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Nach Athleten-Kritik: DRV löst neuen Expertenrat auf

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Nach Athleten-Kritik: DRV löst neuen Expertenrat auf

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Nach Athleten-Kritik: DRV löst neuen Expertenrat auf

Nach Athleten-Kritik: DRV löst neuen Expertenrat auf

Der Deutsche Ruderverband hat seinen viel kritisierten Expertenrat schon nach wenigen Wochen wieder aufgelöst.
Nach Kritik: DRV löst Expertenrat auf
Nach Kritik: DRV löst Expertenrat auf
© AFP/SID/CHARLY TRIBALLEAU
SID
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von SID

Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat seinen viel kritisierten Expertenrat schon nach wenigen Wochen wieder aufgelöst. Diese Entscheidung des Präsidiums verkündete der DRV am Donnerstag. „Wir haben uns mit der aufgekommenen Kritik, insbesondere die der Athletinnen und Athleten, auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass der Expertenrat in dieser Form kein optimales Instrument ist“, sagte der Vorsitzende Moritz Petri.

Stattdessen will der DRV nun "externe Hilfe einholen und die Analyse an eine Beratungsagentur abgeben". Der Vorstand werde dafür in den kommenden Wochen mehrere Angebote einholen und dann zeitnah die Agentur einschalten.

Nach dem miserablen Abschneiden bei der Heim-EM sollte der Expertenrat die Ergebnisse der vergangenen Jahre analysieren und bis zum außerordentlichen Rudertag Ende Oktober Lösungen erarbeiten - die Zusammensetzung sorgte aber schnell für Kritik. Der Rat sei "eine Farce", sagte etwa Achter-Schlagmann Torben Johannesen dem Hamburger Abendblatt, "weil dort Leute drinsitzen, die im Fokus der Kritik stehen. Die kontrollieren sich also quasi selbst. Da muss sich niemand wundern, wenn es Zündstoff gibt."

Zahlreiche Aktive sehen die Verbandsführung kritisch. Auch Marie-Sophie Zeidler sprach zuletzt im Donaukurier von einem "Vertrauensbruch. Ich sehe aktuell keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit." Die Schwester von Weltmeister Oliver Zeidler berichtete nach der EM von der Eskalation eines Krisengesprächs mit der sportlichen Führung um Chef-Bundestrainerin Brigitte Bielig. Sachlich vorgetragene Argumente der Athletinnen wie eine zu späte Besetzung der Boote oder mangelhafte Trainingssteuerung seien nicht gehört worden.

Zuvor hatten bereits ihr Bruder Oliver sowie weitere Athleten rund um die historisch schwache Europameisterschaft massive Kritik am DRV geübt.

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