Kuratorium ruft Eralp zum Dialog auf
Nach dem Wahlsieg in Berlin hatte Eralp den Plänen am Montag eine Absage erteilt. Eine "Entscheidung sollte nicht vorschnell getroffen werden".
Das Kuratorium der Berliner Olympiabewerbung hat die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, zum Dialog aufgerufen. Wenige Tage vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) über den deutschen Kandidaten solle die Debatte über die Bewerbung auf Grundlage des vorliegenden Konzepts geführt werden. Nach dem Sieg ihrer Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hatte Eralp den Olympiaplänen in Berlin eine Absage erteilt.
„Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt sollte es darum gehen, Argumente abzuwägen, einander zuzuhören und auch Positionen, die im Wahlkampf vertreten wurden, anhand des inzwischen vorliegenden Konzepts noch einmal zu überprüfen“, teilte das Kuratorium, dem auch der Bundestagsabgeordnete und Eralps Parteikollege Dietmar Bartsch angehört, am Dienstag mit.
„Entscheidung sollte nicht vorschnell getroffen werden“
„Nehmen Sie sich die Zeit, BERLIN+ und das gemeinsam erarbeitete Konzept sorgfältig anzuschauen“, appellierte das Kuratorium an Eralp. Sie solle mit den beteiligten Menschen, dem Sport und dem Kuratorium sprechen. „Eine Entscheidung von solcher Tragweite für Berlin sollte nicht vorschnell getroffen werden.“
Am Montag hatte sich Eralp, Anwärterin auf das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, deutlich gegen Olympia positioniert: „Ich habe ganz klar gesagt, dass ich beispielsweise die sechs Millionen (Euro; d. Red.), die schon für die Olympiabewerbung ausgegeben wurden, für eine Steuergeldverschwendung halte. Und es sollen ja noch viele Millionen, Milliarden dazukommen. Ich sehe keinen Vorteil für Berlin. Deswegen haben wir uns dagegen entschieden, Olympia zu unterstützen. Und das sehe ich auch heute noch so.“
Das Kuratorium betonte, die Bewerbung gehöre „keiner Partei und keiner einzelnen Regierung“: „Sie ist in einem breiten Prozess entstanden und wurde im Abgeordnetenhaus mit einer Mehrheit unterstützt.“
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Der DOSB entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Neben Berlin stehen auch München und Köln/Rhein-Ruhr zur Wahl.