Straße mit unseren Kapuzenpullis hinuntergehen, ohne getötet zu werden, aber sie können das tun?", fragte sich der NBA-Champion von 2006, 2012 und 2013 und stellte ein Foto von bewaffneten Demonstranten im Parlament in Washington dazu.

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Ähnlich sah es Isaiah Thomas, der aktuell ohne Team ist: "Unsere Köpfe wären schon weggeblasen worden... Das ist verrückt."

Und Rekordmeister Bill Russell, der mit den Boston Celtics einst elf Titel gewann, schrieb: "Wie lange würde es dauern, die Nationalgarde einzusetzen, wenn sie (die Demonstranten, Anm. d. Red.) schwarz wären und wie viele wären tot? Das ist NICHT Amerika!"

NBA-Stars setzen Zeichen

Im Vorfeld der Partie zwischen den Boston Celtics und den Miami Heat veröffentlichten beide Mannschaften ein gemeinsames politisches Statement.

"Wir spielen die heutige Partie mit einem schweren Herzen nach der gestrigen Entscheidung in Kenosha und im Wissen, dass die Demonstranten im US-Kapitol unterschiedlich von der politischen Führung behandelt werden, je nachdem welcher Seite sie angehören", hieß es.

Und weiter: "Der drastische Unterschied zwischen der Art und Weise wie Demonstranten im vergangenen Frühling und Sommer behandelt wurden und der Unterstützung, die Demonstranten bei der offensichtlich illegalen Kapitol-Stürmung erhielten, zeigt, wie viel mehr Arbeit vor uns liegt."

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Zudem setzen die Teams der NBA vor Spielbeginn ein klares Zeichen. Die Mannschaften knieten sich während der Nationalhymne auf den Boden. Eine Reaktion sowohl auf die gewalttätigen Krawalle im Kapitol als auch auf die Entscheidung Anfang der Woche, den Polizeibeamten, der Jacob Blake im vergangenen Jahr angeschossen hatte, nicht anzuklagen.

NBA: Brown und Kerr äußern sich

Draymond Green von den Golden State Warriors machte seinem Ärger mit deutlichen Worten Luft: "Es ist beschämend, sie ständig als Demonstranten zu bezeichnen. Sie sind keine Demonstranten. Sie sind verfluchte Terroristen."

Auch Warriors-Coach Steve Kerr äußerte sich: "Eine legitime Wahl wird plötzlich von Millionen von Menschen in Frage gestellt, einschließlich vieler der Menschen, die unser Land in der Regierung führen, weil wir uns in den letzten Jahren entschieden haben, Lügen zu erlauben. Das ist es also, was wir sind. Man erntet, was man sät."

Celtics-Guard Jaylen Brown sagte nach der Partie gegen die Heat: "Es erinnert mich daran, was Dr. Martin Luther King gesagt hat, dass es zwei verschiedene Amerikas gibt. In einem Amerika wirst du getötet, wenn du in deinem Auto schläfst, Zigaretten verkaufst oder in deinem Hinterhof spielst. Und in einem anderen Amerika kann man das Kapitol stürmen, ohne Tränengas, ohne massive Verhaftungen. Ich denke, es ist offensichtlich: Es ist 2021 - ich glaube nicht, dass sich etwas geändert hat."

Und weiter: "Wir wollen immer noch auf die Veränderung drängen, die wir anstreben. Aber bis jetzt haben wir sie noch nicht gesehen. Wir wollen weiterhin die Gespräche am Leben erhalten und unseren Teil dazu beitragen."

Die Proteste ziehen auch konkrete Folgen für den US-Sport nach sich: Das College-Basketball-Spiel zwischen UMass und George Washington wurde aufgrund der angespannten Lage in der Hauptstadt abgesagt.

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