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Mazepin sorgt wieder für Wirbel

Mazepin sorgt wieder für Wirbel

Nikita Mazepin ist im Haas in der Formel 1 kaum konkurrenzfähig. Trotzdem sorgt er regelmäßig für Aufsehen - so auch beim Großen Preis der USA.
Die Zukunft von Mick Schumacher und Nikita Mazepin ist geklärt. Schumacher lebt weiter seinen Formel1-Traum, doch wie sinnvoll ist diese Entscheidung?
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von SPORT1

Meist fährt er in der Formel 1 abgeschlagen am Ende des Feldes - und doch schafft es Nikita Mazepin eigentlich bei jedem Rennen in die Schlagzeilen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Auch beim Großen Preis der USA in Austin/Texas war der russische Teamkollege von Mick Schumacher bei Haas schon vor dem Rennen am Sonntag (Formel 1: Großer Preis der USA, Rennen ab 21 Uhr im LIVETICKER) wieder Gesprächsthema.

Da waren zum einen seine beinahe absurden Schwierigkeiten, sich an die vorgegebenen Streckenlimits zu halten: Runde für Runde wurde ihm nachträglich gestrichen, weil er in den kritischen Kurven 6, 9 und 19 immer wieder über die Begrenzungen hinausfuhr.

Mazepin kämpft mit Strecke bei USA-GP

Im 3. Freien Training sorgte das dafür, dass Mazepin letztlich mit dem kuriosen Rückstand von 28,755 Sekunden auf Spitzenreiter Sergio Pérez auf dem letzten Platz geführt wurde - und auch im Qualifying war die erste Rundenzeit direkt wieder futsch.

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Kurz vor Ende von Q1 brachte der 22-Jährige immerhin noch eine schnelle Runde sauber ins Ziel. An Platz 20 hinter Schumacher änderte das zwar nichts mehr, am Gesamteindruck jedoch zumindest ein bisschen was. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Die Runde am Ende war gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass er keine andere gezeitete Runde hinbekommen hat heute“, meinte Haas-Teamchef Günther Steiner bei Sky und stellte fest: „Dafür war das ganz gut.“

Mazepin sorgt für Ärger bei Vettel

Getrübt wurde der Eindruck von Mazepin jedoch auf der anderen Seite dadurch, dass er kurz nach Beginn des Qualifyings wieder einmal in den Fokus der Stewards geriet. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Sebastian Vettel im Aston Martin fühlte sich auf seiner schnellen Runde von Mazepin behindert, die Rennkommissare untersuchten den Vorfall. Immerhin: Mazepin blieb unbestraft.

„Er wusste Bescheid, aber niemand kann sich in Luft auflösen“, erklärte Steiner die Situation: „Sebastian hat sich geärgert, aber wo soll er hin? Irgendwo muss man stehen, auch wenn man überholt wird.“

Sebastian Vettel (l.) muss beim GP der USA von Startplatz 18 ins Rennen gehen
Sebastian Vettel (l.) muss beim GP der USA von Startplatz 18 ins Rennen gehen

Zustimmung erhielt Mazepins Boss von Ex-Formel-1-Pilot und Sky-Experte Ralf Schumacher, der ebenfalls kein strafwürdiges Verhalten erkennen konnte.

Vettel, Alonso und Co. spülen Mazepin nach vorne

Genauso wenig übrigens wie bei einem Vorfall zwischen Mazepin und Vettels Teamkollege Lance Stroll wenig später, bei dem ausnahmsweise einmal der Haas-Pilot der Benachteiligte war.

„Nikita war auf seiner schnellen Runde und Lance war ein bisschen auf der Linie“, schilderte Steiner, aber auch in dem Fall blieb die anschließende Untersuchung durch die Rennkommissare folgenlos. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Ob Mazepin den Schwung seiner gelungenen letzten Qualifying-Runde nun mit ins Rennen am Sonntag nehmen kann?

Hinterherfahren muss er dann zumindest zu Beginn des Rennens erst einmal nicht: Wegen der Strafversetzungen von Vettel, Fernando Alonso (Alpine) und George Russell (Williams) geht Mazepin trotz zweier insgesamt verkorkster Trainingstage auf dem Circuit of the Americas von Startplatz 17 ins Rennen.

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